Euroleague wieder verpasst: Harte Kritik an ALBA

Euroleague wieder verpasst: Harte Kritik an ALBA

ALBA Berlin bleibt zu schwach für Europas höchste Basketball-Liga: Nach dem erneuten Scheitern in der Euroleague-Qualifikation spielt der selbst ernannte Vorzeigeclub aus der Hauptstadt wieder nur im zweitklassigen Eurocup.

Eine Woche vor dem Bundesligastart in Bremerhaven ist die erste deftige Enttäuschung der neuen Saison perfekt. Die bittere 63:74-Niederlage bei Spirou Charleroi bewies ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi eines: „Wir sind noch sehr weit davon entfernt, wo wir hinwollen. Die Dinge müssen noch zusammenwachsen, doch der Weg dorthin ist weit.“ ALBA verlor wie schon im Jahr zuvor gegen die Belgier und bleibt das dritte Jahr in Serie von Europas Eliteliga ausgeschlossen.

„Wir konnten nicht davon ausgehen, dass wir durch dieses stark besetzte Turnier durchspazieren“, sagte Baldi und versuchte, seine Enttäuschung zu kaschieren. Berlins neuer Trainer Gordon Herbert fand hingegen deutliche Worte für den Auftritt gegen einen nicht übermächtigen Gegner. „Ich bin enttäuscht, wie wir gespielt haben. Wir haben die Intensität von Charleroi nicht angenommen. Wir waren einfach nicht gut genug“, kritisierte der Kanadier. „Wir haben zurückgezogen und zu freundlich gespielt. Wir sind noch nicht so weit, solche Situationen nur basketballerisch zu lösen“, befand Geschäftsführer Baldi.

Bei den Berliner Spielern regierte die totale Niedergeschlagenheit. „Mich frustriert es enorm, das zweite Jahr in Folge gegen ein Team auszuscheiden, das nicht besser ist als wir“, sagte Derrick Allen, der schon beim Qualifikations-Aus gegen die Belgier vor einem Jahr dabei war und mit seinen 20 Punkten den neuerlichen Knock-Out nicht verhindern konnte. „Ich wollte immer schon Euroleague spielen“, meinte Spielmacher Heiko Schaffartzik, „Ich weiß gar nicht, wie wir jetzt den Eurocup annehmen können.“

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