| 20:47 Uhr

Familienfest vor vollem Haus

 Stars auf dem Parkett: TBB-Spieler Philip Zwiener wird gemeinsam mit dem Bamberger Casey Jacobsen (links) in der Startformation der Süd-Allstars stehen. TV-Foto: Willy Speicher
Stars auf dem Parkett: TBB-Spieler Philip Zwiener wird gemeinsam mit dem Bamberger Casey Jacobsen (links) in der Startformation der Süd-Allstars stehen. TV-Foto: Willy Speicher
Trier. Am Allstar-Wochenende ist die deutsche Basketball-Prominenz in der Arena Trier zu Gast. TBB-Spieler Philip Zwiener freut sich auf seinen ersten Einsatz bei einem Allstar-Spiel (Samstag, 20.30 Uhr). Von unserem Redakteur Andreas Feichtner

An den restlichen beiden Januar-Samstagen wird die Arena Trier brechend voll sein: Rund 6000 Zuschauer werden erwartet, wenn sich übermorgen die komplette deutsche Basketball-Beletage beim Allstar-Day in Trier versammelt (siehe Hintergrund). Eine Woche später könnte es noch voller werden, wenn die TBB im Heimspiel gegen Alba Berlin einen neuen Basketball-Zuschauerrekord in der Arena anstrebt. Dazu müssten 6190 Zuschauer kommen.

Der Allstar-Day ist drei Tage vor der Veranstaltung noch nicht ganz ausverkauft - bisher sind laut Basketball-Bundesliga (BBL) 5500 von 6000 Tickets weg. Für BBL-Geschäftsführer Jan Pommer gehört der Allstar-Day in jedem Jahr zu den absoluten Basketball-Höhepunkten. Die Veranstaltung biete die Gelegenheit, "ein schönes Wochenende lang innezuhalten und in positiver, entspannter Atmosphäre ein Basketball-Fest zu feiern". Ein Familienfest mit Ball sozusagen. Am Wochenende wird Trier zum Epizentrum des Sports. Nicht nur die besten Profis und Nachwuchsspieler messen sich in den Allstar-Spielen. Auch jenseits des Arena-Parketts wird Basketball geatmet und gelehrt: Bei einem Trainer-Seminar (Coach-Clinic), unter anderem mit TBB-Trainer Henrik Rödl. Auch die BBL-Manager sowie die Teamärzte treffen sich an der Mosel zu Tagungen. Für Pommer bietet Trier das richtige Umfeld für die "Schaufenster-Veranstaltung", die 1987 in Ludwigsburg Premiere feierte. Der Allstar-Day machte in der Folge in acht weiteren Städten Station, im vergangenen Jahr in Bonn. Die Rheinland-Pfalz-Premiere steht in Trier an. Als die TBB den Zuschlag für die Ausrichtung bekommen hatte, war nicht abzusehen, wie das neue Konzept mit Trainer Henrik Rödl und einem komplett neuen Team funktionieren würde. Pommer sieht sich nun bestätigt. "Trier spielt eine tolle Saison und hat in Philip Zwiener einen würdigen Allstar."

Für TBB-Flügelspieler Zwiener ist das Spiel eine willkommene Abwechslung zum Liga-Alltag. Der 25-Jährige wurde per Internet-Abstimmung in die Startformation des Südens gewählt. Er erhielt mit Abstand die meisten Stimmen.

"Ich freue mich, das erste Mal dabei sein zu können - und das auch noch zu Hause." So könnten auch deutsche Spieler zeigen, dass sie Basketball spielen können. Bei den Süd-Allstar stehen mit Robin Benzing (Ulm) und Tibor Pleiß (Bamberg) zwei weitere junge deutsche Spieler in der Startformation. "Bei dem Spiel steht der Spaß zwar im Vordergrund. Aber wir sind doch alle ehrgeizig - und wollen das Spiel gewinnen." Das hieße: Die Bilanz des Südens aufzubessern, der von 19 Aufeinandertreffen gegen den Norden nur drei gewann. Das Allstar-Spiel geht um 20.30 Uhr über das Parkett. Pommer rechnet aber schon früher mit einer vollen Arena - so steht um 17 Uhr das Allstar-Duell der Talente an. Mit dabei sind die Trierer Spieler Maxim Schneider und Bill Borekambi.

HINTERGRUND

Der Ablauf des Allstar-Day in Trier: 15.30 Uhr: Halleneröffnung, 16 Uhr: Autogrammstunde, 17 Uhr: NBBL-Allstar-Spiel, 18.30 Uhr: Drei-Punkte-Wettbewerb, 19 Uhr: Dunking-Wettbewerb (mit TBB-Spieler John Bynum), 20.15: Show-Einlagen (mit den "Dunking Devils" aus Slowenien und Sängerin Francisca Urio). 20.30 Uhr: Allstar-Game. Trainer sind Chris Fleming (Süd, Bamberg) und Stefan Koch (Nord, Artland). Besondere Ehre: Zum Schiedsrichter-Gespann zählt der Trierer Henning Frölich. (AF)