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BBL startet
Favoriten, Stars&TV: Das Wichtigste zur Basketball-Saison

Meister Bayern München geht wieder als Favorit in die neue Saison. Foto: Matthias Balk
Meister Bayern München geht wieder als Favorit in die neue Saison. Foto: Matthias Balk FOTO: Matthias Balk
Berlin. Die neue Basketball-Saison startet am Freitag mit vielen spannenden Fragen und einigen Neuerungen. Ein Überblick über die Titelanwärter, Teams auf Wiedergutmachungskurs, Stars und den Pokal im anderen Modus. Von Florian Lütticke und Thomas Wolfer, dpa

Wer kann den Titelverteidiger stoppen?

Dank des größten Etats und des tiefsten Kaders startet der FC Bayern als heißer Anwärter auf die erneute Meisterschaft in die Saison. Spannend wird, wie die Münchner mit der ungewohnten Belastung durch mindestens 30 Euroleague-Vorrundenspiele umgehen werden. Die aussichtsreichsten Herausforderer sind Vizemeister ALBA Berlin, der Luke Sikma als wertvollsten Spieler der Vorsaison gehalten hat, und Brose Bamberg. Der frühere Serienchampion befindet sich mit dem neuen Trainer Ainars Bagatskis und durch den baldigen Abgang von Geschäftsführer Rolf Beyer weiter im Umbruch.

Auf welche Teams gilt es sonst noch zu achten?

Die ambitionierten s.Oliver Würzburg wollen mit ihrem neuen Coach Denis Wucherer endlich wieder in die Playoffs. Auch ratiopharm Ulm hofft darauf, die schwache Saison ohne Teilnahme an der K.o.-Runde vergessen zu machen. Der Einstieg eines US-Investors bei den Eisbären Bremerhaven mit einem Sportdirektor, der aus Florida arbeitet, wird ebenfalls für Diskussionen sorgen.

Gibt es neue Stars?

Vor allem die Bayern haben namhafte Neuverpflichtungen getätigt. Aus Bamberg wurden Nationalmannschafts-Aufbauspieler Maodo Lo und Center Leon Radosevic abgeworben. Vom FC Barcelona kommt der erfahrene Finne Petteri Koponen, der Transfer des langjährigen NBA-Profis Derrick Williams steht kurz bevor. Zwei alte Bekannte holen Bamberg und die EWE Baskets Oldenburg zurück in die Bundesliga: Die Franken verpflichteten den gebürtigen Amerikaner Tyrese Rice aus China, der Ex-Berliner Vojdan Stojanovski geht aus der Türkei zu den Niedersachsen.

Wie und wo sind die Spiele im Fernsehen zu sehen?

Die Telekom überträgt über ihre TV-Angebote, online und mobil weiterhin jedes Bundesligaspiel. Sport1 darf bis zu 47 Spiele pro Saison, davon maximal 13 Partien in den Playoffs, zeigen. In der Regel ist bei dem Sportsender ein Spiel am Sonntag um 15.00 Uhr zu sehen. Von dieser Saison an soll jeweils sonntags um 18.00 Uhr das Topspiel der Woche stattfinden.

Wie funktioniert der neue Pokal?

Statt wie bisher sieben Teams treten nun 16 Teilnehmer im nationalen Pokal an - alle Bundesligisten ohne die Aufsteiger. Die erste Runde im K.o.-Modus steigt bereits am 6. und 7. Oktober, kurz vor Weihnachten folgt das Viertelfinale. Das Endspiel ist am 17. Februar 2019 geplant.

Welche Bundesligisten spielen im Europapokal?

Die Hälfte der Liga ist international unterwegs. Als Meister tritt der FC Bayern in der Königsklasse Euroleague an und will als erstes deutsches Team das Viertelfinale erreichen. Für die folgende Saison 2019/20 besitzen die Münchner eine Euroleague-Wildcard. Der frühere Serienmeister Brose Bamberg entschied sich etwas überraschend für die Champions League des Kontinentalverbands FIBA Europe, in der auch die MHP Riesen Ludwigsburg, Telekom Baskets Bonn und Qualifikant medi Bayreuth dabei sind. Den bislang zweitklassigen Eurocup bestreiten ALBA Berlin, ratiopharm Ulm und die Fraport Skyliners aus Frankfurt. Im am wenigsten prestigeträchtigen FIBA Europe Cup tritt s.Oliver Würzburg an.