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Frische Brisen und fremde Hauptstädte

Frische Brisen und fremde Hauptstädte

Die Trierer Basketballer können sich heute mit einem Heimsieg gegen Tübingen in der Spitzengruppe festsetzen (alles zum Spiel auf Seite 19). TBB-Trainer Yves Defraigne zeigt sich dabei im Entweder/Oder-Interview von seiner privaten Seite.

Trier. (AF) Er mag die raue See, sein Heimatland Belgien (mit Ausnahme von Brüssel) und eher Soul als Pop: TBB-Cheftrainer Yves Defraigne kann sich beim Entweder/Oder-Fragebogen meist schnell entscheiden - nur zwei Mal muss der 43-Jährige bei den Fragen von TV-Reporter Andreas Feichtner überlegen.

Zum Aufwärmen - Basketball: Michael Jordan oder Magic Johnson?

Yves Defraigne: Michael Jordan, weil er sehr vielseitig war und sowohl offensiv und defensiv unheimlich stark. Dazu kamen die Athletik und die hohe Spielintelligenz.

Belgisches Bier oder deutsches Bier?

Defraigne: Als Belgier sage ich natürlich belgisches. Aber ich trinke kein Bier. Ich mag lieber Wein - roten wie weißen.

Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaft?

Defraigne: Olympische Spiele, weil da der Sportsgeist noch stärker im Vordergrund steht. Da hat man hart arbeitende Athleten, die oft auch nicht gerade überbezahlt sind, die mit der richtigen Einstellung an ihren Sport herangehen.

Nordsee oder Karibik?

Defraigne: Nordsee. Dort weht immer eine frische Brise - man hat also immer genug Wind zum Segeln. Ich mag auch die raue See.

Beatles oder Rolling Stones?

Defraigne: Hmm, Queen. Ich mag eigentlich keinen Rock/Pop. Aber auf Queen können wir uns einigen. Ich höre sonst ganz gerne mal Soul, Funk, auch mal Rhythm'n'Blues.

Berlin oder Brüssel?

Defraigne: Berlin. Brüssel ist nicht mehr wirklich Belgien. Ich war zwar noch nie in Berlin und ich werde bei unserem Gastspiel im November wohl auch nicht so viel von der Stadt sehen - aber ich mag Brüssel eben nicht.

Kino oder Fernsehabend?

Defraigne: Ganz klar Kino. Wegen der ganzen Atmosphäre, des Klangs und der großen Leinwand. Vor allem bei spannenden Filmen macht das einen Unterschied. Ich komme allerdings auch nicht mehr allzu oft dazu, ins Kino zu gehen.

Cheeseburger oder Coq au vin?

Defraigne: Coq au vin. Ich bin kein großer Anhänger von Fast-Food, das ist mir oft zu fett. Ich mag eine gute Küche. Meine Frau kocht auch sehr gut.

Zur belgischen Literatur: Lieber Tim-und-Struppi-Erfinder Hergé oder Hugo Claus (Anm.: lange Zeit Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis, im März 2008 verstorben)?

Defraigne: Da nehme ich Hugo Claus, zu ihm habe ich auch eine kleine Verbindung: Eine Nichte von Hugo Claus war bei mir auf der Schule. Sie hat viel über sein Leben erzählt - sehr spannend.

Segeln oder Rudern?

Defraigne: Auf jeden Fall Segeln. Rudern war für mich früher ein Sport, bei dem ich die höchsten Ziele erreichen wollte - ich war bei der Junioren-Weltmeisterschaft und hatte Olympia als Ziel. Segeln ist dagegen Erholung. Ich nehme zwar auch an kleineren Regatten teil, aber da steht der Spaß im Vordergrund.

Helmut Lotti oder Andre Rieu?

Defraigne: Helmut Lotti. Er ist ein guter Sänger und kommt wie ich aus Gent. Auch wenn mir seine Musikauswahl manchmal zu altbacken ist.

Früh raus aus dem Bett oder ausschlafen?

Defraigne: Am liebsten ausschlafen. Dummerweise muss ich aber meistens früh raus.

Mit dem Strom schwimmen oder gegen den Strom?

Defraigne: Das hängt von der Situation ab. Wenn ich 1000 dumme Vorschläge zur Auswahl habe, schwimme ich lieber gegen den Strom und mache mein eigenes Ding. Aber ich bin nicht grundsätzlich gegen etwas.