Gegen die Großen

Das Nachwuchsteam der Gladiators Trier hat es in der Jugend-Basketball-Bundesliga mit großen Namen zu tun. Doch das Team hat ein klares Ziel.

Trier Die Zahlen, die da in den offiziellen Mannschafts-Steckbriefen der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) zu finden sind, sprechen Bände: 1,91 Meter steht da hinter einem Spieler von Theresianum Mainz, 1,95 Meter hinter einem anderen, 1,86 Meter hinter einem weiteren. Auf der anderen Seite, bei den Young Gladiators Trier stehen dagegen Angaben wie: 1,71 Meter, 1,72 Meter oder 1,77 Meter. "Wir waren körperlich unterlegen, keine Frage", gesteht Antje Becher-Stengelhofen am Montag im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund, "aber auch wenn die Niederlage deutlich war, werden wir die Köpfe nicht hängen lassen". Mit 51:90 (23:45) haben die jungen Gladiatoren, das U16-Nachwuchsteam von Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier, ihr erstes Saisonspiel in der JBBL am Sonntag gegen Theresianum Mainz in eigener Halle verloren. "Wir haben gut begonnen, das erste Viertel knapp mit 17:22 verloren, doch dann mussten wir unseren größten und physisch stärksten Spieler Markus Zock vom Feld nehmen, da er früh sein drittes Foul kassiert hatte. Danach wurde es sehr schwer für uns", erzählt Becher-Stengelhofen. Die Folge: das zweite und dritte Viertel gingen deutlich verloren (6:23/10:29). "Das letzte Viertel haben wir dann mit 18:16 für uns entschieden", sagt die Trainerin und betont: "Das macht uns Mut". Die Vorrundengruppe mit Gegnern wie Köln, Düsseldorf oder Rhöndorf hat es in sich. Immer wieder werden die Gladiatoren auf körperlich überlegene Gegner treffen. Daher betont die Trierer Trainerin: "Wir sehen die Vorrunden-Gruppenphase als Erweiterung der Vorbereitung, wollen versuchen ein, zwei Spiele zu gewinnen. Ernst wird es dann in der nächsten Runde, der Relegation". Das Ziel für diese Spielzeit, so betont die 46-Jährige, sei die erneute Qualifikation für die kommende JBBL-Saison. Antje Becher-Stengelhofen trainiert das Team seit Herbst 2016. Im Frühsommer feierte die 46-Jährige, die seit über 22 Jahren als Trainerin aktiv ist und unter anderem die Damen-Basketballabteilung des Luxemburger Clubs AB Contern mitaufgebaut hat, mit ihrem jungen Team den ersten großen Erfolg: Nach Siegen gegen den TSV 1861 Nördlingen (102:76) und die BBU Allgäu/Memmingen (62:51) qualifizierten sich die jungen Gladiatoren für die JBBL-Saison 2017/2018. In der aktuellen Vorrunde geht's in einer Siebener-Gruppe einmal gegen jeden Gegner (drei Heim- und drei Auswärtsspiele). Danach teilen sich die acht Vorrundengruppen auf. Die ersten drei Teams einer jeden Gruppe rutschen in die Hauptrunde, die restlichen vier Clubs spielen danach in einer von vier Relegationsgruppen - jeweils mit acht Teams - weiter (siehe Extra). Das Trierer Team besteht in dieser Saison aus 16 Spielern der Jahrgänge 2002 bis 2004. "Die Jungs kommen aus Trier, Wittlich, Bitburg, Treis-Karden, von der SG Völklingen/Saarlouis und sogar aus Luxemburg", berichtet Becher-Stengelhofen. Viermal pro Woche wird trainiert - dreimal im JBBL-Team und einmal bei den Heimatclubs. "Die Zusammenarbeit mit den Vereinen klappt sehr gut", berichtet die Gladiators-Trainerin. Es sei sehr wichtig, dass die Spieler einen engen Kontakt zu ihren Heimatclubs behielten. StatistikTrier: Christopher Blüggel 3 Punkte, Tom Demmer 2, Maxence Musy 0, Arne Ewald 0, Lukas Bleser 10, Maximilian Langenfeld 14, Leon Schuffenhauer 2, Tim Tölkes 3, Jonas Braband 0, Nils Piprek 0, Jacopo Warnking 0, Markus Zock 17Das nächste Heimspiel der Young Gladiators steigt am Sonntag, 15. Oktober, um 12 Uhr in der Trierer AVG/MPG-Halle. Dann trifft das Team auf die ART Giants Düsseldorf. Das junge Team freut sich auf Unterstützung von den Rängen.Extra: SO FUNKTIONIERT DIE JBBL

Gegen die Großen
Foto: (g_sport

(red) Der Modus in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) ist vor der Saison verändert worden. Für Außenstehende ist er nicht ganz einfach zu überblicken. Zusammengefasst läuft das Ganze so ab: Im Rahmen der verkürzten Vorrunde, in der jeweils sieben Teams in acht Gruppen nur das Hinspiel spielen, insgesamt also 56 Teams. Die jeweils drei Erstplatzierten der Vorrunden-Gruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde, die in vier Gruppen á sechs Teams aufgeteilt ist. Auf diese Weise soll eine schnellere Differenzierung der Leistungsunterschiede erreicht werden. Alle Hauptrunden-Teilnehmer sind bereits für die Playoffs gesetzt und haben damit automatisch die sportliche Qualifikation für die nächste Saison in der Tasche. Die Teams, die nach der Vorrunde die Plätze vier bis sieben belegen, bestreiten die Relegation, die in vier Gruppen zu je acht Mannschaften ausgetragen wird. Die beiden Erstplatzierten dieser vier Gruppen qualifizieren sich ebenfalls für die Playoffs. Im oberen Tableau kämpfen derweil insgesamt 32 Mannschaften in drei Playoff-Serien (Modus "best of three") um den Einzug ins Top-4-Turnier um den Titel. Die insgesamt 24 Vereine auf den Relegationsrängen drei bis acht gehen in die sogenannten Playdowns, die in einer "best of three"-Runde ausgetragen werden. Die zwölf Verlierer dieser Serien bilden die sportlichen Absteiger.