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Gladiators-Geschäftsführer: Haben Finanzloch verkleinert

Gladiators-Geschäftsführer: Haben Finanzloch verkleinert

Wie steht’s um die Finanzen? Der TV hat nachgefragt.

Trier Trotz zuletzt zweier Niederlagen gegen Kirchheim und Essen stehen die Zeichen bei Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier aktuell auf Playoff-Einzug. Mit einem Sieg im letzten Hauptrunden-Heimspiel am Samstagabend gegen Nürnberg (19 Uhr/Arena Trier) hat das Team von Trainer Marco van den Berg die Playoff-Qualifikation in der Tasche. Sportlich läuft's also bei den Gladiatoren - doch wie sieht es finanziell aus? Mitte Januar hatte Geschäftsführer Achim Schmitz erklärt, dass dem Club 65 000 Euro bis zum Saisonende fehlten. Wie hat sich die Situation seitdem entwickelt? Der TV hat erneut beim Geschäftsführer nachgefragt:

Wie groß ist das Finanzloch derzeit? "Es hat sich natürlich was im Sponsoring getan", betont Achim Schmitz, "Stand heute fehlen uns noch zwischen 35 000 und 40 000 Euro an Sponsoring-Geldern bis Saisonende".

Sind mögliche Einnahmen durch eventuelle Playoff-Heimspiele bereits in diesen Summen miteinberechnet? "Die Playoffs sind aktuell bekanntlich noch nicht sicher, daher haben wir bisher auch noch nicht damit kalkuliert."

Wäre das aktuelle Finanzloch denn durch eventuelle Playoff-Einnahmen zu decken? "Natürlich erwirtschaftet man in den Playoffs einen Ertrag. Die Frage ist nur, wie hoch dieser ist. Das kommt unter anderem darauf an, wohin wir zu den Auswärtsspielen fahren, ob wir einen großen Bus anmieten oder ob eine Übernachtung erforderlich ist. Das ist alles noch unsicher, aber wir werden auf jeden Fall einen Ertrag erwirtschaften, das steht fest."

Wie hoch sind die Belastungen durch diverse Altlasten derzeit? "Wir hatten im Sommer 2015 bei der Gründung der Gladiators Entstehungskosten - also Start-up-Kosten - in Höhe von 140 000 Euro. Am Ende des Geschäftsjahres haben wir in der Bilanz zum 30. Juni 2016 100 000 Euro als Verbindlichkeiten ausgewiesen."

Die ProA hat dem Club die Auflage erteilt, dass die Bilanz am 30. Juni 2017 einen Überschuss in Höhe von 25 000 Euro ausweisen muss. "Auch das ist hinzukriegen, wir arbeiten daran."

Auf Anfrage teilt die Liga dem TV am Mittwoch mit, dass die Lizenzvergabe an die ProA-Vereine im Mai erfolgt. Ob und wenn ja welche Konsequenzen eine Nicht-Erfüllung der Auflage für die Römerstrom Gladiators Trier hätte, verrät die Liga nicht.