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Gladiators holen früheren Bundesligaprofi

Gladiators holen früheren Bundesligaprofi

Es hat sich vor Weihnachten angedeutet, nun ist es offiziell: Die Gladiators Trier haben einen neuen Spieler verpflichtet. Es ist der US-Amerikaner Kwadzo Ahelegbe. Bittere Nachrichten gibt es dagegen für Aufbauspieler Alexander Engel.

Trier. Dieser Name hat es in sich: Kwadzo Ahelegbe. Die Aussprache sollten die Fans der Gladiators Trier dringend lernen, denn Kwadzo Ahelegbe ist der neue Aufbauspieler des Vereins. Die Verpflichtung des US-Amerikaners mit ghanaischen Wurzeln haben die Gladiators Trier am Dienstagmittag bekanntgegeben. Der Verein reagiert damit auf die erneute Verletzung von Aufbauspieler Alexander Engel, der an der Hand operiert werden muss und somit voraussichtlich bis Saisonende ausfallen wird. "Kwadzo hat bei uns einen Vertrag bis Ende Januar unterschrieben", sagt Manager Michael Lang. Gehalt und weitere Kosten trage nicht der Verein, sondern externe Geldgeber. "Es hatte für mich höchste Priorität", betont Lang, "dass unser Etat durch den Transfer nicht berührt wird".
Ahelegbe kennt sich aus in Deutschland. Nach seiner Zeit an der Nothern Iowa University wechselte der heute 27-Jährige zur Saison 2011/2012 nach Deutschland zu Bundesligist BG Göttingen. In seiner ersten Saison fernab der Heimat erzielte er im Schnitt acht Punkte und sammelte zwei Assists bei durchschnittlich 26 Minuten Spielzeit. Aufgrund der finanziellen Probleme der Niedersachsen - die im Mai 2012 in der Insolvenz des Clubs mündeten - musste der zweifache Familienvater den Verein allerdings vor Saisonende verlassen und wechselte nach Ungarn. Danach folgten Stationen in Holland und Österreich. In der Alpenrepublik spielte er in der Saison 2013/2014 für WBC Wels. Danach ging der 1,88 Meter große Point Guard zurück in seine Heimat, um dort seinen Master-Abschluss nachzuholen. Währenddessen hielt sich der Spielmacher beim Collegeteam der Nothern Iowa University fit.
Warten auf Spielgenehmigung


Der Kontakt zu Ahelegbe entstand über dessen Berater Lothar Hermeling. Der frühere Geschäftsführer der TBB Trier berichtet auf TV-Anfrage: "Ich habe Kwadzo von der Situation in Trier erzählt und er war sofort begeistert - er will seine Chance hier nutzen, um sich in Europa wieder zu zeigen." Wie Hermeling betont, habe Ahelegbe finanzielle Abstriche in Kauf genommen, um in Trier spielen zu können. "Kwadzo kann ein Team führen, zudem ist er ein sehr guter Verteidiger, ich bin sicher, dass er den Gladiators helfen kann", sagt Hermeling.
Ahelegbe ist seit dem 2. Weihnachtstag in Trier, hat bereits mehrere Trainingseinheiten mit dem Team absolviert. "Einer wie Kwadzo hat uns bisher gefehlt", sagt Gladiators-Trainer Marco van den Berg. "Er kann das Spiel lesen und wird das Team in den entscheidenden Momenten führen. Die Spiele im Januar werden sehr wichtig für uns, daher ist es gut, dass er dabei ist."
Ob der US-Amerikaner am 2. Januar im Heimspiel gegen Paderborn mitwirken kann, ist offen. Der Verein bemüht sich derzeit um die Spielgenehmigung. Auch über eine mögliche Verlängerungs-Option seines Ein-Monats-Vertrags über Januar hinaus ist bisher nichts bekannt.Extra

Seit dem 27. Dezember trainieren die Gladiatoren wieder. Auf das Team von Trainer Marco van den Berg wartet ein voller Terminkalender, denn im Januar stehen gleich fünf Spiele auf dem Programm. Los geht's mit drei Heimspielen hintereinander: Am Samstag, 2. Januar, gastieren die Paderborn Baskets um 20 Uhr in der Arena. Eine Woche später am Sonntag, 10. Januar, empfängt Trier die Bayer Giants Leverkusen um 17.30 Uhr. Am Samstag, 16. Januar, heißt der Gegner dann um 20 Uhr Niners Chemnitz. Am Samstag, 23. Januar, reisen die Gladiatoren zum Tabellenzweiten Rasta Vechta (20 Uhr), bevor eine Woche später, am 31. Januar, das vierte Heimspiel im Januar auf dem Plan steht. Dann ist Heidelberg zu Gast in der Arena. mfr