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Gladiators Trier bereiten sich aufs Halbfinale vor und stellen Lizenzantrag für die 1. Liga

Gladiators Trier bereiten sich aufs Halbfinale vor und stellen Lizenzantrag für die 1. Liga

Geschafft: Die Gladiators Trier haben den Favoriten Kirchheim Knights im Playoff-Viertelfinale dreimal bezwungen und stehen damit im Halbfinale. Da wartet jetzt ein Team mit vielen Bundesliga-erfahrenen Spielern. Neuigkeiten gibt's außerdem zum Thema BBL-Lizenz.

Um drei Uhr erreicht der Bus der Gladiatoren am frühen Mittwochmorgen die Arena Trier. Ankunft aus Kirchheim. Hundemüde, aber überglücklich stapfen Simon Schmitz, Dwayne Evans, Kevin Smit & Co. auf den Parkplatz vor ihrer Heimspielstätte im Trierer Norden. "Mir tut alles weh", gesteht Simon Schmitz neun Stunden später am Mittwochmittag nach drei intensiven Spielen innerhalb von fünf Tagen, "aber das sind so richtig schöne Schmerzen, die nehme ich gerne in Kauf".

Dominiert und getroffen

Mit 80:65 (43:36) haben die Gladiators Trier am Dienstagabend bei den Kirchheim Knights gewonnen - der dritte Sieg im dritten Playoff-Viertelfinalspiel gegen die Schwaben. 3:0, Trier hat die Serie überzeugend für sich entschieden und trifft nun ab dem 21. April im Halbfinale auf Science City Jena.
Bis auf wenige Minuten vor und nach der Halbzeitpause dominiert Trier den Favoriten aus Kirchheim in Spiel 3. "Wir haben das gut gemacht", resümiert Simon Schmitz, "haben Richie Williams wieder gut verteidigt, ihn oft in schwierige Situationen gebracht. Außerdem haben wir gut von außen getroffen". Die Dreierquote des Teams liegt bei starken 50 Prozent, Schmitz allein versenkt vier von acht Versuchen. Auch Dwayne Evans, Justin Raffington und Sebastian Herrera präsentieren sich vor gut 1000 Zuschauern in der Stadthalle Kirchheim in glänzender Verfassung. "Der Coach hat uns jetzt erst mal zwei Tage freigegeben", berichtet Schmitz, "dann bereiten wir uns auf Jena vor".

Gegen die Thüringer haben die Gladiators in der Hauptrunde zwei Niederlagen einstecken müssen (70:72 zu Hause, 55:67 auswärts). Das Team von Trainer Björn Harmsen möchte unbedingt aufsteigen und hat mit Immanuel McElroy (Berlin, Köln, Braunschweig) und Wayne Bernard (Gießen, Mitteldeutscher BC) mehrere Bundesliga-erfahrene Spieler in ihren Reihen.

Gladiators stellen Lizenzantrag für BBL fristgerecht

"Jena ist ein ganz anderes Kaliber als Kirchheim. Sie bauen extrem viel Druck übers gesamte Feld auf, außerdem spielen sie sehr gut als Team zusammen", weiß Schmitz. "Aber wir sind auch gut drauf, eine solche Serie gegen Kirchheim hätten uns sicherlich nicht viele zugetraut - jetzt wollen wir unser Ziel, ins Finale zu kommen, erreichen".
Sollte das tatsächlich gelingen, hätte Trier den Aufstieg sportlich geschafft, da beide Finalisten in die 1. Bundesliga (BBL) aufsteigen. Bleibt die Frage, ob der Club den Aufstieg tatsächlich wahrnehmen würde.
Auf TV-Anfrage teilt Gladiators-Manager Michael Lang am Mittwoch mit, der Verein habe die Lizenz für die BBL fristgerecht am Mittwoch beantragt - die Lizenz für die ProA bereits in der vergangenen Woche. Viel mehr zum Thema sagt Lang nicht. Nur so viel: "Wir warten nun erstmal die Duelle mit Jena ab, Schritt für Schritt, dann schauen wir weiter."

Statistik Spiel 3, Kirchheim Knights - Gladiators Trier 65:80 (36:43)
Punkte Trier: Evans 20, Schmitz 12, Ahelegbe 9, Hennen 0, Dietz 0, Weber 0, Dahlem 0, Raffington 14, Eggleston 5, Herrera 8, Spearman 6

Die Ansetzungen im Playoff-Halbfinale
1) Vechta - Gotha/Hamburg

2) Jena - TrierExtra

Im Playoff-Halbfinale treffen die Gladiators Trier auf den Hauptrunden-Tabellenzweiten Science City Jena. Die Moselstädter treten am 21. April zunächst in Jena an, bevor am Samstag, 23. April, um 20 Uhr das erste Heimspiel in der Arena Trier ansteht. Für Montag, 25. April, ist dann Spiel drei in Jena terminiert. Weitere mögliche Termine sind der 28. April (Heimspiel, 20 Uhr) und 30. April (auswärts). Wie schon im Playoff-Viertelfinale wird auch das Halbfinale im Best-of-Five-Modus ausgespielt. Das heißt: Das Team, das zuerst drei Spiele gewonnen hat, steht im Finale. Besonderheit dabei: Beide Finalisten steigen in die 1. Bundesliga auf. Setzt sich Trier also gegen Jena im Halbfinale durch, haben sie den Aufstieg sportlich gepackt. Im Finale wird dann in Hin- und Rückspiel der Meister ausgespielt. Der freie Verkauf für das erste Halbfinal-Heimspiel am 23. April startet am Samstag, 16. April. Tickets gibt's dann unter www.volksfreund/tickets , im TV-Service-Center Trier (Neustraße 91), unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie in der Geschäftsstelle der Gladiators. Dauerkartenbesitzer haben ein Vorkaufsrecht. Bis Freitag, 15. April, können sie ihre Tickets in der Geschäftsstelle abholen. mfr