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Gladiators unter Strom

Gladiators unter Strom

Neuer Name, neues Logo, neue Trikots: Triers Zweitliga-Basketballer heißen ab sofort Römerstrom Gladiators Trier, die Stadtwerke übernehmen die Namensrechte. Über die Laufzeit des Vertrags, den Etat für die neue Saison und einen Trikot-Ausstatter mit interessanter Vorgeschichte haben Club und SWT am Dienstag informiert.

Trier. Den Ball hält Simon Schmitz nach der Pressekonferenz am Dienstagmittag fest in der Hand. Es wirkt so, als wolle er gleich mal ein paar Würfe nehmen. Dabei steht er mitten im großen Sitzungssaal der Trie rer Stadtwerke in der Ostallee. Der Aufbauspieler der Gladiators ist gut drauf. Das liegt zum einen daran, dass der 26-Jährige vor gut drei Wochen in seiner pfälzischen Heimat Bad Bergzabern geheiratet hat. Zum anderen geht der Trierer Kapitän im Gegensatz zum letzten Jahr - in dem er aufgrund einer Schambeinentzündung die gesamte Saisonvorbereitung verpasste - topfit in die neue Spielzeit. Er fühle sich, so betont er im Gespräch mit dem TV, "richtig gut, ich bin schon länger im Training, habe keine Beschwerden und freue mich auf den Vorbereitungsstart am 8. August".
Seit Dienstag hat der frühere Bayreuther zudem einen weiteren Grund zur Freude: Sein Club hat mit den Stadtwerken Trier (SWT) ab sofort einen neuen Namenssponsor. Wie Club und SWT am Dienstag auf einer Pressekonferenz offiziell verkündet haben, werden die Stadtwerke für insgesamt drei Jahre offizieller Namensrecht-Partner - somit trägt der Club ab sofort den Namen Römerstrom Gladiators Trier.
Über die finanziellen Konditionen schweigen die Verantwortlichen am Dienstag, allerdings, so betont Gladiators Manager Michael Lang, werde durch das Namenssponsoring künftig mehr Geld fließen als in der Vorsaison, als SWT auch schon als Trikotsponsor der Basketballer tätig war. "Der Etat wird sich von 1,1 auf 1,2 Millionen Euro in der neuen Spielzeit erhöhen", so Lang. Große Rücklagen, um mit Nachverpflichtungen auf Verletzungen zu reagieren, habe der Verein allerdings nicht, wie der Manager gesteht. "Unsere Kaderplanungen sind abgeschlossen, wir hoffen, dass unsere Spieler verletzungsfrei bleiben."
Wie SWT-Vorstandssprecher Olaf Hornfeck erklärt, habe sein Unternehmen ein Namensponsoring genau geprüft und habe sich dann dazu entschlossen. "Wir haben die Werbewirksamkeit des Vereins analysiert und sind uns sicher, in den Gladiators in den nächsten Jahren einen verlässlichen Partner zu haben."
SWT lege großen Wert darauf, so Hornfeck, mit seinem Sponsoring nicht nur die Profiabteilung zu unterstützen, sondern auch den Nachwuchsbereich. "Der Club ist darauf angewiesen, auf den Nachwuchs zu setzen, daher werden wir vertraglich verankern, dass ein Teil der Werbeleistung in die Jugendarbeit fließt." Wie der SWT-Vorstandssprecher weiter erklärt, gebe es keine Vorgabe für den Club, in den kommenden drei Jahren in die 1. Bundesliga zurückzukehren.
"Wir hoffen mit so einem großen Sponsor wie SWT nun noch weitere Sponsoren von uns überzeugen zu können - denn die Trikotbrust ist ja noch frei", sagt Manager Michael Lang. Die neuen Heimtrikots tragen weiter die Farbe Grün, in fremden Hallen treten die Gladiatoren in Schwarz an. Ausrüster ist Errea, der auch die isländische Fußball-Nationalmannschaft ausstattet.