| 14:39 Uhr

Basketball
Gladiators Trier: Der Nächste, bitte?

Gelingt den Gladiators Trier der siebte Saison-Heimsieg? Wie schon gegen Crailsheim, als über 3000 Zuschauer in der Arena dabei waren, wird es auch gegen Vechta am Sonntag sicher wieder voll.
Gelingt den Gladiators Trier der siebte Saison-Heimsieg? Wie schon gegen Crailsheim, als über 3000 Zuschauer in der Arena dabei waren, wird es auch gegen Vechta am Sonntag sicher wieder voll. FOTO: HANS KRAEMER
Trier. Kevin Smit steht gerade in der Küche, als ihn der TV am Freitagmittag telefonisch erreicht. Während der Aufbauspieler der Römerstrom Gladiators Trier die Burritos vor ihm in der Pfanne wendet, sagt er: „Ich kann den Fans auf jeden Fall versprechen, dass wir uns gegen Vechta ganz anders präsentieren werden als in Ulm in der vergangenen Woche – wieso sollte es dann nicht klappen mit dem nächsten Heimsieg?“ Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Gut zwei Wochen ist es her, da schickte Trier den damaligen Spitzenreiter Crailsheim Merlins nach überzeugender Leistung mit 76:70 nach Hause, stieß das Team von Platz eins und fügte den Herren aus Baden-Württemberg darüber hinaus nach zwölf Siegen in Serie wieder eine Niederlage zu.

Am Sonntag (18.30 Uhr/Arena Trier) tritt nun der nächste Tabellenführer an der Mosel an: Rasta Vechta mit dem früheren Bundesligacoach Doug Spradly. Auch die Niedersachsen haben eine beeindruckende Siegesserie im Gepäck. Seit November hat der Bundesliga-Absteiger kein Spiel mehr verloren, acht Partien hintereinander gewonnen, dabei alles weggefiedelt, was Rang und Namen hat: Hamburg, Hanau, Heidelberg, Köln, um nur mal ein paar Gegner zu nennen.

„Vechta“, sagt Gladiator Stefan Ilzhöfer, „ist gemeinsam mit Crailsheim das Team mit der tiefsten Bank der Liga. Sie verfügen über richtig viel Erfahrung, spielen einen sehr schönen Basketball“. Um dieses Spiel zu gewinnen, so der 22-Jährige, komme es daher nicht darauf an, ein Offensiv-Feuerwerk abzubrennen. „Wir müssen sie mit einer aggressiven und giftigen Defense aus dem Rhythmus bringen.“

Hohe Intensität in der Verteidigung – genau das ließen die Gladiatoren in der vergangenen Woche bei der Pleite beim Drittletzten Ulm (85:99) komplett vermissen.

„Nach den vier Siegen zuvor war das ein Schritt zurück“, gibt Ilzhöfer zu, „aber das war ein Ausrutscher, gegen Vechta werden wir an unsere Leistung aus dem Heimsieg gegen Crailsheim anknüpfen – das kann ich den Fans versprechen“. Die Intensität im Training unter der Woche sei spürbar erhöht worden, berichtet der frühere Frankfurter Bundesligaspieler. „Das war ein klarer Weckruf der Trainer uns.“

Coach Marco van den Berg, der nach der Ulm-Pleite im TV noch mächtig losgepoltert hatte („Wir sind dort wie Schönwetter-Basketballer aufgetreten“), klingt am Freitag schon deutlich zuversichtlicher. „Sie haben gut trainiert, ich glaube an die Integrität der Jungs – außerdem treten wir zu Hause immer ganz anders auf. In der Arena haben wir die Fans nur selten enttäuscht.“

Derweil spielt Rasta Vechta eine starke Saison. Lediglich eine Saisonniederlage (in Crailsheim) kassierte das Team aus der 30 000-Einwohnerstadt bisher.

Einer der stärksten Spieler ist Chris Carter. Der 25-jährige US-Amerikaner stand in der vergangenen Saison noch bei den Niners Chemnitz unter Vertrag und brachte es mit den Sachsen im Playoff-Viertelfinale gegen Trier in fünf Spielen auf 45 Punkte. „Sie haben aufgrund der vielen erfahrenen Spieler jede Menge Ruhe im Spiel“, weiß Triers Trainer. „Vechta ist ein Team, das man als Kollektiv schlagen muss.“

Das Hinspiel im September verloren die Gladiatoren übrigens nach starker Vorstellung knapp (80:83). Für Stefan Ilzhöfer ist klar: „Wir hatten sie damals schon am Rande der Niederlage. Jetzt, mit unseren Fans im Rücken, werden wir alles versuchen, um sie diesmal zu schlagen.“ Und somit mal wieder eine Serie zu beenden.