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Basketball: Ehemalige Spieler der Gladiators Trier steigen auf

Basketball : Zwei Ex-Trierer und ein großer Erfolg

Was die früheren Spieler der Römerstrom Gladiators Trier Kilian Dietz und Johannes Joos mit ihrem neuen Club in NRW zu feiern haben.

So richtig vorstellen, sagt Kilian Dietz am Montagmorgen, könne er sich das noch überhaupt nicht: „Ich habe keine Ahnung, ob ich mich dann eher freuen oder mir doch vor Angst in die Hose machen werde“, gesteht der 30-Jährige. Eine halbe Ewigkeit – seit 2008 – spielte der Mann aus Bernkastel-Kues für die Gladiators Trier und Vorgängerclub TBB. Zunächst in der Jugend, dann bei den Profis. Im vergangenen Sommer der Abschied: Dietz wechselte zu den Sparkassenstars Bochum in die dritte Liga (ProB). Seit Sonntag steht fest: Der 2,02-Meter-Mann trifft mit dem Ruhrpottclub im kommenden Jahr erstmals als Gegner auf seinen Ex-Club. Denn nach einem 97:86-Erfolg im Playoff-Halbfinalrückspiel gegen Münster stehen die Bochumer als ProA-Aufsteiger fest. „Dann also in Blau statt in Grün in die Arena“, sagt Dietz lachend.

Wann es zu dieser Begegnung kommt, verrät der Spielplan der Gladiators Trier für die Saison 2021/22.

Mehrere frühere Trierer Teamkollegen, so erzählt der Center, hätten sich nach dem Aufstieg bereits gemeldet. „Mit Rupert und Vincent Hennen habe ich gleich am Sonntagabend noch telefoniert.“ Und Dietz ist nicht er einzige Bochumer, der momentan Glückwünsche aus Trier entgegennimmt. Auch Johannes Joos – von 2016 bis 2019 in Trier aktiv – läuft für das Team des spanischen Trainers Felix Banobre auf. Zusammen bildeten beide Ex-Trierer wichtige Pfeiler im Bochumer Aufstiegsteam. Während Dietz in 25 Spielen durchschnittlich 20 Minuten auf dem Feld stand und auf knapp sechs Punkte und 4,5 Rebounds kam, lag Joos bei 29 Minuten, 19 Punkten und knapp acht Rebounds.

Dabei sah es für das ambitionierte und mit zahlreichen ehemaligen Erst- und Zweitliga-Profis gespickte Team zu Beginn der Playoffs nicht gut aus. Drei Spieler hatten sich Ende März mit dem Coronavirus angesteckt – einer davon: Kilian Dietz. Ihn erwischte es heftig. „Ich hatte mir die britische Mutation eingefangen, musste 21 Tage in Quarantäne.“ Noch heute, so erzählt der 30-Jährige, sei er nach zwei Sprints auf dem Feld richtig platt. „Umso großartiger fühlt es sich nun an, dass wir den Aufstieg dennoch gepackt haben“,betont Dietz. Zwar sei die Feier am Sonntagabend gediegen und corona-konform ohne Fans abgelaufen – „ansonsten hätten wir die Halle abgerissen“ – aber seit Montagvormittag hänge am Bochumer Rathaus ein großes Banner, auf dem die Stadt dem Team zum Aufstieg gratuliere, was ihn sehr freue. Und wer weiß, vielleicht steht in ein paar Wochen – sollte Corona es erlauben – doch noch eine richtig dicke Party in der 360 000-Einwohner-Stadt an. Denn: „Wir hoffen, dass die Fußballer des VfL den Aufstieg in die Bundesliga packen – das wäre ein riesen Ding für die Stadt.“

Und was ist mit seiner Stadt, Bernkastel-Kues, wie sehr vermisst er die Mosel dort oben im Ruhrgebiet? „Bernkastel-Wehlen, bitte“, ergänzt Dietz und beginnt zu lachen, „so viel Zeit muss sein“. Seit dem 10. Februar sei er nicht mehr zu Hause gewesen. Freunde, Familie und die ehemaligen Basketballkollegen fehlten ihm schon sehr. Kleiner Trost: Einmal in der kommenden Saison wird er garantiert in der Heimat zu Gast sein.