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Basketball: Gladiators Trier feiern Sieg in Hamburg – Bucknor als Matchwinner

Basketball : Basketball: Gladiators Trier feiern Sieg in Hamburg – Bucknor als Matchwinner

Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein Auswärtsspiel bei den Hamburg Towers am Sonntagnachmittag in allerletzter Sekunde gewonnen.

Natürlich ist es Jermaine Bucknor: Wer sonst sollte das Ding für die Römerstrom Gladiators Trier in der Inselparkhalle bei den Hamburg Towers an diesem Sonntag eintüten? Noch knapp 17 Sekunden stehen auf der Uhr. Der Spielstand: 70:70. Die Gladiators haben den Ball. Spielen sie es klug, können sie das Spiel mit dem letzten Angriff entscheiden. Der Ball kommt zu Kevin Smit, der 26-Jährige zieht zum Korb, legt ihn daneben. Jermaine Bucknor angelt sich den Rebound, geht hoch, und ... legt ihn daneben. Entsetzen bei den zahlreich mitgereisten Trierer Fans. Doch „Buck“ gibt nicht auf, angelt sich den Rebound erneut, packt zu, und ... presst den Ball in den Hamburger Korb – 72:70. Wahnsinn! 0,5 Sekunden bleiben. Hamburg versucht es nach einer Auszeit nochmal, doch der letzte Wurf landet im Nirvana. Schluss, aus, vorbei: Die Gladiators gewinnen beim Favoriten von der Elbe mit 72:70 (35:34) und schaffen es zum ersten Mal in dieser Spielzeit, zwei Siege hintereinander einzufahren. Auf dem Spielfeld gibt’s nach der Schlusssirene kein Halten mehr.

Jermaine Bucknor ist der Mann des Abends. Der 34-Jährige bestätigt seine ansteigende Form der vergangenen Wochen, übernimmt von Beginn an Verantwortung und verleiht dem Team immer wieder Ruhe. Seine beeindruckende Bilanz: 22 Punkte, 13 Rebounds und ein Assist.

Angeführt vom Kanadier kommen die Gäste von der Mosel – bei denen Neuzugang Robert Nortmann gute Ansätze zeigt – stark in die Partie, führen durch einen 12:0-Lauf nach knapp fünf Minuten bereits klar (15:8). Der Ball läuft phasenweise richtig gut.

Hamburg, bei denen einzig Justin Raffington aus der Fraktion der früheren Trierer Tony Canty und Stefan Schmidt eine ansehnliche Leistung aufs Parkett legt, wirkt beeindruckt vom schwungvollen Auftritt der Gladiatoren. Wenn sich das Team von Marco van den Berg etwas vorwerfen lassen muss, sind es Fahrlässigkeiten in der Offensive, wo mehrfach einfache Korbleger danebengelegt werden.

Bis zur Pause entwickelt sich ein Spiel auf durchschnittlichem Niveau, in dem sich Trier offensiv weitere Fehler erlaubt. Zwei Beispiele: Johannes Joos passt den Ball quer über die Zone – Ballverlust. Anton Shoutvin verstolpert den Ball in aussichtsreicher Position unter dem Korb. Das Resultat der Unkonzentriertheiten: Hamburg kommt heran und dreht die Partie. Dass Trier dennoch mit einer Führung in die Pause geht (35:34), liegt zum einen an der guten Zonen-Verteidigung, gegen die die Hamburger keine Mittel finden. Zum anderen an der Steigerung in den Minuten vor der Pause.

In Halbzeit zwei sehen die 3000 Zuschauer ein wildes Spiel mit zahlreichen Fouls und wenig Spielfluss. Trier ist das bessere Team, schafft es aber nicht, sich gegen die offensiv oft kopflos agierenden Hamburger weiter abzusetzen. So geht’s mit einem knappen Vorsprung in die letzten zehn Minuten (58:54), an dessen Ende dann das eingangs beschriebene Herzschlagfinale steht. Die Gladiators sind somit das erste Team, das in dieser Saison in Hamburg gewinnt.

Am kommenden Freitag (22 Dezember, 20 Uhr) haben die Gladiatoren im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Baunach die Gelegenheit, den dritten Sieg in Folge zu feiern.

Punkte Trier: Dranginis 13, Smit 0, Bucknor 22, Hennen 0, Schmikale 3, Schmitz 13, Grün 2, Ilzhöfer 0, Buntic 0, Joos 8, Nortmann 3, Shoutvin 3.