Basketball: Gladiators Trier schlagen auch Hagen

Sport : Basketball: Gladiators Trier schlagen auch Hagen

. So kann es weitergehen: Im sechsten Saisonspiel in der Pro A gelang den Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend nach dramatischer Schlussphase mit dem 76:73 über Phoenix Hagen der fünfte Sieg – und das ohne gleich drei wichtige Akteure: Neben den beiden Langzeitverletzten Johannes Joos und Kyle Dranginis musste auch Till Gloger wegen eines ausgerenkten Rückenwirbels passen.

Von Anfang an hatte das Team von Headcoach Christian Held die Kontrolle über das Spiel, wusste mit viel Homogenität und sicheren Abschlüssen zu überzeugen. Erstmals lagen die Gladiators in der siebten Minute mit zehn Körben vorne (17:7) und gingen mit einem 24:17 in die erste Viertelpause. Den Schwung nahmen die Gastgeber, denen es immer wieder gelang, mit Alex Herrera eine zentrale Figur bei Hagen aus dem Spiel zu nehmen, mit ins zweite Viertel. Als die Westfalen bis auf fünf Punkte herangekommen waren, setzte Kevin Smit 57 Sekunden vor der Halbzeitsirene zum Dreier an – und erzielte besonders wichtige Körbe.

Bei einem 45:36 ging die große Mehrzahl der 2689 Zuschauer in die Arena gut gelaunt und voller Vorfreude auf die zweite Hälfte in die Pause.

Und das Trierer Stimmungshoch sollte anhalten: Auch im dritten Viertel kamen die Gladiators mit dem als temporeich geltenden Spiel der Hagener gut zurecht, agierten ihrerseits druckvoll. Nachdem Jermaine Bucknor drei Freiwürfe in Serie verwandelt hatte, betrug der Vorsprung drei Minuten und 45 Sekunden vor der dritten Viertelpause gar 16 Punkte (58:42).

Doch die von rund 50 Anhängern lautstark unterstützten Hagener holten auf. Der erfolgreiche Versuch von Joel-Sadu Aminu – erst der zweite verwandelte Dreier der Gäste bis dahin – ließ das Team von Headcoach Kevin Magdowski zehn Minuten vor Schluss bis auf neun Punkte herankommen (60:51).

Hagen kam jetzt zwei mal bis auf sechs Punkte heran, hatte nun auch die Zielgenauigkeit bei den Dreiern plötzlich gefunden. Bis auf fünf Punkte war der Gladiators-Vorsprung vier Minuten und 53 Sekunden vor Schluss zusammengeschmolzen, Thomas Grün sorgte wieder für Entspannung (69:62). Hagen fightete. Eine Minute und 43 Sekunden vor dem Ende hieß es 69:66! Und es wurde noch enger: Eine Minute vor Schluss lag Phoenix nach zwei erfolgreichen Freiwürfen mit 68:69 hinten. Das gelang auch Kelvin Lewis – 71:68. Es wurde immer dramatischer: Herrera sorgte 37 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier für den Gleichstand. 17 Sekunden vor dem Ende antwortete Bucknor ebenfalls mit einem Dreier – 74:71! Lewis verwandelte nach einem Offensivfoul an ihm zwei Freiwürfe: 76:71. Hagen kam noch einmal auf 76:73 ran. Christian Held nahm 1,5 Sekunden vor Schluss ein Timeout. In der verbleibenden Mini-Spielzeit passierte aber nichts mehr – Sieg für die Gladiators in einem lange Zeit überlegen geführten Spiel, das in einem Herzschlagfinale mündete.

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