Basketball: Gladiators Trier spielt gegen Chemnitz (Live)

Basketball : Basketball: Gladiators feiern Heimsieg vor Rekordkulisse

Die Römerstrom Gladiators Trier haben ihr Heimspiel am Samstagabend gegen die Niners Chemnitz mit 81:74 (39:35) gewonnen. Vor der Rekordkulisse von 4167 Zuschauern in der Arena Trier feiern die Gladiatoren somit den neunten Heimsieg in Serie.

Ein paar Minuten sind seit dem Spielende vergangen am Samstagabend. Die Römerstrom Gladiators Trier haben soeben den neunten Heimsieg in Serie eingefahren, die Gäste aus Chemnitz verdient mit 81:74 (39:35) besiegt, als Triers Trainer Marco van den Berg diese Sätze spricht: „Über 4000 Zuschauer bei einem Spiel der Gladiators - das war heute ein ganz spezieller Moment“, führt der Niederländer sichtlich beeindruckt aus. „Als wir hier vor drei Jahren begonnen haben, wollten wir Trier seine stolze Basketball-Tradition zurückgeben. Man sieht: Da ist neue Hoffnung in Trier.“

Exakt 4167 Zuschauer sind am Samstagabend in die Arena gekommen – Trierer Rekordkulisse in der ProA. Sogar Stehplätze wurden vom Verein in den Verkauf gegeben. Es herrscht von Beginn an Playoff-Stimmung und so startet Trier auch in die Partie.

Die Gladiators sind in den Anfangsminuten das spielbestimmende Team, dominieren die Bretter und führen nach einem erfolgreich abgeschlossenen Korbleger von Stefan Ilzhöfer früh mit elf Punkten. Die Gladiatoren verteidigen mit hoher Intensität und schaffen es in den ersten zehn Minuten, die Chemnitzer Leistungsträger Joe Lawson und Malte Ziegenhagen im Griff zu behalten. Zu erwähnen sind hierbei besonders Stefan Ilzhöfer und Thomas Grün. Beide verteidigen den Schützen Ziegenhagen gut. Nach zehn Minuten führt das Team von Marco van den Berg und Christian Held deutlich (22:13).

Das zweite Viertel geht dann an die Gäste aus Sachsen. Vorne gelingt es dem Team von Trainer Rodrigo Pastore zunehmend, Malte Ziegenhagen in Position zu bringen (10 Punkte bis zur Pause) und auch Joe Lawson erhält immer mehr Spielanteile (14). Trier hingegen verteidigt nun nicht mehr mit der Intensität aus der Anfangsphase und lässt offensiv immer wieder die Entschlossenheit vermissen. Viele Angriffe enden im Nichts (Schrittfehler, Pässe zum Gegner). Allein im zweiten Viertel leisten sich die Herren in Grün sieben Ballverluste.

So entwickelt sich bis zur Halbzeit eine ausgeglichene, temporeiche Partie.

Der Start in Halbzeit zwei gehört dann wieder eindeutig den Gladiators. Trier kommt mit viel Schwung aus der Kabine, verteidigt aggressiv - drei Ballgewinne in den ersten Minuten nach der Pause durch Thomas Grün und Simon Schmit - und macht es vorne besser als im zweiten Viertel. So verwandelt Kapitän Schmitz zwei Dreier hintereinander. Nach einem weiteren Dreier des starken Anton Shoutvin und erfolgreichen Aktionen von Kyle Dranginis, Robert Nortmann und nochmals Shoutvin (58:41) reicht’s Chemnitz‘ Trainer Pastore. Er nimmt die nächste Auszeit.

Gladiators-Kultmasseur Aggy Mock nutzt die Minuten und animiert die über 4000 Fans in der Arena zur ersten Laola des Abends – es riecht schon jetzt nach Playoffs. Das Viertel geht klar an Trier, mit einem Elf-Punkte-Vorsprung geht’s in die letzten zehn Minuten (60:49).

Hier kommt Chemnitz plötzlich ran (62:58). Die Sachsen haben von der Dreierlinie zu viel Platz und nutzen diesen. Vorne spielt Trier ungenau, leistet sich erneut mehrere Ballverluste (16 sind es insgesamt), trifft schlecht und legt auch einfache Bälle daneben. Das Team wirkt nervös. Es entwickelt sich eine packende Schlussphase. Doch Trier fängt sich, zieht immer wieder Fouls gegen Chemnitz‘ stärksten Joe Lawson und sorgt dafür, dass er gut vier Minuten vor Schluss sein viertes Foul kassiert (Center-Kollege Michael Fleischmann sitzt zu diesem Zeitpunkt bereits mit fünf Fouls auf der Bank). Nach einem Offensiv-Rebound und anschließenden zwei Punkten von Triers stärkstem Spieler Anton Shoutvin (70:60) hat das Heimteam die Partie wieder im Griff. Zwei Dreier von Kevin Smit und Jermaine Bucknor machen den Deckel drauf (76:65) - Chemnitz ist geschlagen.

Trier feiert somit verdient den neunten Heimsieg in Serie und steht als Tabellenfünfter nun mit einem Bein in den Playoffs. Am kommenden Samstag in Hanau kann die Playoff-Quali endgültig klargemacht werden.

Marco van den Berg betont nach dem Spiel: „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Morgen werden wir uns erholen und ab Montag bereiten wir uns auf Hanau vor.“

Statistik

Punkte Trier: Alston 7, Dranginis 4, Smit 9, Bucknor 15, Hennen 2, Schmikale 0, Schmitz 10, Grün 4, Ilzhöfer 2, Buntic 0, Nortmann 8, Shoutvin 20 – Beste Werfer Chemnitz: Ziegenhagen 19, Lawson 24 –Viertelstände: 22:13/39:35/60:49/81:74 –ZS: 4167

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