Basketball: Basketball: Gladiators Trier unterliegen in Chemnitz - Dietz gibt Comeback

Basketball : Basketball: Gladiators Trier unterliegen in Chemnitz - Dietz gibt Comeback

Ohne Kapitän Simon Schmitz, der aufgrund von Rückenproblemen fehlte, hat Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier sein Auswärtsspiel bei den Chemnitz Niners am Samstagabend mit 65:77 (38:39) verloren. Nach gutem Beginn präsentierte sich das Team von Trainer Marco van den Berg vor allen Dingen im dritten Viertel ganz schwach.



Gut drei Minuten sind am Samstagabend in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle gespielt, als es soweit ist: Kilian Dietz betritt zum ersten Mal nach gut sechs Monaten wieder das Spielfeld für die Römerstrom Gladiators Trier. Langwierige Knieprobleme hatten ihn in den vergangenen Monaten geplagt, jetzt kommt es ausgerechnet gegen die Chemnitz Niners zum Comeback.

Denn es waren die Sachsen, gegen die Dietz Mitte April im fünften Playoff-Viertelfinal-Duell der vergangenen Saison sein letztes Pflichtspiel für Trier absolviert hatte.

Dass Dietz erstes Saisonspiel am Samstagabend kein erfolgreiches werden wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand.

Triers Trainer bringt seinen Center aus Bernkastel-Kues, nachdem Justin Alston bereits früh mit Foulproblemen zu kämpfen hat. Schon vor Ende des ersten Viertels kassiert der US-Amerikaner sein drittes Foul.

Auch Dietz legt direkt mächtig los, kassiert innerhalb einer Minute nach seiner Einwechslung ebenfalls zwei Fouls - bitter für Trier: Erst muss das Team den Ausfall von Kapitän Simon Schmitz verkraften, der wegen Rückenproblemen passen muss, und dann sind mit Alston und Dietz beide Center frühzeitig auch nur noch dosiert einsetzbar.

Trier startet dennoch gut in die Partie. Kyle Dranginis bringt sein Team mit starken Aktionen früh in Führung (7:1). Chemnitz, bei denen mit Ziegenhagen, Fleischmann und Lawson drei Spieler in der ersten Fünf stehen, die auch im Playoff-Viertelfinale der vergangenen Saison zu den Schlüsselspielern der Sachsen zählten, braucht einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Dann aber sind es Fleischmann und Lawson, die die Partie binnen weniger Minuten drehen.

Die Gladiatoren legen in der Folge zu viele einfache Würfe aus der Mittel- und Nahdistanz daneben, haben zudem zeitweise eine unterirdische Freiwurfquote (52 Prozent sind es am Ende). Nach einem Dreier von Chemnitz' Michael Fleischmann knapp fünf Minuten vor der Halbzeit (24:34) riecht es schon nach Vorentscheidung.

Aber das Team von Trainer Marco van den Berg, das sich bereits am Freitag in mehreren Kleinbussen auf die knapp 600 Kilometer weite Reise nach Sachsen gemacht hat, bleibt im Spiel. Durch einen 8:0-Lauf schaffen es die Gladiatoren in den Minuten vor der Pause, die Partie weiter offenzuhalten. Die Basis dafür: eine deutlich verbesserte Defense der ganz in schwarz gekleideten Trierer.

Großen Anteil am Comeback vor der Halbzeit haben der starke Johannes Joos, der unter den Körben ackert und wichtige Rebounds erkämpft sowie Jermaine Bucknor, Lucien Schmikale und Thomas Grün, die alle drei für Akzente in der Offensive sorgen. Mit einem knappen Rückstand geht's in die Pause (38:39).

Doch danach wird's finster aus Trierer Sicht. Es läuft gar nichts mehr zusammen. Jetzt macht sich das Fehlen des erfahrenen Simon Schmitz besonders bemerkbar. Seine Ruhe und seine Organisation sind das, was seine Teamkollegen nun dringend bräuchten.

Sechs Minuten lang erzielen die Jungs von Trainer Marco van den Berg keinen Punkt mehr, kassieren einen 0:14-Lauf und produzieren Ballverluste. Doch besonders eklatant ist die Trefferquote. Zwar kann sich die Dreierquote mit 45 Prozent noch sehen lassen, aus der Nahdistanz und von der Freiwurflinie präsentieren sich die Trierer allerdings sehr schwach. Hinzu kommen die vierten Fouls für Justin Alston und Kilian Dietz.

Auch eine Auszeit des Trierer Coaches bringt keine Wende - nach einem Dreier von Malte Ziegenhagen zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels ist die Partie gegessen (40:57).

Im letzten Viertel gelingt Trier kein erneutes Comeback. Immerhin gibt sich das Team angeführt von Johannes Joos und Jermaine Bucknor nicht auf und hält den Rückstand im Rahmen.

Bereits am kommenden Dienstag (31. Oktober) steht das nächste Heimspiel an. Dann gastieren die Hanau White Wings um 20 Uhr in der Arena Trier.

Statistik

Alston (4 Punkte/3 Rebounds), Dranginis (11/2), Smit (2/2), Bucknor (14/2), Hennen (0/1/5 Assists), Schmikale (6/1), Dietz (0/0), Grün (11/4), Ilzhöfer (5/3), Joos (12/13)

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