Basketball: Gladiators Trier verlieren zum Auftakt gegen Karlsruhe

Basketball : Gladiators verlieren gegen Karlsruhe: Starke Schlussphase reicht nicht

Fehlstart für die Gladiators: Beim 76:78 gegen Karlsruhe gleichen die Trierer Basketballer acht Sekunden vor Schluss nach langem Rückstand erstmals aus - aber am Ende liegt es vor allem an einer Sache, dass die Heimpremiere erfolglos zu Ende ging.

Im Fußball sorgt der Videobeweis immer noch zuverlässig für Diskussionen – da ist viel Auslegungssache im Spiel. In der Basketball-Bundesliga ging die Einführung des Videobeweises 2014 wesentlich geräuschloser vonstatten. Die Schiedsrichter können sich  kritische Szenen gleich am Spielfeldrand ansehen. In der zweiten Basketball-Bundesliga (noch) nicht – und viele Gladiators-Fans werden nach dem 76:78 (33:41) zum Auftakt gegen die PS Karlsruhe Lions sagen: leider. Wie Standbilder zeigen und wie auch viele Arena-Zuschauer zumindest vermuteten, fiel Justin Gordons Korbleger in allerletzter Sekunde tatsächlich zu spät. Der technische Kommissar hatte aber keine Einwände – die Gäste durften jubeln, die Verlängerung fiel flach.

Gladiators-Cheftrainer Christian Held sprach in der Pressekonferenz diese wesentliche Szene an („Ich denke, der Wurf kam zu spät“) – aber eher am Rande. Denn sein Team hätte in dieser Situation gar nicht erst den Offensivrebound zulassen dürfen, der den Gästen die letzte Chance bescherte. Bitter, weil Held mit dem Reboundverhalten seiner Mannschaft insgesamt zufrieden war. 

Es wäre auch zu einfach, die Niederlage an einer Schiedsrichter-Entscheidung festzumachen. Die Römerstrom Gladiators hatten im gesamten Spiel kein einziges Mal vorn gelegen. Das 76:76 durch Jordan Geist acht Sekunden vor Schluss war der erste und einzige Ausgleich. „Wir waren anfangs nervös“, kommentiert Christian Held. Die nötige Intensität habe gefehlt, das wurde erst im Laufe des Spiels deutlich besser. Früh lagen die Gladiators mit 0:7 hinten, zum Ende des ersten Viertels mit 15:25. Und das neu formierte Karlsruher Team, das verletzungsbedingt auf Center Maurice Pluskota verzichten musste (bei den Gladiators fehlten Kilian Dietz und Stefan Ilzhöfer), erhöhte zwischenzeitlich auf 31:15. In dieser Phase lief bei den Gladiators wenig zusammen, auffälligster Spieler war Neuzugang Geist, der auch am Ende mit 23 Punkten Topscorer war. „Die Karlsruher haben in den ersten drei Vierteln einen richtig guten Job gemacht“, lobte Held den Gegner, der wie sein Team in der letzten Saison im Playoff-Viertelfinale gescheitert war. Der Auswärtssieg sei verdient. „Ich bin aber stolz darauf, wie sich mein Team zurückgekämpf hat.“ Die Trierer lagen vor dem Schlussviertel mit zwölf Punkten hinten (50:62). Danach wurde es auf Gladiators-Seite deutlich besser – auch mit der Unterstützung der gut 2000 Zuschauer in der Arena. Dass es am Ende nicht reichte, lag an der schwachen Wurfquote: Nur drei Dreier saßen – und das bei immerhin 23 Versuchen (13 Prozent). Noch stärker in Erinnerung geblieben sind Held aber zu leicht vergebene Korbleger. 

Für die Gladiators geht es am Samstag weiter bei den Kirchheim Knights (19 Uhr), die am Samstag als einziges Auswärtsteam ohne Sieg blieben (76:82-Niederlage in Schwenningen). 

Gladiators: Geist 23, Gloger 15, Schmitz 12, Bucknor 11, Hennen 6, Grün 4, Schmikale 3, Zock 2, Dranginis 0, Smit 0Karlsruhe (beste Schützen) : Gordon 20, Norl 15, Nzeakor 14