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Basketball: Kommentar zum Playoff-Aus der Gladiators Trier

Meinung : Das war nicht optimal, aber ...

Die Saison endet abrupt für die Gladiators Trier: Es gab nach dem Playoff-Start mit dem klaren Auftaktsieg gegen Leverkusen berechtigte Hoffnungen, dass die Trierer ein echter Aufstiegsanwärter sein würden – auch, weil sie endlich den kompletten Kader zusammenhatten.

Ja, da war mehr drin. Es fehlte die Abgezocktheit, in manchen Momenten die Konzentration – das Team hat nicht immer das Optimale aus seinen Möglichkeiten herausgeholt. Das ist der Beigeschmack, mit dem die Zweitliga-Saison zu Ende geht. Aber der sollte nicht die erkennbare Entwicklung überdecken. Für überharte Kritik gibt es keinen Anlass: In der Saison zuvor hatten die Trierer die Playoffs verpasst – nun beendeten sie die Hauptrunde überraschend als Vierter, so gut wie nie zuvor. Das Team hat sich im Lauf der Rückrunde taktisch variabler präsentiert, was ein Verdienst von Cheftrainer Pascal Heinrichs und „Co“ Jermaine Bucknor ist. Beide haben ihre Aussichten auf einen neuen Vertrag mit dieser Bilanz untermauert. Auch finanziell scheint die Saison für die Gladiators trotz Nachverpflichtungen und Trainerwechsel passabel verlaufen zu sein – da haben die Corona-Hilfen kräftig mitgeholfen, mit denen in der nächsten Saison nicht mehr gerechnet werden darf. Ein Manko an der Liga bleibt, dass die wirtschaftliche Diskrepanz zur Bundesliga so groß ist, dass einige Pro-A-Topteams den Aufstieg gar nicht erst anstreben. In dieser Saison hätte Trier sportlich und wirtschaftlich eine kleine Chance gehabt, wieder in die alte Heimat BBL zurückzukehren. Schade, dass dieser Traum vorerst vorbei ist.

a.feichtner@volksfreund.de