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Basketball Pro A: Trierer Gladiators verlieren in Tübingen

Achte Niederlage : 89:76! Am Ende beißt der Tiger zu

Basketball: Die Gladiators Trier verpassen den Sieg beim Tabellendritten Tübingen – kurz vor Schluss machen die Gastgeber beim 89:76 alles klar.

Acht Siege, acht Niederlage, kein Platz in den Top 8: Mit dieser Bilanz beenden die Gladiators Trier nach der 76:89-Niederlage am Sonntagabend in Tübingen die Hinrunde. Nach dem starken Saisonstart mit vier Siegen in Folge eine herbe Enttäuschung. Beim Tabellendritten Tübingen hatten die Trierer lange die Chance zum Auswärtssieg. Aber wieder fehlten ein paar Prozent, fehlte der letzte Glaube. In den letzten zwei Minuten machten es die Tigers beim 89:76 (46:40) noch deutlich.

Die Gastgeber lagen schnell mit 5:0 und 8:2 vorn, Austin Wiley hatte die ersten Punkte für die Gladiators erzielt. Und die Tigers legten nach: Von den ersten vier Versuchen von jenseits der Dreierlinie passten drei – so führten die Tübinger schnell mit 11:2. Gute Aktionen von Wiley und Radoslav Pekovic brachten Trier aber wieder ran (15:10).  Die Tübinger trafen weiter sicher aus der Distanz und erhöhten auf 24:13. Das erste Viertel ging mit 27:20 an die Gastgeber. Wie schon so oft in dieser Saison leisteten sich die Gladiators viele leichte Ballverluste, sie hatten auch Probleme mit der aggressiven Verteidigung der Tigers. Die Trierer hatten den Tübingern zumindest einen Scharfschützen entgegen zu setzen: Parker van Dyke traf seine ersten drei Dreier, Trier kam auf 30:25 heran. Dass die Trierer aber auch Spektakel können, zeigte ein Alley-oop-Anspiel von Garai Zeeb auf Wiley, der spektakulär per Dunk abschloss. Noch nicht rund lief es zu diesem Zeitpunkt für Brody Clarke, der noch bei null Punkten stand. Das Spiel war nun eng – und aber auch ziemlich ohne Rhythmus,  bedingt durch viele Fouls. Die Trierer gingen mit einem Sechs-Punkte-Rückstand in die Halbzeitpause.

Für Enosch Wolf war es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Drei Jahre lang spielte er bei den Tigers. Er brachte die Trierer auch zum ersten Mal im Spiel in Führung (51:50). Die Trierer begannen nach der Halbzeitpause stark, sie machten es den Tübingern schwer. Daniel Keppeler hatte Glück, dass er nicht schon Mitte des dritten Viertels sein fünftes Foul kassierte. Es war aber auch keine schlechte Idee, die Gladiators an diesem Abend an die Linie zu schicken. Die Gladiators ließen dort viele Punkte liegen.

Das dritte Viertel ging an die Trierer. Im Schlussviertel erwischten die Tigers mit zwei getroffenen Dreiern den besseren Start. Schon nach zwei Minuten lagen die Tübinger wieder mit sieben Punkten vorn – und auch der nächste Dreier durch Ryan Mikesell traf (71:61). Marco van den Berg nahm die Auszeit, um den Dreier-Lauf der Gastgeber zu stoppen. Die Trierer stemmten sich, angeführt vom bärenstarken Austin Wiley, gegen die Niederlage. So stark war der Amerikaner nach seiner langen Verletzungspause in dieser Saison noch nicht zu erleben.

In wichtigen Szenen fehlte den Trierern aber die Cleverness – etwa bei einem unsportlichen Foul von Jonas Grof. Keppeler war auch kurz vor Schluss wieder ein Faktor für die Gladiators. Als er dann doch vom Feld musste, lagen die Tigers mit neun Punkten vorn. Auffällig war bei den Trierern neben dem herauragenden Wiley (25 Punkte, 14 Rebounds) auch Garai Zeeb (11 Punkte, 11 Assists). Und dass Triers bisheriger Topscorer Clarke ein Spiel mit negativer Effektivität beendet (-2, sechs Ballverluste), hat man so auch noch nicht bei den Gladiators erlebt.  Die Trierer sind erst am 14. Januar wieder im Einsatz – dann geht es wieder gegen ein Spitzenteam, gegen Rostock.

Trier: Zeeb 11, van Dyke 15, Wolf 5, Grof 4, Grün 7, Almstedt 0, Clarke 4, Pekovic 5, Wiley 25

 Triers Center Radoslav Pekovic (hier im Heimspiel gegen Schwenningen) erzielte in Tübingen nur fünf Punkte.
Triers Center Radoslav Pekovic (hier im Heimspiel gegen Schwenningen) erzielte in Tübingen nur fünf Punkte. Foto: Willy Speicher

Beste Schützen Tübingen: Mikesell 18, Grüttner Bakoul 15