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Basketball-Zweitligist Gladiators Trier verlieren 88:104 in Paderborn

Kampf um die Playoffs : Gladiators-Pleite: Ein Abend zum Vergessen

NRW? Ach nee. Die Gladiators haben auch ihr viertes Gastspiel in Nordrhein-Westfalen klar verloren. Bei der Niederlage in Paderborn lief so ziemlich alles gegen die Trierer. Schon am Sonntag geht es in Jena weiter.

Defensiv nicht fokussiert genug, offensiv mit Pech, frustriert von vielen kleinen Fehlern und Fehlwürfen, erschreckend schwach an der Freiwurflinie: Es gibt so einiges, was die Niederlage der Gladiators am Freitagabend in Paderborn erklärt. Es ließe sich im Detail ausarbeiten, aber dafür fehlt dem Team ein bisschen die Zeit: Denn schon am Sonntag geht es für die Trierer in Jena weiter (16.30 Uhr). Ein Drama mag das für die Gladiators im Kampf um die Playoffs nicht sein – zumindest die Paderborner sind aber wieder an den Trierern dran. Sie entschieden mit dem 104:88 sogar den Direktvergleich für sich. Die Gladiators hatten ihr Heimspiel mit 14 Punkten Vorsprung gewonnen.

Nach schnellem 4:4 nach 90 Sekunden hatten beide Teams in der Offensive einige Probleme. Die Gladiators führten 8:6, darauf folgte ein 7:0-Lauf der Ostwestfalen – Cheftrainer Pascal Heinrichs nahm die erste Auszeit. Aber es wurde nicht besser, die Uni Baskets machten es zweistellig (19:8).

Es lief wenig bei den Trierern, sie fanden überhaupt nicht ihren Rhythmus, die Gastgeber waren viel wacher  – es passte ins Bild, dass die Gäste nach einem Wechselfehler ein technisches Foul kassierten.  

Das erste Viertel ging mit 27:14 an die Paderborner. Dieser Fehlstart war nach dem starken Trierer Auftritt in Nürnberg nicht unbedingt zu erwarten. Nach zwölf Minuten führte Paderborn mit 14 Punkten Differenz. Es lief auf allen Ebenen gegen die Trierer, auch die Schiedsrichter hatten in ein, zwei Szenen ein Herz für die Gastgeber. Aber das war nicht entscheidend dafür, dass Trier nach 15 Minuten nur 17 Punkte erzielt hatte. Die Gladiators lagen da schon mit 21 Punkten hinten – es war aus Trierer Sicht ein einziges Trauerspiel. Noch nicht einmal von der Freiwurflinie ging etwas. Die Gladiatoren waren mit dem 34:50-Pausenstand noch ganz gut bedient.

Trier versuchte einiges nach der Pause, vieles davon vergeblich – für Gladiators-Fans war das Spiel mit all seinen Pleiten, Pech und Pannen ein echter Krampf. Die Paderborner konnten sie immer wieder nur mit Fouls stoppen, die Gladiators ließen dann aber mal vier Freiwürfe in Folge liegen. So kamen die Gastgeber ohne große Probleme auch durch schwache Phasen (67:50), mit 20 Punkten Vorsprung gingen die Baskets ins Schlussviertel.

Wie es auch laufen kann, zeigten die Trierer zu Beginn des Schlussviertels: Nach weniger als zwei Minuten lag das Minus „nur“ noch bei 13 Punkten, Paderborn nahm die Auszeit. Die Trierer drückten den Rückstand auf unter zehn. Die Gastgeber brachten das Spiel aber letztlich halbwegs locker über die Runden, auch der Direktvergleich ging an die Ostwestfalen. Die haben nun gute Aussichten, es nach zehn Jahren wieder in die Playoff-Runde zu schaffen. Das gilt aber weiterhin auch für die Trierer, die aber ihre Ausgangslage verschlechtert haben.

Radoslav Pekovic kam nicht zum Einsatz. Beste Schützen waren Parker van Dyke (19 Punkte) und Enosch Wolf (18 Punkte, 13 Rebounds). Auch Austin Wiley gelang ein Double-Double (15 Punkte, 17 Rebounds). Seine Schwäche waren aber die Freiwürfe (3 von 10).