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Bayer Giants Leverkusen gleichen in Playoffs gegen Gladiators Trier aus: Fraglicher Pfiff, bitteres Ende

Leverkusen/Trier : Giants gleichen in Playoffs aus: Fraglicher Pfiff, bitteres Ende

Basketball: Gladiators Trier verpassen zweiten Sieg. Bei der unnötigen 81:84-Niederlage in Leverkusen steht Austin Wiley im Fokus.

Nein, diese Klatsche am Freitagabend in Trier passte Hansi Gnad so gar nicht in den Kram. Der Cheftrainer der Bayer Giants hatte sein Team zum Start in die Playoffs wegen einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle in der Arena zwar nicht gerade als Favoriten in angesehen – aber da gab es doch über weite Strecken arg wenig Gegenwehr, da waren konzentrierte Gladiatoren doch zu überlegen. Aber am Sonntag – da lachte er mit seinem Team am Ende.

Denn es sah im zweiten Spiel in der Ostermann-Arena ganz anders aus. Enger, dramatischer. Denn was war das für ein Spiel, dieses 84:81 (38:44) der Bayer Giants, die damit in der Serie zum 1:1 ausglichen und sich damit schon mal ein zweites Heimspiel gesichert haben? Ähnlich spektakulär wie der Heimsieg der Gladiators im Februar, als die Trierer im letzten Viertel einen 20-Punkte-Rückstand aufholten und noch 84:80 gewannen.

Diesmal sah es zumindest ab der Austin-Wiley-Show im dritten Viertel nach dem ersten Auswärtssieg für die Gladiators im fünften NRW-Gastspiel in dieser Saison aus. Vor allem der US-Center schraubte die Führung hoch, zwischenzeitlich auf bis zu 15 Punkte (40:55), er war von den Giants nicht in den Griff zu bekommen. Wiley machte ein Wahnsinnsspiel, erzielte 28 Punkte, holte elf Rebounds. Und wurde dann doch zur tragischen Figur – wobei man je nach Sichtweise diese Rolle auch dem Schiedsrichter zuweisen könnte. Einzelne Pfiffe sind normalerweise nicht spielentscheidend, aber dieser eine war nicht nur aus Sicht der mitgereisten Trierer Fans höchst umstritten: Die Gladiators haben den letzten Angriff, können die Uhr runterspielen, es steht 81:81, nachdem sich die Giants zurück ins Spiel gekämpft hatten und einen Zehn-Punkte-Rückstand im letzten Viertel egalisiert hatten.

Dann wird Austin Wiley ein strittiges Offensivfoul angehängt, die Giants bekommen den letzten Angriff. Luis Figge nimmt in letzter Sekunde einen Dreier, zittert ihn rein - und schon sind die Leverkusener wieder dick im Geschäft. Zumal sich die Trierer sehr darüber ärgern dürften – auch ganz unabhängig von einzelnen Schiedsrichter-Entscheidungen –, das Spiel noch aus der Hand gegeben zu haben. So oder so: Das Spiel hatte einiges zu bieten, nicht nur Dramatik und Überraschendes.

Da passte es ins Bild, dass die Giants ausgerechnet mit einem Dreier beendeten – wo sie doch zuvor bis tief ins letzte Viertel kaum etwas aus der Entfernung zustande gebracht hatten. Die Trierer Quote (24 Prozent) war aber sogar noch schlechter bei einem Spiel, das so ziemlich alles zu bieten hatte, was man von einem Playoff-Duell erhofft. Das dürfte die Vorfreude auf das zweite Heimspiel am Mittwochabend in der Arena Trier durchaus anheizen.

Halbfinal-Gegner: Wer es aus dem Duell Gladiators gegen die Bayer Giants Leverkusen ins Halbfinale schafft, ist noch offen – der Halbfinal-Gegner steht aber bereits fest: Die Tigers Tübingen, Tabellenerster nach der Normalrunde, haben ihr Playoff-Duell gegen Bremerhaven schon hinter. Am Freitagabend gelang den Tigers in Bremerhaven im vierten Spiel der der benötigte dritte Sieg. Da die Tübinger keine Lizenz für die BBL beantragt haben, heißt das zugleich: Nur mit Trierer Beteiligung kann es zwei Pro-A-Teams mit sportlicher Qualifikation für die Bundesliga geben. Leverkusen hat im Gegensatz zu Bremerhaven und Trier keine Lizenzunterlagen für die BBL eingereicht. Die weiteren Playoff-Duelle von Freitagabend und Samstag: Jena - Paderbon 89:84, Karlsruhe - Rostock 66:87.

Nächstes Heimspiel: Bei der Zuschauerzahl ist bei den Gladiators noch etwas Luft nach oben: Das zweite Heimspiel wird am Mittwoch, 19.30 Uhr, ausgetragen. Tickets gibt‘s im Online-Ticketshop und bei der Geschäftsstelle.

Stastistik Gladiators: (1. Spiel): Gordon 3, Monteroso 13, Zeeb 5, van Dyke 9, Wolf 4, Grof 5, Grün 2, Niedermanner, 1, Almstedt 9, Clarke 10, Pekovic 17, Wiley 14, (2. Spiel:) Gordon 0, Monteroso 0, Zeeb 13, Van Dyke 3, Wolf 1, Grof 5, Grün 8, Niedermanner 0, Almstedt 0, Clarke 15, Pekovic 8, Wiley 28