Bei den Gladiators Trier stehen mehrere personelle Veränderungen an.

Basketball : Neues aus der Sommerpause: Bei den Gladiators Trier tut sich was

Die neue Saison beginnt zwar erst Ende September, bei Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier tut sich dennoch jede Menge. Sowohl im Kader als auch in der Geschäftsführung stehen Veränderungen an.

Der letzte Korb, der letzte Rebound, der letzte Assist – das alles liegt jetzt knapp acht Wochen zurück. Mitte April verabschiedeten sich die Römerstrom Gladiators Trier nach der 64:91-Niederlage im dritten Playoff-Viertelfinale gegen Nürnberg in die Sommerpause. Seitdem ist es still geworden um den Basketball-Zweitligisten.

Auch, wenn es noch mehr als drei Monate hin sind, bis die neue Saison am Wochenende um den 20. September beginnt, ist es an der Zeit, mal nachzuhören, was sich so tut hinter den Kulissen – und, so viel sei schon mal verraten: Es ist eine ganze Menge.

Kader: Bis auf Simon Schmitz und Thomas Grün, die ihre Verträge bereits bis 2021 verlängert haben, steht bisher noch kein Spieler für die kommende Saison unter Vertrag – jedenfalls hat der Club bisher nichts Offizielles verkündet. Nachfrage bei Geschäftsführer Achim Schmitz am Donnerstag: Wie sieht’s denn mit Jermaine Bucknor und Till Gloger aus? Beide Spieler besitzen eine Vertragsoption für ein weiteres Jahr an der Mosel. Schmitz: „Fest steht: Till hat seine Ausstiegsklausel nicht gezogen, er bleibt daher für eine weitere Saison bei uns.“ Und Routinier Bucknor? „Wir würden ihn natürlich sehr gerne halten“, betont der Geschäftsführer, „doch er hat noch bis zum 15. Juni Zeit, seine Ausstiegsklausel zu ziehen“.

Mit Flügelspieler Kyle Dranginis sei man derweil „in Gesprächen“, berichtet der Geschäftsführer, schiebt jedoch hinterher: „Kyle hat eine unglaubliche basketballerische Qualität. Das Problem ist jedoch, dass er nur selten ganz verletzungsfrei war in den vergangenen beiden Jahren.“ Bedingung für einen wirksamen neuen Vertrag sei daher: „Er muss komplett fit sein.“

Fest steht bereits jetzt: Johannes Joos wird nicht mehr für die Gladiatoren spielen – das berichtet der Gladiators-Geschäftsführer. Wie aus Basketballkreisen zu vernehmen ist, liegen Joos mehrere Angebote aus der ProA vor.

Zu weiteren Personalien will sich Achim Schmitz derzeit nicht äußern. Nur noch so viel: „Es wird auch noch Neuzugänge geben: Wir suchen nach Spielern, die uns athletischer machen.“

Nach Informationen unserer Zeitung laufen auch mit Kilian Dietz, Kevin Smit, Rupert Hennen und Stefan Ilzhöfer Gespräche.

Geschäftsführung: Hinter den Kulissen tut sich ebenfalls etwas: Andre Ewertz – seit Sommer 2018 als Gladiators-Manager neben der Leitung der Geschäftsstelle auch für die Bereiche Marketing und Sponsoring zuständig – steigt in die Geschäftsführung auf und ist somit gemeinsam mit Schmitz hauptverantwortlich für den Club.

„Ab dem 1. Juli teile ich mir die Position des Geschäftsführers mit Andre“, verkündet Achim Schmitz am Donnerstag. Der Grund: „Meine Firma wächst, die Arbeit spannt mich sehr ein“, berichtet der Bauunternehmer, unterstreicht jedoch: Er werde sich bei den Gladiators nicht zurückziehen, bleibe weiterhin an Bord. Ohnehin: „Dieser Schritt war seit Andres Dienstantritt bereits geplant.“

Finanzen: Beim Thema Finanzen hat der Gladiators-Geschäftsführer keine allzu positiven Nachrichten zu verkünden: „Aufgrund unserer Verletzungsprobleme mussten wir bereits früh in der Saison nachverpflichten: zunächst Vince Boumann, später Kelvin Lewis. Daher überschreiten wir unseren geplanten Spieler-Etat um gut 100 000 Euro“, informiert Achim Schmitz.

Ein großes Manko zudem: das Ausscheiden im Playoff-Viertelfinale nach nur drei Partien. „Ein Riesen-Unterschied zur Vorsaison war, dass wir nur ein Playoff-Heimspiel hatten und nur eine Runde dabei waren. Dadurch fehlen uns – im Vergleich zum Jahr davor – Einnahmen, die durch das Erreichen des Halbfinals fällig geworden wären.“

Zur Erinnerung: In der Saison 17/18 sicherten sich die Gladiatoren durch einen Auswärtssieg zum Halbfinal-Start in Crailsheim ein zweites Halbfinal-Heimspiel. Zu beiden Partien kamen mehr als 5000 Fans in die Arena. Auch die beiden Viertelfinal-Begegnungen zuvor gegen Heidelberg waren überdurchschnittlich gut besucht. „Vom reinen betriebswirtschaftlichen Ergebnis prognostiziere ich für die vergangene Saison daher ein Minus im niedrigen fünfstelligen Bereich“, erklärt Schmitz. „Das ist allerdings nicht besorgniserregend, bedeutet nur, dass wir unsere Altschulden in dieser Saison definitiv nicht verringern können.“

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