Die Gladiators vor dem Duell in Heidelberg

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Die Sorgen nach der Gloger-Show: Die Gladiators vor dem Duell in Heidelberg

Die Freude über den Gladiators-Heimsieg gegen Schalke vom Donnerstagabend wird vor dem Duell in Heidelberg am Sonntag (17 Uhr/live auf www.airtango.live) durch Verletzungssorgen getrübt.

Am Morgen nach dem zweiten Sieg in Serie und der großen Gloger-Show vom Donnerstagabend gibt es sieben Gründe, die Christian Held Sorgen bereiten: Jermaine Bucknor, Thomas Grün, Simon Schmitz, Lucien Schmikale, Jordan Geist, Rupert Hennen und Stefan Ilzhöfer – alle sieben plagen sich am Tag nach dem 88:79 (42:42)-Heimsieg gegen Schalke 04 mit diversen Blessuren herum. Held gesteht am Freitag: „Wir werden heute nicht wirklich trainieren können, weil fast keiner fit ist.“ Stretching und Spielanalyse stünden stattdessen auf dem Programm – und der Blick nach vorne.

Denn schon am Sonntag um 17 Uhr müssen die Gladiatoren wieder ran, dann geht’s zum Tabellenvierten Heidelberg, einem „klaren Aufstiegskandidaten“, wie Triers Trainer findet. Ziemlich sicher ausfallen in Heidelberg werden Jermaine Bucknor und Thomas Grün, prognostiziert Christian Held. Bucknor hat sich nach einem Zusammenprall mit Schalkes Lavon Hightower eine Beckenprellung zugezogen, Grün eine Zerrung in der Leiste. Stand Freitagmittag seien auch die Einsätze von Simon Schmitz und Stefan Ilzhöfer (beide Fußprobleme) am Sonntag fraglich, so Held. Immerhin: Jordan Geist, Lucien Schmikale und Rupert Hennen scheinen bis Sonntag für das Duell bei den Kurpfälzern wieder einsatzfähig zu sein. „Ja, der Sieg gegen Schalke war teuer erkauft“, sagt der Gladiators-Coach, „so viele angeschlagene Spieler nach einer Partie sind schon außergewöhnlich“.

Außergewöhnlich und beeindruckend war es auch, was Triers Center Till Gloger gegen den Club aus dem Ruhrpott vor 2713 Zuschauern in der Arena aufs Parkett zauberte. Der 26-Jährige spielte überragend: 32 Punkte, neun Rebounds – Gloger setzte sich mit hervorragenden Bewegungen offensiv immer wieder in Szene und räumte defensiv fast alles weg. Nach dem Spiel gestand selbst Schalke-Coach Raphael Wilders: „Das war heute eine überragende Leistung von Till Gloger. Wir waren zu keiner Phase im Stande, ihn zu stoppen  – das müssen wir einfach anerkennen.“ Neben Gloger waren es Jordan Geist (20 Punkte/5 Assists) sowie Lucien Schmikale (10 Punkte/3 Assists/6 Rebounds) – er absolvierte eines seiner besten Spiele im Gladiators-Trikot – die das Trierer Team nach vorne trugen. Und das, obwohl Führungsspieler Jermaine Bucknor schon im zweiten Viertel verletzt vom Feld musste und nicht mehr zurückkehrte.

Nachdem die Gäste aus NRW, bei denen der Ex-Trierer Johannes Joos auf acht Punkte und drei Rebounds kam, den besseren Start erwischten (21:31 aus TR-Sicht), steigerten sich die Gladiatoren zunehmend. Allen voran Till Gloger, der zur Pause bereits 20 Punkte gesammelt hatte, sorgte für einen Höhepunkt nach dem anderen.  Bis Mitte des dritten Viertels blieb die Partie eng, dann zog Trier davon und legte die Basis für den verdienten Heimsieg. Hervorzuheben in dieser Phase: Jordan Geist. Schalke kam durch die intensive Trierer Verteidigung kaum noch zu guten Abschlüssen. Nach einem verwandelten Dreier von Kyle Dranginis (80:66) war die Partie sechs Minuten vor der Schlusssirene bereits gegessen. Held: „Im dritten Viertel sind wir besser ins Spiel gekommen, haben cleverer gespielt, besser verteidigt und offensiv unsere Optionen gefunden. Wenn wir mal ins Laufen kommen, ist es für Gegner immer schwer, mit unserem Tempo mitzuhalten.“

Bleibt zu hoffen, dass das Gladiatoren-Lazarett bis Sonntag doch noch kleiner wird.

Punkte Trier: Dranginis 5, Smit 3, Bucknor 1, Schmikale 10, Hennen 6, Dietz 1, Schmitz 6, Grün 2, Ilzhöfer 2, Geist 20, Gloger 32 - Beste Schützen Schalke: Belger 18, Spencer 10, Joos 8 – Viertel: 16:24/42:42/71:61/88:79 – ZS: 2713

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