Ein früherer Gladiator kehrt zurück an die Mosel

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Einmal Trierer, immer Trierer: Ein früherer Gladiator kehrt zurück an die Mosel

Wenn Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier am Donnerstagabend Schalke 04 empfängt (19.30 Uhr/Arena Trier), kommt es zu einem besonderen Wiedersehen.

Johannes Joos hat da so eine Vorahnung: Der Moment, in dem Kevin Smit,  Till Gloger, Thomas Grün und all die anderen Gladiatoren am Donnerstagabend unter dem Jubel der Fans in die Arena Trier einlaufen werden, bereitet ihm Sorgen. „Ich glaube schon, dass das ein bisschen ergreifend wird“, sagt Joos. Drei Jahre lang, von 2016 bis 2019, hat der 24-Jährige für die Römerstrom Gladiators Trier gespielt. „Trier war für mich auf jeden Fall die beste Basketballstation in meiner Profi-Zeit. Ich habe dort unter Marco van den Berg einen riesigen Schritt in meiner Entwicklung gemacht – dafür bin ich sehr dankbar.“ Seit Sommer spielt der gebürtige Schwabe nun für Schalke 04. Mit dem Ruhrpottclub trifft Joos am heutigen Donnerstagabend zum ersten Mal nach seinem Abschied wieder auf seine alten Kollegen (19.30 Uhr/Arena Trier). „Ich freue mich sehr auf die Jungs: Aber ich werde auch nicht zu übermotiviert in die Partie gehen, sonst hat man da schon nach zwei Minuten drei Fouls.“ Seine Verbindungen nach Trier seien nach wie vor eng. Wenn’s die Zeit zulasse, besuche er die alten Kollegen – einmal Trierer, immer Trierer eben: „Das zweite Heimspiel gegen Chemnitz habe ich mir zum Beispiel in der Arena angesehen.“

Aber auch in seiner neuen Heimat fühle er sich sehr wohl, wie er betont: Gemeinsam mit seiner Freundin lebt der 2,06-Meter-Mann in Essen, macht nebenbei den Master in Sales-Management an der Ruhr-Uni Bochum. „Dem Ruhrgebiet eilt ja ein schlechter Ruf voraus, aber das trifft gar nicht zu, ich bin positiv überrascht“, betont Joos, der in seinem neuen Team das Amt des Vize-Kapitäns innehat. „Während man sich in Trier immer ein bisschen hinter den Erfahrenen Simon Schmitz und Jermaine Bucknor verstecken konnte, bin ich auf Schalke jetzt einer der Älteren, melde mich in den Auszeiten auch mal zu Wort.“

Joos’ Schalker stehen nach zwei Siegen und vier Niederlagen zwei Punkte hinter den Gladiatoren. Die wollen nach ihrem Sieg in Ehingen am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Spielzeit zwei Erfolge in Serie feiern. Doch während Center Kilian Dietz nach seiner Verletzung auch am Donnerstagabend wieder im Kader stehen wird, ist das bei Triers Routiniers Simon Schmitz und Jermaine Bucknor noch nicht ganz sicher. Wie Gladiators-Trainer Christian Held berichtet, können beide in diesen Tagen nur eingeschränkt trainieren. „Buck hat eine Erkältung, Simon Probleme mit dem Fuß“, sagt Held.

Zeit, ein paar Tage bei den alten Kollegen zu bleiben, hat Schalkes Johannes Joos derweil nicht. „Wir fahren nach dem Spiel direkt wieder zurück. Denn genau wie für Trier steht auch für uns am Wochenende schon das nächste Spiel an.“