Gelingt der erste Heimsieg? Gladiators Trier empfangen Spitzenreiter

Basketball : Gelingt der erste Heimsieg? Gladiators Trier empfangen Spitzenreiter

Nach zwei Siegen aus zwei Spielen sind die Basketballer der Niners Chemnitz am Sonntag zu Gast in Trier (Beginn 17 Uhr). Was den Gladiators-Gegner so stark macht.

Wer weiß, vielleicht hat dieses Ereignis vom Dienstagabend dem einen oder anderen Fan der Niners Chemnitz dabei geholfen, auch die letzten Narben des verpassten Bundesliga-Aufstiegs aus dem April verheilen zu lassen. In einer dramatischen ProA-Playoff-Halbfinalserie waren die Niners damals hauchdünn an den Hamburg Towers gescheitert. Die Hanseaten zogen daraufhin in die BBL ein, die Sachsen blieben in der zweiten Liga. Am vergangenen Dienstag stand für jene Hamburger nun das erste Bundesligaspiel ihrer Geschichte an – auswärts beim FC Bayern München. Und es wurde richtig bitter für die Norddeutschen, die große Teile ihres ProA-Kaders gehalten haben. Mit 111:55 überfuhren die Münchner das Team von Trainer Mike Taylor. „Wir haben richtig in die Fresse gekriegt“, gestand Marvin Willoughby, der Sportchef der Towers.

Deutlich besser ist die Stimmung derweil bei den Chemnitzern in der ProA. Nach  zwei Siegen aus zwei Spielen reist das Team des argentinischen Trainers Rodrigo Pastore als Tabellenführer zum Duell am Sonntag bei den Römerstrom Gladiators Trier (17 Uhr/Arena Trier). Erst gab’s für die Westsachsen einen knappen Sieg in Hagen, dann wurde Aufsteiger Leverkusen mit 99:71 nach Hause geschickt. Das Saisonziel hat acht Buchstaben: Aufstieg. Nach dem knappen Scheitern im vergangenen Jahr soll es nun unbedingt klappen mit dem Sprung in Deutschlands Eliteliga. Dementsprechend ist der Kader besetzt. Star des Teams ist Chris Carter. Der US-Amerikaner ist nach zwei starken Jahren bei Rasta Vechta – davon eine Saison in der Bundesliga – zurück bei seinem Ex-Club. Und schon die ersten beiden Saisonspiele zeigten: Der 27-Jährige gehört zum Besten, was die ProA zu bieten hat. Ebenfalls richtig stark: Malte Ziegenhagen, Jonas Richter oder Ivan Elliott. Gladiators-Trainer Christian Held betont: „Chemnitz hat einen unglaublich ausgeglichenen Kader. Jede Position ist mindestens zweifach besetzt.“

Gut besetzt sind jedoch auch die Trierer. Bis auf Kilian Dietz, der nach seiner Schulterverletzung noch nicht wieder im Training ist – „Nachverpflichtung ist momentan kein Thema“, so Held – stehen dem Cheftrainer wohl alle Spieler zur Verfügung. Auch Jordan Geist wird gegen Chemnitz dabei sein. Nach seinem disqualifizierenden Foul aus dem Spiel in Kirchheim sieht die Spielleitung der ProA von einer Sperre ab, hat dem US-Amerikaner lediglich eine Geldstrafe aufs Auge gedrückt (der TV berichtete am 4. Oktober). Held erklärt im Gespräch mit dem Volksfreund: „Wir haben unter der Woche sowohl mit Jordan als auch mit Till (Till Gloger hatte in Kirchheim ein Technisches Foul kassiert, Anm. d. Red.) noch mal über die Situationen gesprochen und wie man in Zukunft mit solchen Situationen umgehen sollte.“ Interne Strafen, so der 31-Jährige, habe es nicht gegeben. „Das ist aus meiner Sicht nicht zielführend.“

Spielerisch habe sein Team beim 92:76-Auswärtssieg in Kirchheim am vergangenen Wochenende einen Schritt nach vorne gemacht, so Christian Held. „Wir müssen jedoch unsere Defense weiterentwickeln und stabilisieren, da sind wir noch nicht da, wo wir hin wollen.“ Zudem sei die Mannschaft offensiv noch nicht so facettenreich und schnell in den Entscheidungen, wie geplant. „Wir müssen uns in jedem Bereich noch steigern, aber das ist zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison auch völlig normal.“

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