Gladiatoren vor dem Heimspiel gegen Hamburg

Basketball : Oh Baby - Die Gladiatoren vor dem Heimspiel gegen Hamburg

Die Tage vor dem Heimspiel gegen Hamburg am Samstagabend (20 Uhr/Arena Trier) hat ein Gladiator im Krankenhaus verbracht. Beim Gegner aus dem Norden gibt’s derweil jede Menge Probleme.

Klingt ziemlich dramatisch: Simon Schmitz hat die Woche im Krankenhaus verbracht. „Seit Dienstagabend war ich durchgehend dort“, erzählt Schmitz am Freitag im Gespräch mit dem TV. Der Kapitän der Römerstrom Gladiators Trier im Hospital – und das vor dem wichtigen Heimspiel am Samstagabend gegen die Hamburg Towers (20 Uhr/Arena Trier). Was ist da los – Kreuzbandriss, Meniskus, Beinbruch?

Tief durchatmen: Alles gut, „richtig gut, überragend“, wie Schmitz betont. Der Gladiator mit der Trikotnummer 9 ist am Donnerstag zum ersten Mal Vater geworden, seine Frau brachte einen kleinen Jungen zur Welt. „Er heißt Louis, ist 51 Zentimeter groß und wiegt 3400 Gramm – ein echter Trierer“, erzählt Schmitz stolz. „Es geht allen gut, meine Frau ist wohlauf und dem Kleinen geht’s gut – wir sind einfach nur glücklich.“ Das ganze Team habe bereits gratuliert, „sie wollen Louis schon in der kommenden Saison für die Gladiators rekrutieren“, sagt er lachend. Doch die Geburt seines Sohnes ist noch nicht alles: Am heutigen Samstag feiert der Aufbauspieler auch noch seinen 28. Geburtstag – was für eine Woche! Für die Partie am Samstagabend gegen Hamburg, das betont er noch bevor es zurückgeht ins Krankenhaus, stehe er „selbstverständlich“ bereit. „Ich freue mich schon darauf.“

Gladiators Trainer Marco van den Berg hat auch schon gratuliert. „Ich sag’s den beiden auch gerne noch mal auf diesem Weg: Alles Gute!“ Das Team, so betont der Trierer Trainer, habe nach der Heidelberg-Pleite vom vergangenen Wochenende „sehr gut gearbeitet“. Ohnehin habe ihm die Leistung seines Teams am Neckar trotz erneuter Auswärtsniederlage deutlich besser gefallen als die vorigen Auftritte in fremden Hallen. „Die Jungs haben endlich auch auswärts Emotionen gezeigt und über weite Strecken ohne Hemmungen gespielt – und das ohne Führungsspieler Jermaine Bucknor.“ Für den Sieg habe es dennoch nicht gereicht, „weil die Spieler in den entscheidenden Momenten zu viel gezögert haben“.

Gegen die Gäste aus Hamburg soll das heute Abend nicht passieren. Die Towers reisen mit einer Katastrophen-Bilanz an die Mosel: Neun der vergangenen zehn Spiele gingen in die Hose, mittlerweile belegen die Hansestädter nur noch Platz 10. Die Konsequenz: Trainer Hamed Attarbashi musste am Montag nach der Heimniederlage gegen den Drittletzten Ehingen die Koffer packen. Sein Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer Benka Barloschky. „Der Trainerwechsel wird das Team verändern“, prophezeit Marco van den Berg, „das gibt oft einen Schub“. Fest steht: Die Herren von der Elbe haben enorm viel Qualität im Team. Das vor der Saison ausgegebene Ziel, um den Aufstieg mitspielen zu wollen, ist nach wie vor drin. Zum Kader gehören neben den Bundesliga-erfahrenen Jannik Freese und Hrvoje Kovacevic mit Tony Canty, Stefan Schmidt, Justin Raffington (fällt verletzt aus) und Adin Vrabac auch gleich vier ehemalige Trierer.

Ein Sieg wäre für Trier ein echter Big-Point im Kampf um die Playoff-Plätze. Gladiators-Trainer van den Berg schätzt, dass sein Team als aktuell Sechstplatzierter mit 22 Punkten noch „fünf bis sechs Siege“ brauche, um die Playoff-Teilnahme sicher zu haben. Im Kampf um den siebten Heimsieg in Folge kann auch Jermaine Bucknor wieder mitwirken. Der Kanadier, der in Heidelberg aufgrund einer Erkältung nicht dabei sein konnte, ist nach van den Bergs Angaben wieder einsatzbereit. Auch Johannes Joos, der sich zuletzt mit einer Brustbein-Prellung herumplagte, ist dabei.

Das Hinspiel entschied Trier knapp für sich (72:70).

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