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Gladiators: Der Auswärtsfluch nimmt kein Ende – Topleistung von Joos reicht nicht gegen stark aufspielenden Abstiegskandidaten

Basketball : Basketball: Gladiators verlieren 82:103 beim Vorletzten Baunach: Am Ende kommt’s knüppeldick

In den Heimspielen kann Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier jedes Team der Liga schlagen, das haben die Trierer oft genug bewiesen. Aber auswärts geht fast nichts – auch nicht bei Kellerteams: Am Samstagabend verloren die Trierer beim Tabellenvorletzten Baunach Young Pikes mit 82:103 (39:48).

Es war bereits die achte Auswärtsniederlage im zehnten Spiel in fremder Halle. Kein anderer Playoff-Kandidat ist auswärts erfolgloser als die Trierer. In den letzten fünf Minuten wurden die Gäste völlig auseinander genommen. Woran liegt’s? Gladiators-Cheftrainer Marco van den Berg hat zwei Erklärungen für die Pleite. Erstens - klar bei 103 zugelassenen Punkten: die Defense. „Da sind wir einfach nicht gut genug. In den Heimspielen können wir das mit Inspiration und mit Hilfe des Publikums oft kompensieren - aber auswärts nicht.“ Das betreffe das gesamte Team - so will van den Berg auch nicht die besten Trierer Punktesammler Johannes Joos (26 Punkte) und Kyle Dranginis (18 Punkte) positiv hervorheben. „Okay, sie haben getroffen - aber in der Defense war das auch von ihnen zu wenig.“ Punkt zwei: Die beiden Leader im Team hatten keinen guten Abend. „Simon Schmitz und Jermaine Bucknor müssen das Team anführen.“ Das sei ihnen in Baunach nicht gelungen.

Dass sich der Tabellenvorletzte Baunach im Aufschwung befindet – nach einem Trainerwechsel gab es drei Siege in den letzten vier Spielen – das zeigte sich schon im ersten Viertel: In der Offense lief’s bei den Gastgebern nach verschlafener Anfangsphase (0:6) rund. Vor allem Flügelspieler Henri Drell war gut drauf – er erzielte im ersten Viertel bereits neun Punkte. Zumal sich das Farmteam der Brose Baskets Bamberg nun wirklich nicht wie ein Abstiegskandidat präsentierte. „Sie haben stark gespielt“, lobte van den Berg.

Mit einer 30:25-Führung für die Young Pikes ging es ins zweite Viertel. Das begann mit mehr Fehlern und einer geringeren Trefferquote. Die Trierer kamen bis auf zwei Punkte auf 30:32 heran, Baunach nahm eine Auszeit – und war dann wieder präsenter. Mit einem 48:39 ging es in die Halbzeitpause.

Die Trierer kamen besser aus der Kabine: Schon nach 70 Sekunden waren die Trierer nach einem 6:0-Lauf durch Grün (4) und Joos (2) bis auf drei Punkte dran, etwas später dann auch bis auf zwei Punkte. Aber die Young Pikes antworteten mit einem Lauf: Beim 62:52 führten sie Mitte des dritten Viertels zum ersten Mal zweistellig – mit diesem Rückstand ging es für die Gladiators auch ins Schlussviertel. Eng wurde es dann nicht mehr – im Gegenteil: Die Young Pikes, die erst ihren fünften Saisonsieg feierten, bauten den Vorsprung noch aus. Am Ende gaben sich die Trierer regelrecht auf, sie kassierten einen 0:15-Lauf. Sehr ärgerlich, so sah es van den Berg, der den Blick aber nach vorn richtet: „Wir erleben noch einen heißen Kampf um die Playoff-Plätze.“

Punkte Gladiators: Joos 26 , Dranginis 18, Shoutvin 10 , Grün 9, Schmitz 8 , Bucknor 9, Smit 2 , Hennen 0, Schmikale 0, Nortmann 0

Viertelstände: 30:25, 48:39, 72:62, 103:82