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Basketball
Ein kleines Lob aus Holland vor Halbfinale-Nummer zwei – Gladiators empfangen Crailsheim

Hartes Stück Arbeit heute Abend: Gladiator Justin Alston trifft mit seinem Team auf Crailsheim.
Hartes Stück Arbeit heute Abend: Gladiator Justin Alston trifft mit seinem Team auf Crailsheim. FOTO: sjs / Sebastian J. Schwarz / Sebastian J. Schwarz
Trier. Während Gladiators-Trainer Marco van den Berg vor dem zweiten Playoff-Halbfinale am Dienstagabend in Trier (20 Uhr/Arena Trier) ausdrücklich vor den offensiv-starken Crailsheimern warnt und sich mit einem Appell an die Trierer Fans richtet, fordert der Sportliche Leiter der Crailsheimer eine Reaktion seines Teams nach der Niederlage im ersten Spiel. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Es war ein kleines Lob aus Holland. Kurz und knapp, mehr nicht. Einfach nur: „Gut gemacht, Paps.“ Das war’s, viel mehr hat Marco van den Berg von seiner elfjährigen Tochter Jasmin nach dem Sensations-Sieg in Playoff-Halbfinale Nummer eins in Crailsheim am Samstagabend erst mal nicht zu hören bekommen. „Es war ein kleines, bodenständiges Lob von ihr“, erzählt der Trainer der Römerstrom Gladiators Trier am Montagnachmittag lachend. „Sie hat mir auch gesagt, dass noch ein langer Weg zu gehen sei – und damit hat sie vollkommen recht.“

Ein kleines Stück auf diesem Weg in Richtung Final-Einzug sind die Gladiatoren durch den 87:83-Auswärts-Erfolg in Spiel eins am Samstag bereits vorangekommen. Gelingt ihnen am Dienstagabend im zweiten Halbfinale in der Arena Trier (20 Uhr) ein weiterer Sieg, dann wären die Jungs von Marco van den Berg und Christian Held nur noch einen Erfolg vom sportlichen Aufstieg entfernt. Denn: Das Team, das zuerst drei Siege im Halbfinale eingefahren hat, steht im Finale – und beide Finalisten steigen in die Basketball-Bundesliga auf, spielen nur noch den ProA-Meister untereinander aus.

Klar ist: Die Crailsheim Merlins reisen mit viel Wut im Bauch an die Mosel, werden alles versuchen, um sich für die Pleite aus Spiel eins – Crailsheims erste Heimniederlage in dieser Spielzeit – zu revanchieren. Ingo Enskat, der Sportliche Leiter der Merlins, betonte nach der ersten Partie: „Es gibt jetzt keinen Spielraum mehr für Fehler. Ich erwarte von den Jungs eine Reaktion, und einen Auftritt, der die starke Saisonleistung bestätigt.“ Die Baden-Württemberger wollen unbedingt aufsteigen und eine weitere ProA-Saison – nachdem sie in der vergangenen Spielzeit als Favorit im Playoff-Viertelfinale überraschend an Gotha scheiterten – mit aller Macht vermeiden.

„Crailsheim wird bereit sein zu kämpfen. Sie sind wirklich richtig gut, waren offensiv während er Saison das stärkste Team in der Liga“, betont Triers Coach. „Sie wollen unbedingt in die BBL. Wir merken, dass bei ihnen eine andere Art von Druck herrscht als bei uns. Ich erwarte ein ganz offenes Duell.“

Triers Erfolg im ersten Spiel beruhte nicht nur auf hervorragendem Teambasketball in der Offensive, auch defensiv präsentierten sich die Gladiatoren als Einheit. Speziell die Zonen-Verteidigung (Ball-Raum-Verteidigung) stand sehr gut, bereitete dem Team von Trainer Tuomas Iisalo lange Zeit große Probleme. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die Merlins am Dienstag gegen die Trierer Zone agieren. Marco van den Berg prophezeit: „Sie werden mit irgendwas kommen, sich was einfallen lassen. Aber nochmal: Ich erwarte einen echten Playoff-Kampf, und hoffe auf jede Menge Unterstützung von unseren Fans. Wir brauchen sie alle in der Halle.“

Gut zu wissen: Die Gladiators Trier – bei denen alle Spieler bis auf Kilian Dietz und Stefan Ilzhöfer fit sind – haben die Merlins in dieser Saison bereits einmal in der Arena besiegt. Am 27. Dezember feierten sie in einem packenden Spiel einen 76:70-Erfolg gegen Crailsheim.