Gladiators feiern fünften Erfolg in Serie

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Der Nächste, bitte! Gladiators Trier gewinnen auch in Schwenningen

Jetzt kann Weihnachten kommen: Die Römerstrom Gladiators Trier haben am Samstagabend auch bei Aufsteiger Panthers Schwenningen gewonnen und somit den fünften Erfolg in Serie eingefahren. Dabei fehlte ein Leistungsträger – und es fing auch noch denkbar schlecht an.

So langsam wird’s unheimlich: Die Römerstrom Gladiators Trier sind nicht zu stoppen in der 2. Basketball-Bundesliga. Am Samstagabend hat das Team von Cheftrainer Christian Held mit 81:68 (31:32) bei Aufsteiger Panthers Schwenningen gewonnen und somit den fünften Erfolg in Serie gefeiert.

Dabei gab es schon vor Spielbeginn die erste schlechte Nachricht für die Gladiatoren: Kevin Smit, der in den vergangenen Wochen überzeugende Flügelspieler, fiel aus für das Duell im Schwarzwald. Der 28-Jährige hatte sich im Tübingen-Spiel vergangene Woche an der Schulter verletzt. Wie lange der Norddeutsche fehlen wird, steht noch nicht fest.

Der Start in die Partie bei den Panthers läuft dann auch alles andere als hervorragend für den Tabellensechsten aus Rheinland-Pfalz: Was Trier zu Beginn gelingt, ist beinahe rekordverdächtig – allerdings in negativem Sinne: Mehr als fünfeinhalb Minuten lang bleibt das Team punktlos. Der Ball läuft viel zu langsam. Ist die Kugel mal am Korb, landet sie daneben. Irgendwie scheint Trier noch nicht angekommen.

Auch defensiv ist das noch nicht das, was Trier in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat. Erst nach 5:39 Minuten sorgt Lucien Schmikale für die ersten Gäste-Zähler – der Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 2:10.

Doch es wird besser. Nach den fahrigen Anfangsminuten steigern sich die Gladiatoren, finden defensiv – angeführt vom energievollen Chase Adams – zu ihrem druckvollen Spiel und kommen bis zum Viertelende auf einen Zähler ran (13:14).

Für Basketball-Feinschmecker ist das auch bis zur Pause nichts: Die Zuschauer in der Schwenninger Sporthalle am Deutenberg sehen viele wilde Aktionen, viele Fehlwürfe und jede Menge Foulpfiffe der Schiedsrichter. Spielfluss kommt nur selten zustande.

Es ist dann der starke Stefan Ilzhöfer, der die Gäste im Laufe des zweiten Viertels mit guten Abschlüssen in Führung bringt (22:18). Läuft der Ball schnell, läuft es auch für die Gäste gut. Doch es gelingt Trier nicht, sich weiter abzusetzen. Offensiv ist das nicht zielstrebig genug, außerdem fallen die Würfe von außen nicht konstant. Da es auch defensiv immer wieder große Lücken gibt, geht’s mit einem knappen Rückstand in die Pause (31:32).

Während sich die Schwenninger in der Folge mehr mit den Entscheidungen der Schiedsrichter als mit dem Spiel befassen, Fouls en Masse kassieren, darunter auch das eine oder andere Technische, spielt Trier es nun cool herunter.

Zwar ist das nach wie vor nicht überragend, jedoch deutlich überlegter und cleverer als das, was der Aufsteiger da zeigt. Die Konsequenz: Trier führt nach drei Vierteln mit sieben Punkten (57:50) – und das völlig verdient.

Und im letzten Viertel? Spielt das Held-Team sein Spiel unbeeindruckt weiter. Der Ball läuft gut, immer wieder ziehen Chase Adams, Jermaine Bucknor oder Lucien Schmikale Fouls gegen die überforderten Panthers.

Spätestens nach einem Dreier durch Jordan Geist – nach sehenswertem Assist von Rupert Hennen – ist die Partie fünfeinhalb Minuten vor dem Ende bereits entschieden (70:55).

Bemerkenswert: Die Gladiatoren gestatten Schwenningen in keinem Viertel mehr als 18 Punkte – ein Beleg für die unterm Strich wieder einmal gute Defensivarbeit.

Nach der Schlusssirene klettern die Spieler auf die Tribüne, um den Auswärtserfolg mit den gut 50 mitgereisten Fans zu zelebrieren.

Die Trierer feiern verdient den fünften Erfolg in Serie, können sich jetzt entspannt unter den Weihnachtsbaum setzen und treffen nach den Festtagen am 28. Dezember im Heimspiel auf Paderborn (19.30 Uhr).


Punkte Trier: Adams 9, Dranginis 2, Bucknor 9, Hennen 1, Schmikale 2, Dietz 6, Grün 7, Ilzhöfer 11, Geist 17, Gloger 17 – Beste Werfer VS: Kolo 15, Borekambi 14 – Viertelstände: 13:14/31:32/57:50/81:68