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Basketball
Trierer Gladiators siegen erneut und haben Playoffs sicher (Update mit Stimmen)

Starke Leistung von Justin Alston am Samstagabend mit den Gladiators Trier in Hanau.
Starke Leistung von Justin Alston am Samstagabend mit den Gladiators Trier in Hanau. FOTO: Gladiators Trier / TV
Hanau. Sechster Sieg in Serie: Die Römerstrom Gladiators Trier haben ihr Spiel am Samstagabend in Hanau mit 73:67 (39:36) gewonnen. Die Entscheidung fiel dabei erst in den letzten Sekunden des Spiels. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Wer außer Justin Alston soll den Schlusspunkt an diesem Abend setzen? Der US-Amerikaner spielt bärenstark am Samstag – 22 Punkte, 17 Rebounds und ein Assist belegen das auf dem Papier. Der 23-Jährige hat wesentlichen Anteil daran, dass seine Römerstrom Gladiators Trier mit 73:67 (39:36) bei den Hanau White Wings gewinnen, damit den sechsten Sieg in Serie feiern und die Playoffs nach Kirchheims Niederlage in Hagen nun auch endgültig sicher haben.

In der Hanauer Main-Kinzig-Halle steht Alston wenige Sekunden vor Ende an der Freiwurflinie. Das Spiel ist da beim Stand von 71:67 schon so gut wie durch, Kapitän Simon Schmitz hat kurz zuvor mit zwei verwandelten Freiwürfen für eine Vorentscheidung gesorgt. Nun steht Alston an der Linie und – wie sollte es anders sein nach einer solchen Sahne-Leistung – versenkt auch diese beiden Würfe im Hanauer Korb. Danach ist Schluss. Trier feiert auf dem Feld und darf weiter vom Heimrecht in den Playoffs träumen.

Trainer Marco van den Berg zeigt sich nach dem Sieg beeindruckt von seinem Team. „Wir hatten zunächst einige Schwierigkeiten mit der physischen Spielweise der Hanauer. Aber wir haben Lösungen gefunden und es geschafft, hier zu gewinnen.“ Das, so findet der Niederländer, sei ein Beweis dafür, wie sehr sich das Team weiterentwickelt habe. „Respekt für die Jungs, das war der sechste Sieg in Serie. Wir schauen in der Tabelle weiter nach oben, wollen versuchen, das Heimrecht in den Playoffs zu erreichen.“

Zum Spiel: Das Duell ist über weite Strecken ausgeglichen. Die Gladiatoren erwischen den besseren Start, führen nach einem Dunk von Justin Alston schnell mit acht Punkten (12:4), verpassen es allerdings in der Folgezeit, den Vorsprung weiter auszubauen. Der Grund: Viele gut rausgespielte Würfe von der Dreierlinie fallen nicht (9 von 25 Versuchen landen bis zur Pause im Korb). Zudem passiert offensiv nicht viel in der Zone, sobald Starting-Center Alston eine Pause erhält. Viel zu wenig kommt von Robert Nortmann und Anton Shoutvin.

Das Heimteam von Trainer Simon Cote ist bis zur Pause ebenbürtig. Vor allen Dingen Deonti Choice ist von den Gladiatoren nur selten zu stoppen, lässt Stefan Ilzhöfer in einigen Aktionen nicht gut aussehen. 12 Punkte erzielt der Hanauer bis zur Halbzeit, wird danach besser verteidigt.

Dank Triers „Number one“ Justin Alston (17 Rebounds) geht das Rebound-Duell klar an Trier (45:35) – ein wichtiger Faktor für den Auswärtssieg. „Er hat die wichtigen Rebounds geholt“, lobt sein Coach nach dem Spiel. „Insgesamt hat er die Räume unterm Korb heute gut genutzt, er wurde allerdings auch immer gut vom Team eingesetzt.“

Neben Alston ist Jermaine Bucknor hervorzuheben. Der Routinier übernimmt immer dann Verantwortung, wenn das Spiel zu kippen droht. Der Kanadier sammelt insgesamt 18 Punkte, fünf Rebounds und einen Assist. Auch Kyle Dranginis spielt stark, setzt Justin Alston immer wieder gut in Szene (sieben Assists), erzielt wichtige Dreier (9 Punkte) und sichert den entscheidenden Rebound gut 20 Sekunden vor Schluss nach einem vergebenen Dreier von Hanaus Christian von Fintel, dem die eingangs beschriebenen Freiwürfe von Simon Schmitz folgen.

„Starke Leistung von Kyle“, lobt Marco van den Berg den US-Amerikaner, „er ist ein echter Allrounder und ein sehr intelligenter Spieler“.

Auch wenn es am Ende mal wieder richtig eng wird, geht der Trierer Sieg in Ordnung. Die Gladiatoren bestätigen ihre seit Wochen starke Form und entscheiden erneut ein knappes Spiel für sich.

Das nächste Spiel für Trier steht am kommenden Samstag zu Hause gegen Kirchheim an (20 Uhr/Arena Trier).

Statistik

Punkte Trier: Alston 22, Dranginis 9, Smit 0, Bucknor 18, Schmikale 0, Schmitz 12, Grün 2, Ilzhöfer 2, Buntic 0, Nortmann 3, Shoutvin 5