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Gladiators starten mit Sieg in die Saison: 87:71 gegen Artland

Basketball : Gladiators starten mit Sieg in die Saison: 87:71 in Quakenbrück

Die Römerstrom Gladiators Trier haben ihr erstes Saisonspiel in der 2. Basketball Bundesliga gewonnen. Dabei war auch das Plus bei den Rebound und ein Routinier entscheidend.

Dass es kein Basketballspiel wie jedes andere werden würde, war klar: Nachdem die Römerstrom Gladiators beim (eigentlichen) Saisonstart gegen die MLP Academics Heidelberg vom Coronavirus und der Heidelberger Quarantäne ausgebremst wurden, hieß es am Samstagabend: Saisonstart, die Zweite. Diesmal ging es in Quakenbrück gegen die Artland Dragons.

Dass die Trierer Basketballer heiß auf den Saisonstart waren, zeigte ein effektiver, wenn auch kurzer Run zu Beginn des Spiels. Unter anderem Neuzugang Robert Nortmann stellte durch zwei erfolgreiche Versuche auf 9:2 für Trier. Alles in der richtigen Bahn, oder?

Von wegen. Denn Quakenbrück, die am ersten Spieltag gegen die Karlsruhe Lions gewinnen konnten, unterbrachen die Trierer Drangphase und zogen mit einem 11:9 an den Gladiators vorbei. Daraufhin ließen sich die Gladiators das Spiel etwas aus den Händen nehmen. Es brauchte einen erneuten Startschuss in die Saison und besondere Momente.

Besondere Momente? Nehmen wir doch Dreier, dachten sich die Gladiators. Und bei Dreiern ist besonders einer in der Verantwortung, der vor einigen Wochen von Coach Marco van den Berg im Gespräch mit unserer Zeitung mit den Worten „Dreier? Das ist für mich Kevin Smit“ beschrieben wurde. Smit nahm sich der Verantwortung an und half dabei, dass sein Team das Spiel derart ausgeglichen gestaltete, wie es erwartet wurde.

Doch nach dem Start dauerte es lange, bis Trier wieder die Führung übernehmen konnte. Erst Mitte des zweiten Viertels hieß es 34:33 für die Gladiators – was jedoch schnell von den Dragongs wieder umgebogen wurde. Vor allem auch Neuzugang Adrian Breitlauch und der wiedergenesene Jonas Oehle sorgten für eine Führung der Heimmannschaft zur Pause (51:54).

Die von Coach van den Berg geforderte geschlossene Mannschaftsleistung zeigte sich nach der Halbzeit: Die Gladiators zogen mit 52:51 an den Dragons vorbei. In dieser Phase verpasste man es allerdings, den Vorsprung weiter auszubauen. Das Spiel war weiterhin hart umkämpft – nicht durch überragende Einzelleistungen eines Spielers, sondern auf beiden Seiten durch mannschaftliche Geschlossenheit. Auf Trierer Seiten zeigten auch besonders die Neuzugänge Dan Monteroso und Jonathan Dubas (jeweils am Ende 12 Punkte) eine gute Leistung.

Was jedoch viel entscheidender sein sollte, waren die Stärken beim Rebound: Eben das, was Marco van den Berg in der Vorbereitung (auch aufgrund der Verletzungsmisere) immer wieder gefordert hatte, ging auf: 48 (Trier) zu 28 (Quakenbrück) erfolgreiche Rebounds sprachen eine deutliche Sprache.

Ein Beispiel: Mitte des dritten Viertels verlegte Trier einen Fast Break und musste danach einen Konter in Kauf nehmen. Dieser wurde jedoch durch jede Menge Wille geblockt und in einen eigenen Ballbesitz umgewandelt. Das zeigte den Zusammenhalt des Teams und den Willen, dieses Spiel nicht mehr aus der Hand zu geben.

Dieser Faktor und die Erfahrung von Jermaine Bucknor sorgten auch dafür, dass Trier in der Folge das Spiel in seine Richtung lenken konnte. Bucknor beendete das Spiel mit 18 Punkten und war damit der Topscorer der Gladiators.