Gladiators Trier bezwingen Ehingen deutlich

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Fünfter Heimsieg in Serie: Gladiators Trier bezwingen Ehingen - schon am Dienstag geht’s weiter

Die Römerstrom Gladiators Trier haben ihren ersten Erfolg im Jahr 2020 in der Tasche: Gegen Team Ehingen Urspring gewann die Mannschaft von Trainer Christian Held am Freitagabend vor 3063 Zuschauern in der Arena Trier mit 90:66 (44:37). Die Basis für den Erfolg legten die Gladiatoren dabei zu Beginn der zweiten Halbzeit. Den Schlusspunkt setzte ein Geburtstagskind.

Es gibt diese Spiele, die nach der Halbzeit erst mal wieder ein bisschen brauchen, um auf Touren zu kommen. Da dümpelt das Spielgeschehen für einige Zeit so vor sich hin, bis es dann endlich wieder zur Sache geht. So viel sei verraten: Das ist am Freitagabend beim Duell der Römerstrom Gladiators Trier gegen Team Ehingen Urspring nicht der Fall. Was die Gladiatoren den 3067 Zuschauern im dritten Viertel kredenzen, das ist vom Feinsten. Triers Trainer Christian Held wird diese Phase nach dem Spiel als „vorentscheidend“ bezeichnen.

Aber zunächst mal das Wichtigste: Dem Team von Trainer Christian Held ist die Wiedergutmachung nach der Pleite von Karlsruhe aus der vergangenen Woche geglückt. Unterm Strich stehen deutlich mehr Intensität in der Defensive, bessere Ballbewegungen – was 24 Assists belegen – sowie eine bessere Trefferquote aus dem Feld (51 Prozent) als noch bei der 76:99-Niederlage sechs Tage zuvor.

Völlig verdient gewinnt Trier daher das erste Heimspiel des Jahres gegen einen in Halbzeit zwei überforderten Tabellenletzten mit 90:66 (44:37) und feiert somit den elften Saisonsieg.

Die ersten Minuten in der gut gefüllten Arena gehören Stefan Ilzhöfer. Als Christian Held den 24-Jährigen nach knapp sechs Minuten zum ersten Mal vom Feld nimmt, hat Ilzhöfer bereits acht Punkte und einen Assist auf dem Konto. Zwar erzielen die Gäste aus der Nähe von Ulm die ersten Zähler der Partie in Person von Cullen Jacob Neal, doch danach ist Trier das spielbestimmende Team – ohne dabei zunächst wirklich zu überzeugen.

Unterm Strich sind das noch zu viele Ungenauigkeiten. Mal steht ein Spieler mit dem Ball im Aus. Mal rutscht ein einfacher Korbleger daneben. Mit einer Sieben-Punkte-Führung geht’s dann ins zweite Viertel (25:18).

Hier schraubt Lucien Schmikale den Trierer Vorsprung zunächst mit einem Dreier weiter nach oben (28:18). Doch weil Ehingen nun auch aus der Distanz trifft und Gregory Malinowsky direkt mal zwei Dreier hintereinander verwandelt, bleiben die Gäste im Spiel.

Trier ist nach wie vor das bessere Team, doch die Gladiatoren spielen es vorne weiterhin zu locker, geben immer wieder Bälle ab, und legen einfache Würfe daneben. Die Folge: Der Vorsprung schmilzt, beträgt nach 15 Minuten noch drei Zähler (33:30).

In der Folgezeit wird’s dann zerfahren. Ein Foulpfiff folgt dem nächsten, hinzukommen viele Fehler auf beiden Seiten. Nur selten sehen die gut 3000 Zuschauer solch schicke Szenen wie Mitte des zweiten Viertels. Da läuft der Ball auf Gladiators-Seite mal richtig schnell: Ein Pass, noch einer, noch einer – Ehingen kommt nicht hinterher, dann landet die Kugel bei Lucien Schmikale, der nimmt Maß und trifft für Drei (38:30).

Die Trierer Führung zur Pause (44:37) geht in Ordnung, auch wenn das noch keine Sahne-Leistung ist – das belegen allein schon die zwölf Ballverluste, die nach den ersten 20 Minuten auf dem Spielberichtsbogen stehen.

Doch jetzt folgt ja Viertel Nummer drei – und da heißt’s dann gut anschnallen, liebe Ehinger. Trier, kommt wild entschlossen aus der Kabine, drückt das Gaspedal jetzt mal so richtig durch – und Ehingen kommt nicht mehr hinterher.

Es sind die Minuten, in denen die Mannschaft von Trainer Christian Held den Heimsieg perfekt macht. Basis ist die Trierer Defensive. Der enormen Gladiators-Wucht haben die Ehinger nichts entgegenzusetzen. Es wirkt, als habe sich Trier den Gegner in Halbzeit eins zurechtgelegt, um dann in Halbzeit zwei zuzuschlagen.

Angeführt vom stärksten Gladiator, Stefan Ilzhöfer, klauen die Trierer dem Team von Trainer Domenik Reinboth einen Ball nach dem anderen. Und vorne stellt Trier die Fehler aus Halbzeit eins ab. Das ist phasenweise der Basketball der vergangenen Wochen. Die sauber rausgespielten Würfe fallen. Zudem sichern sich die physisch deutlich überlegenen Jungs von der Mosel jede Menge Offensivrebounds.

Mal trifft Ilzhöfer, dann Jordan Geist, mal Till Gloger oder Thomas Grün. Mit seinen Zählern fünf und sechs schraubt der Luxemburger den Vorsprung drei Minuten vor Ende des dritten Viertels auf saftige 21 Punkte (71:50). Das sieht jetzt richtig gut aus.

Nach drei Vierteln ist klar: Das Ding ist durch (73:54), das holen die Gäste nicht mehr auf. Die letzten Punkte des Tages erzielt schließlich Jordan Geist an seinem 23. Geburtstag.

Triers Cheftrainer Christian Held betont nach der Partie: „Ich bin sehr zufrieden mit der Reaktion, die wir nach dem vergangenen Wochenende gezeigt haben – insbesondere mit der Energie, mit der wir verteidigt haben.“

Nach einem freien Samstag steht für die Gladiatoren ab Sonntag schon der nächste Gegner im Fokus: die Niners Chemnitz. Am Montag reist Trier in die sächsische Stadt, wo das Team am Dienstagabend (19.30 Uhr) beim Liga-Spitzenreiter gastiert. Die Sachsen haben bisher nur ein Spiel in dieser Saison verloren – in der Hinrunde gegen Trier.

Statistik

Punkte Trier: Adams 8, Dranginis 10, Bucknor 2, Hennen 4, Schmikale 10, Dietz 4, Grün 8, Ilzhöfer 15, Geist 19, Gloger 10 - Beste Schützen Ehingen: Neal 13, Otto 11, Scheive 11 – Viertel: 25:18/44:37/73:54/90:66 - ZS: 3067 in der Arena Trier