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Gladiators Trier: Debütanten treffen beim Sieg am besten

86:68 gegen Aufsteiger : Die Debütanten treffen beim Gladiators-Sieg am besten

Basketball: Gladiators Trier rupfen Adlern aus Itzehoe die Federn und bleiben auf Playoff-Kurs – auch wenn es erst spät deutlich wird. Das sind nicht die einzigen guten Nachrichten.

Es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was für die Gladiators in dieser Saison noch gehen könnte: Der letztlich souveräne Heimsieg gegen Aufsteiger Itzehoe Eagles (86:68)  ist zwar sicher nichts fürs Langzeitgedächtnis – noch greifen nicht alle Rädchen ineinander, noch sitzen nicht alle Pässe. Aber: Die Playoffs erreichen und dort eine gute Rolle spielen? Das lässt sich nach dem Spiel am Sonntag leicht ausmalen.

Auch wegen der größeren Möglichkeiten. Gleich drei Trierer feierten ihre Heimspiel-Premiere: Der nach langer Verletzung zurückgekehrte Austin Wiley stand ebenso wie der im November nachverpflichtete Parker van Dyke in der Startformation – neben Jonas Grof, Thomas Grün und Radoslav Pekovic. Auch Enosch Wolf kam bereits im ersten Viertel zu seinem ersten Einsatz für die Gladiators. Damit gewinnt der Kader Trierer gerade unter den Körben deutlich an Tiefe. Austin Wiley machte auch die ersten Trierer Punkte mit zwei Freiwürfen (2:3) und einem Korbleger (4:5). Der Center kam aber mit zunehmender Spieldauer nur noch dosiert zum Einsatz. Klar, dass Wiley nach über drei Monaten Verletzungspause noch eine Weile brauchen wird, bis er wieder bei 100 Prozent ist. Am Ende sind aber genau die Debütanten die Topscorer bei den Trierern: Van Dyke mit 20, Wolf mit 16 und Wiley mit 12 Punkten.

Die neuen personellen Möglichkeiten wirkten sich schon gegen des ersten Abschnitts aus. Die Gladiators hatten zunehmend die Kontrolle. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 10:10 durch den Ex-Trierer Lucien Schmikale gelang den Gladiators ein 9:0-Lauf (19:10). Das Viertel ging mit 22:18 an die Trierer. Der zweite Abschnitt begann mit einem schönen Anspiel von Pekovic auf Wiley (24:18). Die Trierer erhöhten auf 33:26 und 39:30, der zuletzt acht Mal sieglose Aufsteiger hielt aber gut dagegen und blieb an den Gladiators dran (41:38). Einerseits, weil die Trierer im zweiten Viertel keinen Dreier trafen – bei vier Versuchen. Und auch, weil der Abstiegskandidat aus Schleswig-Holstein vor allem in der Offensive ein gutes Spiel machte. Davon war aber nach der Pause nicht mehr viel zu sehen. Jonathan Almstedt brachte die Gladiators erstmals zweistellig in Führung (58:47). Parker van Dyke zeigte nun, wofür er geholt wurde: Er traf wichtige Dreier (61:47). Und auch, wenn nicht alles klappte, zeigten die Trierer nun ihre größere individuelle Klasse. Mit 13 Punkten Vorsprung gingen die Gladiators ins Schlussviertel. Spätestens beim 73:56 durch van Dyke war klar, dass die Trierer die Negativserie der Eagles verlängern würden. Da war der Adler längst gelandet, auf dem Boden der Tatsachen. Die Gladiators machten es am Ende noch ziemlich deutlich (86:68). Itzehoe kam in der zweiten Halbzeit nur noch auf 24 Punkte, was nicht zuletzt an der verbesserten Defensive des Teams von Marco van den Berg lag.

Vorher war lange unklar, unter welchen Voraussetzungen das Spiel ausgetragen werden könnte. Am Samstagmorgen hatten die Gladiators mitgeteilt, dass die bisher in der Arena geltende 2G-Regelung für das Spiel gegen Itzehoe nicht ausreichen würde. Geimpfte oder Genesene brauchten zusätzlich eine tagesaktuellen negativen Coronatest. Testmöglichkeiten gab es allerdings vor der Arena, so sorgten auch die verschärften Auflagen nicht für große Verzögerungen. 1800 Zuschauer hätten maximal kommen dürfen, 1233 waren am Sonntag da.

Gladiators: Zeeb 7 , van Dyke 20 , Demmer n.e. , Wolf 16, Grof 7 , Grün 2 , Almstedt 2 , Clarke 11 , Pekovic 9 , Wiley 12

Itzehoe Eagles (bester Schütze): Kolo 20

Viertelstände: 22:18, 51:44 (Halbzeit) , 69:56, 86:68

Zuschauer: 1233