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Basketball
Gladiators Trier: Der zukünftige Chefcoach Christian Held spricht über seine Ziele

Einer geht, zwei bleiben: Während Cheftrainer Marco van den Berg (rechts neben Geschäftsführer Achim Schmitz) die Gladiators im Sommer verlassen wird, übernimmt sein aktueller Assistent Christian Held (links) sein Amt zur neuen Spielzeit.
Einer geht, zwei bleiben: Während Cheftrainer Marco van den Berg (rechts neben Geschäftsführer Achim Schmitz) die Gladiators im Sommer verlassen wird, übernimmt sein aktueller Assistent Christian Held (links) sein Amt zur neuen Spielzeit. FOTO: Marek Fritzen
Trier. Basketball: Christian Held übernimmt ab Sommer das Cheftrainer-Amt bei den Gladiators. Jetzt hat er sich zu seinen Zielen geäußert. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Sein Vater Ralph war zwischen 1995 und 2002 Co-Trainer der Trierer Bundesligabasketballer unter Coach Don Beck. Zur neuen Saison übernimmt Christian Held nun das Amt des Cheftrainers bei Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier, da Coach Marco van den Berg den Club im Sommer aus privaten und beruflichen Gründen verlassen wird (der TV berichtete).

Am Mittwoch hat sich der 29-jährige bisherige van-den-Berg-Assistent erstmals öffentlich zu seiner neuen Funktion geäußert. Sportlich, so betonte Held bei einer Pressekonferenz des Vereins, sei das Ziel in den kommenden beiden Spielzeiten – sein Vertrag läuft bis 2020 – das Erreichen der ProA-Playoffs. „Was wir uns als Club zudem klar als Ziel gesetzt haben, ist, die Infrastruktur des Vereins weiter zu verbessern. Das fängt im Jugendbereich an, geht über die Geschäftsstelle bis hin zur Profimannschaft. Da wird in den kommenden Spielzeiten ein großes Augenmerk drauf liegen.“ Darüber hinaus, so sagt Held, gehe es darum, die Zusammenarbeit mit den anderen Trierer Basketballvereinen weiter auszubauen: „Es war schon mal ein ganz wichtiger Schritt, dass es gelungen ist, alle Vereine in Trier mal an einen Tisch zu bekommen. Da gilt es weiter zu arbeiten. Wir stehen in ständigem Austausch mit den Vereinen und würden das gerne auch noch ausbauen.“

Christian Held kennt Trier bestens. Als er drei Jahre alt war, zogen seine Eltern mit ihm berufsbedingt von Aachen an die Mosel, bis zu seinem 15. Lebensjahr lebte er in der Stadt, dann zog die Familie weiter nach Oldenburg, wo Vater Ralph die Nachwuchsabteilung der Baskets in den folgenden Jahren zu einer der angesehensten in ganz Deutschland machte.

Christian Held hat die renommierte dreijährige Trainerausbildung von Bundesligist EWE Baskets Oldenburg durchlaufen. In diesem Rahmen hospitierte er bei Trainer-Größen wie Svetislav Pesic, Chris Fleming oder Henrik Rödl. Auch bei internationalen Spitzenclubs wie Lietuvos rytas Vilnius oder Roter Stern Belgrad arbeitete er im Rahmen seiner Ausbildung mit, verbrachte zudem eine Saison im Trainerteam des College-Clubs Gonzaga Bulldogs – bei dem einst auch Kyle Dranginis aktiv war – und trainierte nach seiner Rückkehr nach Deutschland das NBBL- sowie ProB-Team der Oldenburger, mit dem er in der Saison 2015/16 die ProB-Meisterschaft holte. Seit der Saison 2016/17 arbeitet er als Co-Trainer der Gladiators und Jugendkoordinator des Clubs. Ob er die letztgenannte Funktion auch zukünftig neben seinem Amt als Cheftrainer ausführen wird, ist nach Aussage von Geschäftsführer Achim Schmitz noch nicht abschließend geklärt.

„Ich bin Marco van den Berg sehr, sehr dankbar für das, was ich von ihm in den vergangenen anderthalb Jahren lernen konnte“, betont Held am Mittwoch. Er sei genau wie van den Berg ein defensiv orientierter Trainer. „Und genau wie Marco liegt mir auch die Entwicklung junger, deutscher Spieler am Herzen. Da führe ich seine Arbeit sehr gerne weiter“, sagt Held.

Zur Frage, wie sein künftiges Trainerteam aussehen werde, ob er sich in Sachen Co-Trainer eventuell bei seinem Ex-Club Oldenburg, in Trier oder doch ganz woanders umschaue, sagt Held am Mittwoch nur so viel: „So weit sind wir noch nicht, dass da schon etwas spruchreif wäre.“

Zum Heimspiel empfangen die Gladiators am  Samstag (20. Januar) den Tabellen­dritten Rheinstars Köln (20 Uhr).