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Basketball
Kalte Füße gibt’s woanders: Gladiators vor dem Ehingen-Heimspiel

Ob sie nach dem Ehingen-Spiel heute Abend auch wieder einen auf Händen tragen? Nach dem Erfolg über Hamburg ließen die Gladiatoren Thomas Grün hochleben.
Ob sie nach dem Ehingen-Spiel heute Abend auch wieder einen auf Händen tragen? Nach dem Erfolg über Hamburg ließen die Gladiatoren Thomas Grün hochleben. FOTO: Willy Speicher
Trier. Vor dem Gladiators-Heimspiel gegen Ehingen (Freitag, 20 Uhr) hat der TV mit zwei Trierern über Kälte, eine Rechnung und eine Serie gesprochen. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Ist das kalt diese Woche: -8, -9, -10 Grad – wer da nicht friert, hat wohl ´ne gute Heizung! „Tja“, sagt Thomas Grün“, „bei diesen Temperaturen, da bin ich doch echt nochmal besonders glücklich, Basketballer und nicht Fußballer geworden zu sein“. Mitleid, so fügt er lachend an, habe er nicht mit den Kollegen vom grünen Rasen dort draußen in der Kälte, „die haben sich das ja so ausgesucht“.

Um kalte Füße, so viel steht wohl fest, müssen sich die Zuschauer in der Arena Trier am Freitagabend keine Gedanken machen. Wenn es Grün und die Römerstrom Gladiators Trier im Heimspiel gegen den Tabellen-14. Ehingen Urspring (20 Uhr) auch nur im Ansatz wieder so spannend machen wie in den vergangenen Heimspielen gegen Hamburg, Vechta oder Crailsheim, dann qualmen den Fans nach 40 Minuten die Socken.

Im vergangenen Heimspiel gegen Hamburg war es Grün selbst, der mit einem Tip-in in letzter Sekunde den 84:83-Heimsieg eintütete und im Anschluss von seinen Teamkollegen auf Händen getragen wurde. „Das war schon geil“, gesteht der Luxemburger am Donnerstag, „aber es müsste nicht unbedingt immer so spannend sein, ich würde mich auch freuen, wenn wir den Sieg gegen Ehingen früher klarmachen könnten“.

Neun Siege aus den vergangenen zwölf Spielen, zuletzt der eindrucksvolle Erfolg beim Spitzenteam Karlsruhe – zum Ende der Hauptrunde kommen die Gladiators immer besser in Schwung. „Der Sieg in Karlsruhe, aber auch bereits die Leistung bei der Niederlage in Heidelberg zwei Wochen zuvor, haben uns weiteres Selbstbewusstsein gegeben. Wir wissen, was wir erreichen können, wenn wir selbstbewusst auftreten“, betont Grün, der am Mittwoch Geburtstag feierte.

Der 23-Jährige hat eine besondere Beziehung zum heutigen Gegner. Im Alter von 16 Jahren wechselte Grün aus Luxemburg auf das Basketball-Internat Urspring in der Nähe von Ulm. In der Talentschmiede machte er sein Abitur, durchlief die Jugendteams des Internats und holte 2013 mit Team Urspring die Meisterschaft in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL). „Eine großartige Zeit, Urspring ist wie eine große Familie“, verriet Grün einst im TV-Porträt. Mit dem aktuellen Team um Trainer Domenik Reinboth verbindet Triers Nummer 10 nach eigener Aussage heute allerdings nichts mehr. „Da besteht kein Kontakt“, sagt Grün.

Der Gladiators-Gegner erlebt in den vergangenen Wochen einen Aufschwung, hat die Abstiegsplätze nach drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen verlassen. Wesentlichen Anteil daran hat Achmadschah Zazai. Der 1,76-Meter große Aufbauspieler spielt seit gut vier Wochen für die Schwaben und hilft dem Team mit seiner Routine - der 31-Jährige war bereits für Gießen und Braunschweig  in der Bundesliga aktiv - enorm weiter. Triers Trainer Marco van den Berg betont: „Er ist klein, schnell und giftig - gibt dem Team wichtige Impulse.“ Darüber hinaus verfüge die Mannschaft mit Davonte Damion Lacy („der beste offensive Flügelspieler der Liga“) und Seger Bonifant („der vielleicht beste Schütze der Liga“) über zwei ganz starke Akteure.

Gelingt Trier der achte Heimsieg in Serie, wäre dies ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation. Marco van den Berg findet: „Die Liga ist so offen, wie ich es in meiner Trierer Zeit bisher noch nicht erlebt habe. Ich gehe mal davon aus, dass wir noch vier Siege brauchen, um die Quali sicher in der Tasche zu haben.“

Fehlen werden definitiv Johannes Joos und Kilian Dietz.

Nach dem Heimspiel gegen Ehingen am Freitag (20 Uhr/Arena Trier) steht für die Gladiators bereits am Sonntag das nächste Duell an. Dann geht’s zu Phoenix Hagen (17 Uhr/www.airtango.live).

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Logo_Gladiators_Neu FOTO: Lambrecht, Jana / TV