1. Sport
  2. Basketball
  3. Gladiators Trier

Gladiators Trier feiern Sieg - aber neuer Chetrainer sieht gravierende Schwäche

Ende der Auswärts-Seuche : Serie beendet: Gladiators siegen beim BBL-Absteiger

2. Basketball-Bundesliga: Eine starke Teamleistung und ein glänzender Enosch Wolf sorgen für 81:67-Erfolg in Vechta.

Das war dringend nötig, um die Playoff-Plätze nicht aus den Augen zu verlieren: Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sich am Sonntag beim 81:67 bei Rasta Vechta mit einer engagierten Vorstellung den ersten Sieg des Jahres gesichert – wenn auch bei einem über weite Strecken schwachen Gegner. Fünf Gladiatoren trafen zweistellig. Top­scorer war Enosch Wolf mit seiner Saisonbestleistung von 20 Punkten und 17 (!) Rebounds. Auch Austin Wiley schaffte es in 20 Minuten auf dem Feld – eigentlich wie immer – zu einem Double-Double mit elf Punkten und ebenfalls 17 Rebounds.

Was auf Trierer Seite Mut macht: Es war eine starke Teamleistung der Gladiatoren, die in fremden Hallen zuvor wenig zustande gebracht hatten. Nach drei Vierteln hatten die Trierer bereits mit 20 Punkten Vorsprung geführt. Rasta kam zwar noch auf zehn Punkte ran, allerdings erst eine Minute vor dem Ende.

Die Trierer hatten sich für das Auswärtsspiel bei Rasta Vechta einiges vorgenommen – vor allem defensiv. Das zeigte sich schon zu Beginn der Partie. Austin Wiley sorgte für die erste Trierer Führung (8:7). Die Gladiators stellten die Rasta-Offensive vor einige Probleme. Über 10:7 und 13:9 erhöhten die Gäste zum Viertelende auf 22:16. Die Gladiators hatten nun eine starke Phase, sie legten vor auf 28:16. Weiter absetzen konnten sich die Gladiators aber nicht. Mit einem 39:33-Führung ging es in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel wurde dann aber schnell deutlich, dass die Trierer die miese Auswärtsbilanz mit zuletzt sechs Niederlagen in Folge aufbessern wollten. Den Gladiators kam dabei entgegen, dass der BBL-Absteiger im dritten Viertel komplett von der Rolle war. Von den Trierern gab es nun schöne Anspiele zu sehen, gute Defensive – und die Dreier fielen nun auch mal rein. So bauten sie über 46:36 und 57:39 den Vorsprung immer weiter aus. Mit einer komfortablen 20-Punkte-Führung gingen die Trierer ins Schlussviertel (63:43) – schon eine Vorentscheidung. Vechta verkürzte noch mal, die Gladiators ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. 

Seinen ersten Einsatz als Cheftrainer einer Profi-Mannschaft hatte Pascal Heinrichs zwei Tage zuvor beim 80:88 gegen den Tabellenführer Rostock. Mit dem Einsatz und der Körpersprache seines Teams war er zufrieden. „Aber 27 Turnover sind natürlich viel zu viel“, kommentierte er. Die Gladiators sind bei den Ballverlusten Liga-Spitze. 

Die Partie vor gut 800 Zuschauern war über weite Strecken eng. Acht Minuten vor dem Ende führten die Seawolves erstmals zweistellig (71:60). Heinrichs nahm eine Auszeit. Die Gäste ließen sich aber nicht mehr von der hitzigen Atmosphäre anstecken. Während sich die Trierer über Entscheidungen der Referees wahlweise ärgerten oder wunderten, zogen die Rostocker immer weiter davon. Beim 63:78 war die Partie vorentschieden. Den Trierern fehlte der Glaube, das Ding noch zu drehen. Die bekannten Probleme konnte auch Pascal Heinrichs nicht auf die Schnelle lösen – und das war auch nicht zu erwarten: Zu wenig Gefahr aus der Distanz, zu viele Ballverluste, zu viele wilde Aktionen.

Am nächsten Wochenende sind die Gladiators wieder auf Tour. Dann gastieren sie am Samstag beim Tabellenvorletzten Itzehoe (19.30 Uhr).

 Enosch Wolf (links, hier auf einem Archivbild) trumpfte in Vechta auf.
Enosch Wolf (links, hier auf einem Archivbild) trumpfte in Vechta auf. Foto: Willy Speicher

Statistik:

Vechta - Trier 67:81

Gladiators: Zeeb 14, van Dyke 10, Wolf 20 , Grof 8, Grün 5, Niedermanner 0, Almstedt 3, Clarke 10, Wiley 11

Trier - Rostock 80:88

Gladiators: Zeeb 13, van Dyke 7, Wolf 6, Grof 7, Grün 13, Niedermanner 3, Almstedt 0, Clarke 11, Wiley 20