Basketball: Gladiators Trier feiern Sieg in letzter Sekunde

Basketball : Gladiators Trier feiern Sieg in letzter Sekunde

Was für eine Dramatik: In einem verrückten Spiel haben die Römerstrom Gladiators Trier am Sonntagabend beim Drittletzten Schalke 04 gewonnen. Die Entscheidung fiel dabei mit der Schlusssirene.

Als Schalkes Courtney Balger siebeneinhalb Minuten vor dem Spielende für Zwei trifft, rückt der Playoff-Einzug der Römerstrom Gladiators Trier in  ganz weite Ferne: 43:58 lautet der Spielstand. Trier ist ratlos. Offensiv geht nichts, über zehn Minuten ist den Gladiatoren zu diesem Zeitpunkt kein Treffer mehr gelungen. Defensiv kriegt das Team von Trainer Christian Held den Drittletzten aus dem Ruhrpott nicht gestoppt. Das dritte Viertel war zuvor nach katastrophaler Vorstellung mit 6:20 an den FC Schalke 04 gegangen. War’s das wirklich mit dem Auswärtssieg? Nein: Dank einer unglaublichen Energieleistung und einer Wahnsinns-Aktion von Kapitän Simon Schmitz kämpfen sich die Gladiatoren zurück ins Spiel und gewinnen am Ende mit 66:64 (37:33) – aber dazu gleich.

Eine dicke Überraschung gibt’s direkt zu Anfang: Gladiators-Trainer Christian Held schickt eine ungewöhnliche Anfangsformation aufs Feld. Zahlreiche Stammkräfte sitzen zunächst auf der Bank. Dafür in der ersten Fünf: Rupert Hennen, Stefan Ilzhöfer, Luka Buntic, Thomas Grün und Till Gloger. Und: Hennen & Co. spielen es gut. In der Offensive machen die Fünf das Spiel schnell, attackieren den Korb, wann immer es geht. Das sieht deutlich besser aus, als in den vergangenen Wochen. Das bleibt auch nach den Einwechslungen der Erfahrenen Simon Schmitz, Johannes Joos und Jermaine Bucknor so. Trier zeigt einen engagierten Auftritt gegen gute Schalker. Ausgeglichen geht’s in die zweiten zehn Minuten (19:19).

Bis zur Pause entwickelt sich Trier zum spielbestimmenden Team. Hervorzuheben dabei ist Till Gloger. Nach zuletzt mehreren schwachen Auftritten ist der 26-Jährige am Sonntagabend einer der besten Trierer – zwölf Punkte und vier Rebounds sammelt er allein in Halbzeit eins. Triers Spiel ist temporeich, ideenreich, facettenreich – die 37:33-Halbzeitführung ist verdient.

Dann das: Wie eingangs beschrieben liegt Trier siebeneinhalb Minuten vor Spielende mit 43:58 hinten. Doch das Held-Team gibt sich nicht auf: 1:55 Minuten vor dem Ende erzielt Till Gloger den Ausgleich (61:61).

Dann wird’s packend: Der letzte Angriff läuft, Schalke führt mit einem Zähler (63:64). Noch fünf Sekunden. Simon Schmitz dribbelt an der Dreier-Linie. Vier, drei. Er dribbelt noch immer. Zwei, eins: Schmitz nimmt den Dreier. Der Ball fliegt – und landet im Korb. 66:64 – Auswärtssieg. Was für ein Spiel!

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie war das ein enorm wichtiger Erfolg für das Team von Trainer Christian Held im Kampf um die Playoffs. Am kommenden Freitagabend (20 Uhr) empfangen die Gladiatoren die Kirchheim Knights in der Arena.

Punkte Trier: Lewis 7, Bucknor 17, Schmitz 6, Grün 9, Ilzhöfer 3, Buntic 2, Gloger 20, Joos 2

Mehr von Volksfreund