Gladiators Trier gewinnen in Ehingen

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Dritter Saisonsieg: Gladiators Trier gewinnen in Ehingen

Auswärtserfolg für die Römerstrom Gladiators Trier: Der Basketball-Zweitligist hat sein Spiel beim Team Ehingen Urspring am Samstagabend mit 76:69 (39:31) gewonnen.

Wie hatte Triers Cheftrainer Christian Held nach der zweiwöchigen spielfreien Zeit am Freitag noch gesagt? Er glaube, seinem Team habe die Pause gutgetan. Stand Samstagabend 20.45 Uhr bleibt festzuhalten: Stimmt! Mit 76:69 (38:31) haben die Römerstrom Gladiators Trier ihr Auswärtsspiel beim Team Ehingen Urspring gewonnen und dabei eine über weite Strecken starke Vorstellung gezeigt.

Schon der Start ist gelungen: Als Ehingens Coach Domenik Reinboth zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels die erste Auszeit nimmt, hat Gladiator Thomas Grün nach sehenswertem Assist von Jordan Geist gerade das 17:10 erzielt. Trier – bei dem Kilian Dietz erstmals in dieser Saison im Kader steht, aber noch nicht zum Einsatz kommt – zeigt sich defensiv wach, deutlich stärker als in den Spielen zuvor. Diesmal klappen auch die Hilfen für die geschlagenen Mitspieler. Das sieht gut aus. Und auch offensiv ist das ein guter Start mit sehr viel Tempo-Basketball. Jordan Geist versenkt zwei von zwei Dreiern und auch bei seinen Teamkollegen läuft der Ball gut. Die Trierer Führung nach dem ersten Viertel geht vollkommen in Ordnung (19:12).

Die Mannschaft von Cheftrainer Christian Held bleibt auch in der Folgezeit das bessere Team. Triers Offensivspiel ist facettenreich: Mal geht der Ball runter auf Triers Besten, Till Gloger, der immer wieder sehenswert trifft. Dann versuchen es die Gäste von außen – so wie Jermaine Bucknor, der den Gladiators-Vorsprung sieben Minuten vor der Pause mit einem verwandelten Dreier auf neun Zähler schraubt (31:22). Nur weil Trier nun nicht mehr so hochprozentig trifft wie noch in den Anfangsminuten, fällt die Führung nicht noch höher aus.

Mit 39:31 geht’s dann in die Pause. Zum Vergleich: In den beiden Spielen zuvor hatte Trier zur Halbzeit bereits deutlich mehr Punkte kassiert – gegen Bremerhaven waren es 55, gegen Hagen 46. Ein Beleg für die bessere Abstimmung in der Trierer Defensive. Ehingen hat sichtbare Probleme mit dem Trierer Defensiv-Druck. Nur selten kommen die Schwaben zu einfachen Punkten.

Zu Beginn des dritten Viertels dann Triers schwächste Phase. Ehingen wirkt plötzlich deutlich aggressiver, Trier beeindruckt, speziell die Zonen-Presse der Schwaben macht den Gladiators zu schaffen. Weil Ehingen nun auch die Würfe von außen trifft, und es das Held-Team dagegen zu häufig erfolglos von außen versucht, ist die Gäste-Führung nach 25 Minuten dahin (47:48).

Doch die Gladiators behalten den Kopf oben und überstehen diese Drangphase des Urspring-Teams: Nach einer Held-Auszeit agiert das Team offensiv wieder cleverer, Kevin Smit und Stefan Ilzhöfer bringen ihre Mannschaft mit erfolgreichen Szenen wieder in Führung (54:48). Vor allen Dingen Smit überzeugt in der Folgezeit mit schicken Aktionen. Der 28-Jährige setzt seine Mitspieler erfolgreich ein. Nach dem holprigen Start in die zweite Halbzeit haben sich die Gäste die 58:52-Führung nach drei Vierteln wieder klar verdient.

Es ist auch Kevin Smit, der nach wenigen Sekunden im vierten Viertel ein Offensiv-Foul gegen Darnell Foreman zieht und seinem Team den nächsten Ballbesitz verschafft. Kurz zuvor hatte Jermaine Bucknor bereits einen Dreier verwandelt (61:52) – das alles sieht gut aus für die Gäste. Immer und immer wieder attackieren die Herren von der Mosel den Korb, reißen so Lücken in die Ehinger Defensive und finden dann mit geschickten Pässen den freien Mann.

Zwar gehören Jordan Geist (12 Punkte) und Till Gloger (22 Punkte, 6 Rebounds) zu den besten Trierern, doch der Erfolg basiert auf einer geschlossenen Teamleistung: Kevin Smit, Simon Schmitz, Stefan Ilzhöfer oder Lucien Schmikale – sie alle haben Anteil daran, dass Trier am Ende völlig verdient den dritten Saisonsieg einfährt.

Bitter für Ehingen: Dan Monteroso, einer der Köpfe des Teams, knickt zwei Minuten vor dem Ende um und muss verletzt vom Feld.

Weiter geht’s am 31. Oktober in der Arena Trier: Dort ist dann Schalke 04 zu Gast (19.30 Uhr).

Punkte Trier: Dranginis 2, Smit 4, Bucknor 9, Hennen 0, Schmikale 5, Schmitz 8, Grün 7, Ilzhöfer 6, Geist 13, Gloger 22