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Gladiators Trier in Jena: Brüder Enosch und Julius Wolf im Duell

Gladiators im doppelten Einsatz : Bruder-Duell bei Gladiators Trier und Gegner Jena: Welcher Wolf darf jubeln?

Wichtiger Doppelspieltag für die Römerstrom Gladiators in der zweiten Basketball-Bundesliga. Nach dem Gastspiel am Freitag in Paderborn kommt es am Sonntag in Jena zum Brüderduell. Was das bedeutet.

Nein, eins muss Julius Wolf diesmal nicht befürchten, jedenfalls nicht von seinem Bruder Enosch. Als er 2016 mit Jena Zweitliga-Meister wurde, musste er unters (Rasier)Messer – der ziemlich lange Bart musste ab. Initiiert hatte das damals sein Bruder über Facebook. „Sein Bart war grausam, damals“, erinnert sich Enosch Wolf, der seit der aktuellen Saison für Trier spielt. Aktuell sei es optisch nicht so schlimm. Also: keine Wiederholungs-Gefahr.

Denn auch 2022 könnte Jenas Kapitän Julius Wolf wieder Meister werden. Sein Team ist Zweiter in der Pro A, am Sonntag steht in Thüringen das Bruder-Duell Julius gegen  Enosch an (16.30 Uhr). Zuvor geht es für die Trierer am Freitag noch nach Paderborn, dort könnten die Gladiators die Playoff-Teilnahme mit einem Sieg schon fast perfekt machen.

Im Kurz-Interview sagen die beiden Wolf-Brüder, wer sich nach dem Spiel am Sonntag freuen wird – und warum:

Im Basketball und im Alltag – was können Sie besser als Ihr Bruder?

Da ist für 2,15-Meter-Kante Enosch Wolf (31) – zwei Jahre älter und 14 Zentimeter größer als Julius – die Sache klar: „Was Basketball angeht, bin ich athletischer und besser im Rebounding.“ Und abseits des Platzes? „Ich denke, ich kann meine Meinung besser kundtun.“ 

Jenas Leit-Wolf hat andere Qualitäten: „Ich kann besser werfen als er“, antwortet er. „Und ich kann besser die Ruhe bewahren.“

 Enosch Wolf spielt seit dieser Saison für die Gladiators.
Enosch Wolf spielt seit dieser Saison für die Gladiators. Foto: Simon Engelbert / PHOTOGROOVE

Was der Bruder besser kann?

Das ergibt sich daraus, sagt Julius Wolf, der Ruhepol: „Er kann auf den Putz hauen, das würde ich auch gerne öfter können – das kann ich von ihm lernen.“ Und Enosch? Hätte gerne den präzisen Wurf seines Bruders – auch wenn der ältere der Wolf-Brüder auch kein schlechter Schütze ist. Beide Brüder gehören seit 2013 im deutschen Profi-Basketball zum Establishment, überwiegend in der zweiten Liga. Sowohl Enosch als auch Julius haben aber auch in der ersten Liga gespielt, Auch Vater Horst und Mutter Inken Wolf spielten hochklassig.

Wer das Spiel am Sonntag gewinnt?

Beim Hinrundenspiel kassierten die Trierer nach zuvor vier Siegen die erste Saisonniederlage (75:83) gegen Medipolis Science City. Enosch Wolf fehlte damals noch wegen einer Gehirnerschütterung – Jena hätte die Gladiators damals mit der passenden Taktik geknackt. „Wir haben die bessere Teamchemie und den nötigen Kampfgeist, in Jena zu gewinnen“, sagt Enosch Wolf. Die Trierer Reboundstärke – in dieser Statistik führen die Gladiators mit großem Vorsprung die Liga an – und der Zusammenhalt würden den Ausschlag geben.

Julius sieht das erwartungsgemäß ganz anders: „Wir gewinnen, weil wir das bessere Team sind – aber es wird sehr eng“, kündigt er an. Jena habe viele sehr gute Schützen von außen, „mehr als Trier“.