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Gladiators Trier mit komplettem Kader ins Heimspiel gegen Leverkusen

Heimspiel gegen Leverkusen : Heiße Playoff-Premiere gegen den Rekordmeister

Gladiators starten heute erstmals zu Hause in die Playoffs: Warum die Bayer Giants Leverkusen ein hartes Stück Arbeit werden.

Heute geht sie los, die entscheidende Phase der Saison, die Alles-oder-nichts-Runde: Gladiators-Cheftrainer Pascal Heinrichs ist vor dem ersten Heimspiel am Freitag gegen die Bayer Giants Leverkusen aber mal so richtig heiß auf den Playoff-Start (19.30 Uhr, Arena): „Wir freuen uns unglaublich drauf“, sagt er. Auf die vermutlich große Kulisse in der Arena Trier – und auf ein Duell, das schon in der Hauptrunde einiges zu bieten hatte. Vor allem die eindrucksvolle Trierer Aufholjagd beim 84:80-Sieg im Februar in der Arena wird vielen Fans noch bestens in Erinnerung sein – die Giants hatten zu Beginn des Schlussviertels noch mit 20 Punkten geführt. Und dann setzten die Trierer zu einem 17:0-Lauf an und drehten das verloren geglaubte Spiel noch. Das ist aus Trierer Sicht die schönere Erinnerung als die an das Hinspiel – am Rhein waren die Gladiators in der Hinrunde ohne Chance.

Aber seitdem hat sich vieles bei den Trierern verändert. Nicht nur auf der Cheftrainer-Position. Van-den-Berg-Nachfolger Pascal Heinrichs hat in den Playoffs einen deutlich breiteren Kader zur Verfügung, als man es vor der Saison erwarten konnte. Denn nicht nur die beiden während der Saison nachverpflichteten Radoslav Pekovic und Parker Van Dyke sind weiterhin dabei – auch der Rest des Kaders steht zur Verfügung, auch die lange verletzten Thomas Grün und Derrick Gordon. Wenn einige Teams das Problem haben, dass sich der Kader in der wichtigsten Phase der Saison eher ausdünnt, hat Heinrichs eher ein Luxus-Problem: Wer von seinen Jungs darf wann ran? Beim eng getakteten Spielplan mit Spielen am Freitag, Sonntag (16 Uhr in Leverkusen) und Mittwoch (19.30 Uhr) ist das aber durchaus ein kleiner Vorteil für die Trierer.

Heinrichs hat eine hohe Meinung vom letztjährigen Playoff-Finalisten. Die Bayer Giants Leverkusen – weiterhin Rekordmeister mit 14 Deutschen Meisterschaften – hatte damals wie heute keine Lizenz für die BBL beantragt. Heinrichs hofft auf eine tolle Atmosphäre – die gab es auch schon bei der Aufholjagd im Februar, damals waren aber coronabedingt nur 1000 Zuschauer zugelassen. Heute wird es deutlicher voller in der Arena. Die Giants von Trainer Hansi Gnad gehören wie die Gladiators unter dem Korb zu den stärksten Teams der Liga. Die US-Amerikaner Quentin Goodin (Point Guard), Spencer Reaves und JJ Mann gehören zu den Topspielern der Pro A. „Ich denke aber, dass wir im Inside stärker sind“, sagt Heinrichs, der sich durch die Rückkehr von Thomas Grün und Derrick Gordon – die bereits zuletzt zum Einsatz kamen – wichtige Impulse für die Defensive erhofft.