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Basketball
Gladiators nach dem vierten Sieg in Serie: „Werbung für den Basketball in Trier“

Während Crailsheims Routinier Konrad Wysocki bedient ist, feiern Johannes Joos (links) und Simon Schmitz (rechts) den Heimsieg.
Während Crailsheims Routinier Konrad Wysocki bedient ist, feiern Johannes Joos (links) und Simon Schmitz (rechts) den Heimsieg. FOTO: HANS KRAEMER
Trier . Basketball: Nach dem Sieg über Crailsheim hebt Gladiators Trainer Marco van den Berg die Arbeit seines Assistenten hervor.
Marek Fritzen

Am Morgen nach dem Heimsieg gegen den Spitzenreiter verteilt Marco van den Berg erst mal ein Lob. Nicht an einen seiner Spieler, sondern an Co-Trainer Christian Held. „Christian hat die Zonen-Verteidigung im Team installiert, feilt mit den Jungs sehr akribisch daran - ein dickes Lob an ihn, das muss mal gesagt werden!“ Eben jene „Zone“, die Ball-Raum-Verteidigung, war am Mittwochabend grundlegend für den 76:70 (36:37)-Erfolg der Gladiatoren gegen den zuvor zwölfmal siegreichen Spitzenreiter aus Franken. Rat- und ideenlos agierten die Merlins gegen die schnelle und aufmerksame Defense der Trierer, schafften es phasenweise nicht, ihre Angriffe innerhalb der vorgegebenen 24 Sekunden abzuschließen. „Das hat gut funktioniert“, findet Triers Trainer, „unsere Zone hat Crailsheim gehemmt“.

Spitzenreiter geschlagen, vierten Erfolg in Serie gefeiert, auf Playoff-Rang 8 geklettert und das Ganze vor der Saison-Rekordkulisse von 3097 Zuschauern  - ein gelungener Jahresabschluss für die Gladiatoren. „War ein toller Abend“, findet Marco van den Berg.  Ein wesentlicher Faktor für den Heimsieg, so der Niederländer, sei die mannschaftliche Geschlossenheit gewesen. „Keiner unserer Spieler hat 20 Punkte erzielt, dafür haben fast alle gepunktet - das war sehr ausgeglichen. Wenn uns die Fans dann noch so unterstützen wie am Mittwoch, sind wir zusammen eine echte Waffe. Das alles war Werbung für den Basketball in Trier.“ 

Trotz schlechten Starts (2:11) kämpften sich die Gladiatoren ins Spiel zurück, gingen noch vor Ende des ersten Viertels durch die starken Anton Shoutvin und Rupert Hennen („Lob an Rupi, seine Abschlüsse waren sehr erwachsen“, van den Berg) in Führung. Bemerkenswert, welche Impulse Triers zweite Fünf in dieser Phase auf dem Parkett setzte.

In den folgenden 30 Minuten entwickelte sich eine intensiv geführte Partie, in der Trier die Bretter dominierte. Neben dem über weite Strecken überzeugenden Johannes Joos sorgte Neuzugang Robert Nortmann mit seinem physischen Spiel dafür, dass Trier das Reboundduell klar für sich entscheiden konnte. Ingesamt wird immer deutlicher: Die Verpflichtung des Deutsch-Kanadiers sowie  die des Israelis Shoutvin haben das Team weitergebracht.

Weil die Gladiatoren gegen Crailsheim auch im letzten Viertel Nervenstärke bewiesen und einen 12:0-Lauf des Tabellenführers stoppen konnten, war der Sieg am Ende hochverdient. Trier gelingt damit der Sprung über die Playoff-Linie, belegt nun Playoff-Rang 8. Trainer van den Berg verspricht: „Das Team entwickelt sich gut, die Spieler vertrauen sich gegenseitig - wir wollen weiter nach oben.“

Bis Neujahr hat das Trainerteam der Mannschaft nun freigegeben, danach beginnt die Vorbereitung auf das nächste Spiel beim Drittletzten Ulm am 6. Januar. Am 14. Januar ist dann das nächste Topteam an der Mosel zu Gast: der neue Tabellenführer Rasta Vechta (18.30 Uhr).