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Basketball
Letztes Spiel des Jahres: Gladiators Trier reisen nach Tübingen

 Schwierige Zeit für Gladiators-Trainer Christian Held.
Schwierige Zeit für Gladiators-Trainer Christian Held. FOTO: Sebastian J. Schwarz / sjs / Sebastian J. Schwarz
Trier. Nach zuletzt vier Niederlagen aus fünf Spielen reisen die Gladiators Trier am Sonntag nach Tübingen. Vor der Partie (Sonntag, 17 Uhr/www.airtango.live) äußert sich Triers Trainer zur brisanten sportlichen Situation. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Krise? „Nein, nein“, sagt Achim Schmitz, „davon will ich gar nichts wissen“. Trotz vier Niederlagen aus den vergangenen fünf Partien betont der Geschäftsführer der Römerstrom Gladiators Trier vor dem letzten Spiel des Jahres bei den Tigers Tübingen am Sonntag (17 Uhr/www.airtango.live): „Wir hatten auch in der vergangenen Saison eine Phase, in der wir länger nichts gewonnen haben, das war genau wie jetzt zum Ende des Jahres – dann kam die Wende im Dezember.“ Was Schmitz meint: Mit 72:70 gewann Trier damals am 17. Dezember 2017 bei den Hamburg Towers, entschied auch die beiden folgenden Duelle gegen Baunach und Crailsheim für sich. „Christian Held und das Team haben meine volle Rückendeckung“, betont Schmitz, „wir fahren nach Tübingen, um das Spiel  zu gewinnen“.

Drei Tage vor Heiligabend verschwendet Cheftrainer Christian Held am Freitag derweil noch keinen Gedanken an die anstehenden Festtage: „Bis nach dem Tübingen-Spiel steht das erst mal zurück. Wenn man die Partie verarbeitet hat, steht Weihnachten an. Aber bis dahin liegt der volle Fokus auf dem Duell.“

Für den 30-Jährigen ist es die bisher schwierigste Phase als Gladiators-Cheftrainer. Nach dem starken Saisonstart mit fünf Siegen aus den ersten sechs Partien träumte so mancher im Club-Umfeld bereits vom Aufstieg. Aktuell allerdings zeigt die Formkurve klar nach unten. Held betont: „Wir haben nie – auch nicht als es zu Saisonbeginn gut lief – vom Aufstieg geredet. Wir sind zu keinem Zeitpunkt überschwänglich euphorisch geworden, was aus meiner Sicht auch nie angebracht war und sich jetzt auch bewahrheitet.“ Aber es helfe nun auch nicht, in einer Phase, in der es nicht ganz so gut laufe, Untergangsszenarien an die Wand zu malen. „Das“, so findet Held, „wäre genauso unangebracht“.

Eine solche Zeit wie aktuell, so der 30-Jährige, gehöre in einer Saison dazu. „Das war auch in den vergangenen Jahren so. Da muss man sich durch- und rauskämpfen. In diesem Prozess befinden wir uns gerade. Das Spiel gegen Schalke vergangene Woche war ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn es natürlich frustrierend war, dass es am Ende nicht gereicht hat für uns.“

Die Trainingswoche sei „sehr gut“ verlaufen, berichtet der Trainer. Die Atmosphäre im Team sei nach wie vor gut. „Uns fehlt die Konstanz in unserem Spiel. Das hängt damit zusammen, dass die Rollenfindung – was ein ganz normaler Prozess ist – noch nicht ganz abgeschlossen ist. Daran haben wir in dieser Woche auch intensiv gearbeitet.“

Gegner Tübingen hat indes noch mehr Probleme als die Gladiatoren. Der Bundesligaabsteiger steckt mal so richtig in der Krise, belegte vor dem Spieltag den drittletzten Platz – nur vier Punkte hinter dem Fünftplatzierten Trier – und hat die vergangenen drei Partien verloren. Im Hinspiel allerdings vor gut sechs Wochen lagen die Schwaben zur Pause bereits mit 28:48 hinten, gewannen am Ende jedoch noch mit 86:77 an der Mosel. Eine gruselige Erinnerung für die Gladiatoren.

Christian Held weiß: „Tübingen ist eine Mannschaft, die – wenn man sie spielen lässt und nicht stört – offensiv eine enorme Qualität besitzt. Für mich sind sie offensiv eine der talentiertesten Mannschaften der Liga.“ Sein Team müsse daher den Druck auf die Tigers hochhalten.

An die zahlreichen Trierer Fans gerichtet, die die Mannschaft am Sonntag in die Universitätsstadt am Neckar begleiten werden, sagt Triers Coach: „Es freut uns unglaublich, dass wir auf die Unterstützung unserer Fans zählen können – das trägt uns. Ich kann den Fans sagen, dass wir einen großen Kampf liefern werden und auch in der letzten Woche im Training einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Wir wollen an das Schalke-Spiel anknüpfen und hier und da noch mehr mit cleveren Entscheidungen und Lockerheit agieren.“

Nicht auf dem Parkett stehen wird wohl Simon Schmitz: Den Kapitän plagt eine starke Erkältung.

Die Partie in Tübingen gibt’s am Sonntag ab 17 Uhr live im Internet unter
www.airtango.live zu sehen.