| 19:15 Uhr

Basketball
Gladiators: Ein Test, der Lust macht

Der Trierer Neuzugang Vince Boumann – hier gegen Phillipp Heyden – machte die ersten Punkte für die Gladiators.
Der Trierer Neuzugang Vince Boumann – hier gegen Phillipp Heyden – machte die ersten Punkte für die Gladiators.
Trier. Knappe Niederlage beim richtigen Härtetest: Die Gladiators verlieren am Sonntag in der Arena mit 75:78 gegen Heidelberg. Jermaine Bucknor Topscorer bei den Trierern.
Andreas Feichtner

Von Andreas Feichtner

Es ist ja „nur“ ein Testspiel, aber das vergisst man am Ende glatt. 21 Sekunden vor Schluss: Jermaine Bucknor trifft von ganz weit draußen: 72:72! Hunderte in der Arena reißen die Arme hoch, johlen, jubeln. Fast wie im vierten Playoff-Viertelfinalspiel gegen Heidelberg im April. Auch damals ging nichts ohne Drama. Bei der Saisoneröffnung ist das 75:78 (32:34) gegen die MLP Academics Heidelberg zwar nur die Light-Variante. Aber eine, die Lust auf die Saison macht: Mission erfüllt.

Nach dem OP-bedingten Ausfall von Till Gloger ist der nachverpflichtete Amerikaner Vince Boumann der einzige Neuzugang im Gladiators-Kader. Er kam frisch vom College, ist zum ersten Mal in Europa und braucht noch Zeit, um sich an die neue Spielweise zu gewöhnen – einige gute Aktionen unter dem Korb hatte Boumann aber bereits. Auch wenn ihm Heidelbergs Rückkehrer Phillipp Heyden die Aufgabe nicht leicht machte. Boumann war auch der erste Gladiators-Spieler, der gegen die Kurpfälzer punktete (2:2). Es war der Auftakt des von Trierer Seite starken ersten Viertels (23:14). Im zweiten Abschnitt zeigten die Heidelberger den geschätzt knapp 1000 Zuschauern, warum sie zu den stärksten Teams der Liga gezählt werden. Gegen die Defense gab es kaum ein Durchkommen, bei den Gladiators schlichen sich dieser Phase auch mehr Fehler ein – und die Gäste nutzten das konsequent aus. Nach einem 20:4-Lauf stand es nach 17 Minuten 27:34. Die Phase unmittelbar vor der Pause gehörte dann noch mal den Trierern (32:34). Das Spiel blieb in der zweiten Halbzeit intensiv - hier trafen zwei Topteams der zweiten Liga aufeinander, die sich auch im Testspiel nichts schenkten. Mit einem knappen Rückstand gingen die Gladiators ins Schlussviertel (49:52). Beim 57:56 durch Boumann gingen die Trierer zum ersten Mal seit dem zweiten Viertel wieder in Führung. Bis in die Schlussekunden blieb es ganz knapp, auch dank eines gut aufgelegten Jermaine Bucknor, der mit 19 Punkten Topscorer war – aber im Gegensatz zum Playoff-Viertelfinale haben die Gäste diesmal das bessere Ende für sich. Macht aber nichts – ist ja eben doch nur ein unterhaltsames Vorbereitungsspiel.

Richtig los geht es für die Römerstrom Gladiators dann am 21. September in Rostock. Das erste Heimspiel in der 2. Bundesliga steht dann am 30. September gegen Ehingen an.

Gladiators: Dranginis 8 , Smit 3 , Bucknor 19 , Hennen  2, Schmikale 2 , Dietz 4 , Schmitz  , Grün 5 , Ilzhöfer 5 , Boumann 8 , Buntic 0 , Joos 12

Heidelberg (beste Schützen): Ely 18, Smith 15

Viertelstände: 23:14, 32:34 (Halbzeit), 49:52, 75:78