Gladiators Trier treten in Ehingen an.

Basketball : Gladiators reisen nach Ehingen - Coach van den Berg: „Sind nicht in einer Krise“

Vor dem Gastspiel beim Tabellenvorletzten Ehingen am Samstagabend stehen die Gladiators Trier gehörig unter Druck. Zudem gibt’s keine guten Nachrichten von Center Kilian Dietz.

Von wegen ruhige Vorweihnachtszeit: Wenn’s für die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend nichts wird mit dem Auswärtssieg beim Tabellenvorletzten Ehingen Urspring (19 Uhr/live auf www.airtango.live), dann brennt wohl so langsam der Baum beim Basketball-Zweitligisten. Nach sieben Niederlagen aus den bisherigen elf Saisonspielen und zuletzt zwei Pleiten in Folge ist ein Auswärtssieg bei den Schwaben Pflicht.

Geschäftsführer Achim Schmitz hatte unter der Woche im TV zwei Siege aus den kommenden beiden Spielen gefordert, bei der Niederlage gegen Karlsruhe zudem fehlenden Siegeswillen beim Team beklagt  und das Verletzungspech nicht als Ausrede gelten lassen: „Uns fehlt Simon, ganz klar. Und ja, es kommt viel zusammen momentan. Wir haben mit Kili zudem einen Spieler nicht zur Verfügung, der unterm Korb mal die Schultern breit macht und die Mannschaft mitreißen kann. Aber das ist alles Gejammere, das hilft uns nicht weiter. Da müssen dann andere in die Bresche springen, denn Verletzte haben andere Mannschaften auch“, hatte der Unternehmer erklärt.

Darauf angesprochen sagt Trainer Marco van den Berg am Freitag: „Der Wille im Team ist schon da. Und ich bin sehr wohl der Meinung, dass uns das Verletzungspech wehtut. Das Fehlen von Simon, Kilian und Justin können wir nicht einfach so wegwischen.“ Speziell durch Dietz und Alston fehle es dem Team unter den Körben an Kilos. „Daher trainieren wir nun vermehrt Zonen-Verteidigung und werden auch in den Spielen immer wieder darauf setzen. Wir brauchen unter den Körben andere Mittel, um den Drang der Gegner zum Korb zu bremsen.“

Zwar spürten er und das Team den wachsenden Druck, doch von einer Stimmung nach dem Motto „die ganze Saison geht in die Hose“ wolle er nichts wissen. „Wenn wir in vielen Spielen chancenlos gewesen wären, dann sollten wir uns hinter den Ohren kratzen. Aber das war nicht so. Wir haben vier Spiele ganz knapp verloren.“ Es sei einfach so, dass das Fehlen von Simon Schmitz dem Team in diesen engen Partien sehr wehgetan habe. Doch van den Berg betont: „Wir sind nicht in einer Krise, wirklich nicht. Wir wissen, wie gut wir trainieren.“

Gegen Ehingen ist Kapitän Simon Schmitz wieder an Bord und nach eigener Aussage schon wieder deutlich weiter als noch bei der Heimniederlage gegen Karlsruhe, bei der ihn seine Rückenverletzung noch sichtbar gehemmt hatte. „Ich habe die ganze Woche trainiert“, erklärt Schmitz am Freitag, „ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber ich fühle mich deutlich fitter als am vergangenen Wochenende“.

Das Team habe „die Challenge angenommen“, betont der Aufbauspieler, es herrsche eine Jetzt-erst-recht-Mentalität. „Uns ist bewusst, dass wir unsere Defense deutlich verbessern müssen - wir wollen die Wende schaffen.“

Positive Nachrichten gibt’s auch von Flügelspieler Thomas Grün. Nachdem der Luxemburger aufgrund eines Nationalmannschaftseinsatzes zuletzt nicht zur Verfügung stand, ist er gegen Ehingen wohl wieder dabei. „Er hat zwar noch mit einer Schleimbeutelentzündung an der Schulter zu kämpfen, aber er sollte spielen können“, sagt Triers Trainer.

Anders sieht das dagegen bei Center Kilian Dietz aus. Was Marco van den Berg über den Mann aus Bernkastel-Kues zu berichten hat, klingt dramatisch: „Die Untersuchungen haben ergeben, dass sich bei Kili eine Verknöcherung an der Patellasehne gebildet hat - das macht große Probleme.“ Nun werde untersucht, ob eine Operation das Beste sei. „Wenn er operiert wird, dann heißt das eigentlich, dass die Saison für ihn beendet ist. Das tut echt weh.“

Das Spiel ist am Samstagabend ab 19 Uhr live im Internet auf www.airtango.live zu sehen