1. Sport
  2. Basketball
  3. Gladiators Trier

Gladiators Trier verlieren letztes Heimspiel gegen Tübingen

Vor 2000 Zuschauern : Gladiators-Pleite: Der Tiger schnappt sich die Punkte (Fotos)

Die Dreier fallen zu spät – zumindest bei den Trierer Gladiators: Tübingen siegt mit 88:81 vor 2000 Zuschauern in der Arena.

  Niederlage im letzten Heimspiel der Normalrunde: Die Römerstrom Gladiators haben am Samstagabend beim 81:88 einen Sieg gegen den Tabellendritten Tigers Tübingen verpasst. Am Ende herrscht rauchige Stimmung bei den Trierer Fans. Ärger über einige Entscheidungen der Schiedsrichter, die mit Pfiffen aus der Arena verabschiedet werden. Frust wegen einiger Ballverluste. Das vergebliche Ankämpfen gegen den Rückstand fordert Tribut. Und trotzdem könnte es 40 Sekunden vor Schluss noch richtig eng werden, da liegen die Gladiators nur noch vier Punkte zurück. Aber dann trifft Tübingens Bester Ryan Mikesell einen Korbleger und macht alles klar.

Schon vor dem Spiel war klar: Mit einem Sieg im letzten Heimspiel wären die Playoffs definitiv gebucht. Dass das ein hartes Stück Arbeit werden würde, war aber klar. Die Tigers – das frühere Team von Enosch Wolf – gehören in dieser Saison zu den großen Überraschungen.

Für die erste spektakuläre Aktion des Spiels sorgte Austin Wiley per Dunk - nach tollem Anspiel von Parker Van Dyke (6:2). Center Radoslav Pekovic führte sich nach seiner Einwechslung mit einem Korbleger, einem starken Block und einem Alley-oop-Anspiel auf Wolf gut ein. Das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenfünften und dem Dritten blieb eng, die Gladiators lagen zumeist knapp vorn – es hatte auch schon von Beginn an etwas von Playoff-Atmosphäre. Dafür sorgten auch die „Neckartigers“, die mitgereisten Fans der Tübinger. Problem bei den Trierern: Die Dreier fielen anfangs nicht, auch nicht beim zuletzt so treffsicheren Van Dyke. So gingen die Tübinger in Führung (15:20), die Trierer verkürzten bis zum Viertelende auf 20:21. Die Tigers starteten mit zwei getroffenen Dreiern in den zweiten Abschnitt – Zeit für die erste Auszeit von Gladiators-Cheftrainer Pascal Heinrichs.

Die Trierer rieben sich in dieser Phase auf, vergaben leichte Korbleger, haderten mit Schiedsrichter-Entscheidungen – und lagen zweistellig zurück (20:30).

Die Gladiators kämpften sich zurück (31:36), hatten aber offensiv kein Glück, zudem waren die Tübinger gleichauf bei den Rebounds – und das ist im Normalfall die größte Stärke der Trierer.  Kurz vor der Pause brachte Brody Clarke sein Team wieder bis auf einen Punkt ran (38:39).

Die Gäste vom Neckar fanden nach der Pause schneller ihren Rhythmus, sie erhöhten auf 53:42. Die Tübinger hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Dreier getroffen (bei 20 Versuchen), die Trierer nur einen von zehn. Vor allem Ryan Mikesell war in der Tübinger Offensive ein entscheidender Faktor. Aber die Gladiators zeigten Zähne, Pekovic brachte sein Team bis auf drei Punkte ran, brachte damit die 2000 Zuschauer ins Spiel. Immer brachten die Trierer unnötige Fehler aus dem Rhythmus (60:69). Zudem hatte der zuletzt so starke Parker Van Dyke nicht mehr so sehr das Vertrauen in seinen Wurf, auch wenn er beim 64:71 mal wieder aus der Distanz traf. Fünf Minuten vor Schluss erhöhten die Tigers auf 77:65 – damit war die Partie vorentschieden.

Im letzten Spiel der Normalrunde gastieren die Gladiators am Samstag beim abgeschlagenen Tabellenletzten Ehingen.

Gladiators: Monteroso 3, Zeeb 20, Van Dyke 12, Wolf 7, Grof 5, Niedermanner 0, Almstedt 0, Clarke 10, Pekovic 11, Wiley 13

Beste Schützen Tübingen: Mikesell 24, Crawley 12

Viertelstände: 20:21, 38:42 (Halbzeit), 58:62, 81:88

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gladiators Trier vs Tigers Tübingen