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Basketball
Gladiators verlieren erstes Playoff-Viertelfinale in Heidelberg mit 83:86 (33:35)

FOTO: Marek Fritzen / TV
Heidelberg. Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat das erste Duell der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Academics Heidelberg am Sonntagnachmittag mit 83:86 (33:35) verloren. Vor knapp 1300 Zuschauern – darunter rund 200 aus Trier – war es eine sehr intensive Partie, in der die Führung immer wieder wechselte. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Mal wieder eng, mal wieder packend, mal wieder nichts für schwache Nerven: Die Römerstrom Gladiators Trier haben das erste Duell der Playoff-Viertelfinalserie bei den Academics Heidelberg am Sonntag mit 83:86 (33:35) verloren. Dabei sieht es vor gut 1200 Zuschauern – darunter rund 200 Trierer – in der schwül-warmen Halle am Heidelberger Olympiastützpunkt doch wenige Sekunden vor Schluss noch so aus, als könne es tatsächlich in die Verlängerung gehen. Da sorgt Triers starker Kapitän Simon Schmitz mit einem Dreier für den Ausgleich (83:83) – und das, obwohl es wenige Minuten zuvor im vierten Viertel schon nach der sicheren Trierer Niederlage ausgesehen hat, als Heidelbergs Shy Ely einen Dreier zum 63:75 (aus Trierer Sicht) versenkt. Dann kommt Schmitz und trifft – doch es reicht nicht. Albert Kuppe sorgt wenige Sekunden darauf mit einem weiteren erfolgreichen Dreier dafür, dass seine Heidelberger das erste Viertelfinal-Duell für sich entscheiden können.

Triers Trainer Marco van den Berg resümiert nach der Partie: „Wir hatten zu viele Spieler, die heute zu vorsichtig gespielt haben. Wir haben uns zu viele Ballverluste geleistet und nicht gut getroffen – das muss am Mittwoch in Spiel zwei besser werden.“

Die Partie beginnt intensiv. Beide Teams agieren mit einer hohen Intensität in der Defensive – schnell ist klar: Es wird eine enge Partie. Schlecht für Trier: Kapitän Simon Schmitz kassiert nach weniger als fünf Minuten bereits sein zweites Foul, wird in den folgenden Minuten lange von Rupert Hennen vertreten. Dabei ist es Schmitz, der in den Anfangsminuten richtig stark unterwegs ist und das Spiel gut lenkt. Auch ohne den Kapitän – und Kevin Smit, der ebenfalls früh zwei Fouls kassiert und lange auf der Bank Platz nehmen muss – machen es die Gäste im ersten Viertel dennoch gut, führen nach zehn Minuten verdient (18:15).

Das ändert sich dann in den zweiten zehn Minuten. Es fängt direkt schlecht an: Drei Ballverluste hintereinander leisten sich die Trierer zu Beginn des zweiten Viertels. Dies nutzen die Academics, um das Spiel zu drehen (18:19 aus Trierer Sicht). Die Kurpfälzer sind jetzt das bessere Team. Sie spielen aggressiver in der Defensive und zielstrebiger in der Offensive. Trier dagegen wirkt unkonzentriert, leistet sich viele Fehler in der Offensive, die in Heidelberger Punkten münden (zehn Ballverluste in der ersten Halbzeit).

Immer wieder vergibt Trier einfache Chancen unter dem Korb durch Justin Alston und Robert Nortmann. Die Folge: Der Rückstand wächst (25:33). Doch gerade als es so aussieht, als würde es mit einem noch größeren Rückstand in die Pause gehen, drehen die plötzlich auf. Die Erfahrenen übernehmen das Kommando: Jermaine Bucknor und Simon Schmitz sorgen dafür, dass der Rückstand schmilzt. Ein Dunking von Justin Alston mit der Halbzeit-Sirene bringt Trier endgültig zurück ins Spiel (33:35).

Nach der Pause zeigt sich dann, wie wichtig Simon Schmitz, Jermaine Bucknor und Kevin Smit für die Gladiatoren sind. Mit ihnen macht das Team von Marco van den Berg da weiter, wo es vor der Pause aufhörte. Die Gäste sind das bessere Team, gehen nach einem Dreier von Anton Shoutvin in Führung (44:42). Immer wieder finden sie Justin Alston unter dem Korb, der die Bälle versenkt. Auch stark: Lucien Schmikale, der viel Spielzeit erhält.

Es bleibt eine sehr intensive Partie, in der es auf und ab geht, kein Team kann sich absetzen. Mit einem knappen Rückstand geht’s ins letzte Viertel (58:59).

Hier machen es die Gladiatoren Heidelberg dann in vielen Szenen lange zu einfach, lassen immer wieder offene Dreier des Heimteams zu und lassen die Academics davonziehen (63:75). Trier schafft es letztlich trotz aufopferungsvollen Kampfes nicht mehr, das Spiel noch zu gewinnen.

Am kommenden Mittwoch können es die Gladiatoren besser machen. Dann steht in der Arena Trier (20 Uhr) das zweite Spiel an.

Punkte Trier:

Alston, Dranginis 8, Smit 1, Bucknor 4, Hennen 0, Schmikale 5, Schmitz 21, Grün 2, Nortmann 2, Shoutvin 16 – Viertelstände: 18:15/33:35/58:59/83:86 – ZS: 1251

FOTO: Marek Fritzen / TV
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