Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Gladiators Trier verlieren ohne zwei Stammkräfte in Nürnberg - Jordan Geist mit 27 Punkten

Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein Spiel bei den Nürnberg Falcons am Samstagabend mit 79:91 (40:36) verloren. Nach hervorragendem Start verlieren die Gäste zunehmend die Spielkontrolle.

Christian Held hatte es am Freitag im Gespräch mit dem Volksfreund bereits angedeutet: Ein Einsatz von Kapitän Simon Schmitz im Auswärtsspiel bei den Nürnberg Falcons sei sehr unwahrscheinlich. Die ganze Woche über hatte Schmitz aufgrund von Fußproblemen nicht trainieren können. Am Samstag dann die Gewissheit: Schmitz fällt aus. Wie lange ist noch offen. Außerdem nicht dabei beim Duell mit dem Vorjahres-Finalisten aus Franken: Thomas Grün (Muskelfaserriss).

Dennoch ist das hervorragend, was die Gladiatoren in den ersten zehn Minuten zeigen. Offensiv läuft der Ball schnell, immer wieder attackieren die Gäste den Nürnberger Korb. Sie Kommen zu Punkten oder werden gefoult und dürfen an die Freiwurflinie. Zudem ist es eine gute Mischung aus Aktionen unterm Korb und aus der Distanz.

Auch defensiv ist das eine aggressive und wache Vorstellung. Allein acht Nürnberger Ballverluste erzwingen die Trierer in den ersten zehn Minuten. Die 28:15-Führung nach dem ersten Viertel ist vollkommen verdient. Herauszuheben auf Trierer Seite: Till Gloger, Jordan Geist, Stefan Ilzhöfer und Rupert Hennen. Richtig stark, was der gebürtige Trierer da zeigt, auf dessen Schultern nach Schmitz‘ Ausfall deutlich mehr Verantwortung liegt als sonst.

Bis zur Pause wird Nürnberg – das unter anderem auf Aufbauspieler Marcell Pongo verzichten muss und nur mit acht Spielern antritt – stärker. Trier verliert offensiv das Tempo und viel zu häufig den Ball (neun Mal allein im zweiten Viertel). Zudem werden einfachste Korbleger danebengelegt – wo ist die Konzentration? Da sich auch defensiv jetzt immer wieder Lücken auftun, ist es zur Pause eine offene Partie (40:36). DIe Nürnberger Führung scheint jedoch nur noch eine Frage der Zeit.

In Halbzeit zwei muss Trier dann früh den nächsten Rückschlag hinnehmen: Rupert Hennen kassiert sein viertes Foul. Bedeutet: Die Gäste stehen ohne echten Aufbauspieler da. Nun muss Kevin Smit ran. Nürnberg nimmt Till Gloger jetzt immer mehr aus dem Spiel. Trier versucht es daher zu oft von außen. Für Akzente kann in dieser Phase nur Triers Bester Jordan Geist sorgen.

Nürnberg ist jetzt das klar bessere Team und geht vier Minuten vor Ende des dritten Viertels durch Sebastian Schröder erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung (52:53 aus Trierer Sicht).

Die Gäste kommen danach nicht mehr zurück. Auch Routinier Jermaine Bucknor gelingt es nicht, Impulse zu setzen. Der 36-Jährige beschäftigt sich zu häufig mit Entscheidungen der Schiedsrichter.

Die Gladiators kämpfen, geben bis zum Ende nicht auf und pressen in Person von Stefan Ilzhöfer und Kevin Smit auch in den Schlussminuten noch übers ganze Feld. Doch Nürnberg ist das bessere Team, findet angeführt vom starken Duane Wilson offensiv immer eine Lösung – und leistet sich deutlich weniger Fehler als das Team von der Mosel. Nach einem Dreier von Nürnbergs Schröder (72:83) ist die Partie 120 Sekunden vor dem Ende entschieden.

Für Trier gilt: Hervorragend begonnen, doch das Spiel danach aus der Hand gegeben. Zudem machen sich Ausfälle und Foulbelastug bemerkbar.

Nach der dritten Niederlage in Serie empfangen die Gladiatoren am kommenden Samstag Bayer Leverkusen in der Arena Trier (19.30 Uhr).

Punkte Trier: Dranginis 2, Smit 10, Bucknor 5, Hennen 7, Schmikale 2, Dietz 1, Ilzhöfer 10, Geist 27, Gloger 15, V. Hennen 0 - Viertelstände: 28:15/40:36/60:67/79:91 – ZS: 800 in Nürnberg

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