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| 17:59 Uhr

Basketball
Gladiators verlieren viertes Halbfinale nach starkem Kampf – Emotionale Momente nach Spielende

FOTO: Willy Speicher
Trier. Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat das vierte Playoff-Halbfinale gegen Favorit Crailsheim Merlins am Sonntagabend mit 75:97 (42:40) verloren. Nach dem Spiel wird’s emotional in der Arena Trier. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Was am Ende bleibt, ist mehr als Basketball. Als das Ergebnis am Sonntagabend um kurz vor 19 Uhr schon lange egal ist, da steht Marco van den Berg im Mittelkreis der Arena Trier. In der einen Ecke feiern die gut 200 Fans der Crailsheim Merlins den Aufstieg ihres Teams. Der Rest der 5098 Zuschauer honoriert die faszinierende Saison der Gladiators mit stehenden Ovationen. Keiner geht, keiner sitzt, alles feiert die Gladiatoren.

In diesem ganzen Trubel steht Triers Coach Marco van den Berg im Mittelkreis und herzt seine Tochter Jasmin. Ein Moment der bleibt – auch wenn Marco van den Berg geht. Der Niederländer verlässt den Club, kehrt für einen Job beim holländischen Basketballverband in seine Heimat zurück. Drei mitreißende Jahre, in denen der 52-Jährige die Gladiators zweimal ins Playoff-Halbfinale und einmal ins –Viertelfinale geführt hat, gehen somit zu Ende.

FOTO: Willy Speicher / TV

„Für meine Tochter war das die erste Niederlage in einem Spiel, das sie in Deutschland gesehen hat. Daher musste ich sie ein bisschen trösten – habe ihr gesagt, dass sie nicht traurig sein muss. Sie soll sich lieber darüber freuen, was wir hier insgesamt geschafft haben.“

Geschafft hat sein Team auch zum Saison-Abschluss wieder eine kämpferisch-hervorragende Leistung. Auch wenn Crailsheim am Ende verdient mit 75:97 (42:40) gewinnt, die Halbfinal-Serie mit 3:1 für sich entscheidet, ist es wieder ein packender Auftritt der Trierer. Dem Team ist von Beginn an anzumerken, dass es die Halbfinal-Serie noch lange nicht aufgegeben hat.

Von der ersten Sekunde an spielen die Gladiatoren mit viel Power.

Überraschend: Anders als zuletzt setzt Trier in der Defensive nicht auf eine Zonen-Verteidigung, sondern probiert es von Beginn an mit Manndeckung – mit Erfolg. Die Merlins wirken überrascht, finden in den Anfangsminuten oft kein Mittel gegen die aggressive Gladiators-Verteidigung.

Vorne macht es Trier ebenfalls gut, trifft deutlich besser als in Spiel drei und führt nach zwei Freiwürfen von Justin Alston verdient mit acht Punkten (16:8).

Trier spielt mit mehr Einsatz als Crailsheim, wirkt frischer, sichert sich auch immer wieder Offensiv-Rebounds. Mit einer knappen Gladiators-Führung geht’s in dieser packenden und intensiven Partie in die Pause (42:40).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigt Simon Schmitz dann einmal mehr, warum er schon in der 1. Bundesliga gespielt hat. In mehreren starken Eins-gegen-Eins-Aktionen setzt sich Triers Nummer 9 sehenswert durch (48:42). Der 28-Jährige zeigt insgesamt eine hervorragende Leistung, führt sein Team an.

Weil Crailsheim nun aber auch immer besser von außen trifft, bleibt es eine ganz enge Partie. Nach zwei Punkten von Sherman Gay gehen die Merlins zur Freude ihrer Fans Mitte des dritten Viertels in Führung (51:52).

In der Folge wird Crailsheim immer stärker, nutzt unter anderem ein Technisches Foul gegen die Trierer Bank, um sich abzusetzen. 45 Sekunden vor Viertelende reagiert Triers Trainer Marco van den Berg, und nimmt die Auszeit (60:69). Doch mit einem krachenden Dunking zeigt Justin Alston im letzten Gladiators-Angriff des dritten Viertels, dass die Herren in Grün noch lange nicht aufgegeben haben.

Hier ist das Spiel gut vier Minuten vor Ende nach einem Dreier von Sebastian Herrera (66:85) dennoch entschieden. Die Merlins spielen nun ihre Qualität aus, gewinnen am Ende verdient und stehen somit als Aufsteiger in die Bundesliga fest. Im Finale treffen sie auf Vechta.

Für die Gladiatoren dagegen ist die Saison nach dem vierten Halbfinale beendet, nun beginnt die Sommerpause. Die Gladiatoren können stolz sein auf eine packende Saison mit intensiven, hoch-spannenden Duellen und den abschließenden Playoffs gegen Heidelberg und Crailsheim.

Zweimal über 5000 Zuschauer bei beiden Halbfinalpartien zeigen: Die Gladiators begeistern ihre Fans.

Marco van den Berg betont nach Spielende: „Der Job in Trier war der schönste, den ich bisher in meiner Trainerkarriere gehabt habe.“

Statistik

Punkte Trier: Alston 10, Dranginis 3, Smit 5, Bucknor 11, Hennen 3, Schmikale 2, Schmitz 21, Grün 1, Buntic 0, Joos 12, Nortmann 0, Shoutvin 7 - Beste Schützen Crailsheim: Turner 12, Gay 17 - Viertelstände: 26:23/42:40/62:69/75:97 - ZS: 5098