Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Gladiators vor Kirchheim-Heimspiel – Zwei Fragezeichen und eine besondere Bilanz

Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier empfängt am Samstagabend den Tabellenachten Kirchheim Knights (19.30 Uhr/Arena Trier). Vor dem Duell ist die Stimmung bei Cheftrainer Christian Held nur mittelmäßig – woran das liegt:

Begeistert ist Christian Held am Freitagmittag nicht. Vor dem Heimspiel gegen die Kirchheim Knights am Samstagabend (19.30 Uhr/Arena Trier) gibt’s ein knappes „Okay“, auf die Frage, wie denn die Lage sei im Team. Den Grund für seine Gemütslage liefert der Trainer der Römerstrom Gladiators Trier umgehend hinterher: „Wir hatten in den vergangenen Tagen viel mit Verletzungen zu kämpfen.“ Da sei zum einen Jordan Geist: „Er hat in dieser Woche bisher noch nicht trainiert, nachdem er im Leverkusen-Spiel umgeknickt war.“ Es sei vermutlich keine „längerwierige Geschichte“, aber: „Es ist sehr fraglich, ob er gegen Kirchheim spielen kann.“ Leistungsträger Nummer zwei, der auszufallen droht, ist Jermaine Bucknor. „Buck hat sich eine schwere Erkältung eingefangen. Auch bei ihm wissen wir nicht, ob er dabei sein kann am Samstag.“

Immerhin: Kevin Smit arbeitet sich nach seiner Schulterverletzung immer besser rein und dürfte nach ersten Einsatzminuten in der vergangenen Woche nun gegen Kirchheim wieder ein größerer Faktor sein. „Er hat gut trainiert, wird sicherlich bei fast 100 Prozent sein“, glaubt Held.

Nach zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen im Jahr 2020 ist ein Heimsieg gegen die Gäste aus Schwaben Pflicht, um sich zum einen weiter in den Playoff-Rängen festzubeißen, und sich zum anderen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Quali vom Hals zu halten. Denn der Tabellenachte aus der 40 000-Einwohnerstadt unweit von Stuttgart ist nach schwachem Saisonstart aktuell richtig gut unterwegs.

Im Gegensatz zu den Gladiatoren hat das Team von Trainer David Rösch drei von vier Partien in diesem Jahr gewonnen, darunter waren Erfolge gegen Tübingen und Paderborn. Doch auch die Knights plagen Verletzungssorgen: Aufbauspieler und Leistungsträger DaJuan Graf droht aufgrund einer Nackenverletzung für das Duell an der Mosel auszufallen, wie es vonseiten des Clubs am Freitag heißt.

Derweil gab’s für die Gladiatoren unter der Woche im Training so manches aufzuarbeiten. Nachdem Leverkusen die Trierer Offensive vergangene Woche meist im Griff hatte, die Gladiatoren nur zu 63 Punkten am Rhein kamen, arbeitete Christian Held mit seinem Team in den vergangenen Tagen vermehrt am Offensivverhalten. „In der Verteidigung switchen die Gegner in den vergangenen Wochen sehr häufig gegen uns (switch bedeutet: wird ein verteidigender Spieler geblockt, übernimmt sein Mitspieler den Angreifer und er selbst bleibt bei dem ihn blockenden Spieler, Anm. d. Red.). Sie versuchen somit, uns an der Dreierlinie zu halten, uns nicht penetrieren zu lassen (in Richtung Korb ziehen, Anm. d. Red.). Obwohl wir über die tiefen Penetrationen gar nicht unbedingt punkten, sondern in Ballbewegungen kommen wollen, wird es für die Defense dann unglaublich schwer, weil sie ständig hinterherläuft. Daher wollen sie das unterbinden.“ So sei es in den vergangenen Tagen vermehrt darum gegangen, Lösungen zu finden, wenn gegnerische Teams auf diese Weise agieren.

Wer weiß, vielleicht ein gutes Omen, dass Trier in den vergangenen fünf Jahren gegen keine Mannschaft in der ProA häufiger gewinnen konnte als gegen Kirchheim. Von zwölf Duellen mit den Knights – Playoffs inklusive – konnten die Gladiatoren neun gewinnen.