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| 12:14 Uhr

Basketball
Von einer Idee, einer Serie und einem kommenden Top-Spiel - Gespräch mit Gladiator Johannes Joos

Johannes Joos war gegen Paderborn mal wieder richtig stark unterwegs.
Johannes Joos war gegen Paderborn mal wieder richtig stark unterwegs. FOTO: Willy Speicher / Willy Speicher/TV
Trier. Nach Paderborn ist vor Heidelberg: 80:74 hieß es am Samstagabend aus Sicht der Römerstrom Gladiators Trier im Heimspiel gegen Paderborn. Wieder einmal richtig gut drauf: Center Johannes Joos. Der TV hat mit dem 23-Jährigen mal über seine Entwicklung, Angebote aus der Bundesliga und den kommenden Top-Gegner gesprochen. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Johannes Joos hat eine Idee. Wenn das klappen sollte, dann gäbe es wohl keine Zweifel mehr, dann würden die Römerstrom Gladiators Trier den Aufstieg in die Bundesliga so gut wie sicher in der Tasche haben. „Wir sollten mal bei der Liga anfragen", sagt der 23-Jährige lachend, „ob es nicht vielleicht möglich wäre, dass wir für den Rest der Saison nur noch Heimspiele haben könnten, das wäre schon eine gute Sache“. Kann man wohl so sagen. Von elf ProA-Duellen in der Arena Trier hat das Team von Trainer Marco van den Berg in dieser Saison neun gewonnen, darunter spektakuläre Erfolge wie die gegen die Top-Teams aus Vechta, Crailsheim und Köln. Triers Heimstärke hat am Samstagabend auch der Tabellen-13. Uni Baskets Paderborn zu spüren bekommen. Gegen die Ostwestfalen gewannen die Herren in Grün mit 80:74 (36:30) und fuhren damit den sechsten Heimsieg in Serie ein.

„Das Spiel war nicht so schön anzuschauen wie einige Spiele davor", gesteht Triers Center Johannes Joos, „aber am Ende ist das total egal, das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben". Nach einem guten Start (11:0) verdaddelten die Gladiatoren bis zum Ende des ersten Viertels viel zu viele Bälle in der Offensive. Gegen die Zonen-Verteidigung der Gäste fiel dem Team vor 2283 Zuschauern zu selten eine Lösung ein, die Wurfauswahl war oft schlecht. So gelang es den Ostwestfalen, die Partie bis zum Ende der ersten zehn Minuten zu drehen (15:16). Im Anschluss allerdings bestimmten die Gladiatoren wieder klar das Spielgeschehen, holten sich die Führung schnell zurück und gaben sie bis zum Ende des Spiels nicht mehr her.

Überragender Mann mit wesentlichem Anteil am elften Saisonsieg war wieder einmal Johannes Joos. Der 23-Jährige spielt in seinem zweiten Trierer Jahr eine hervorragende Saison, hat sich im Vergleich zur ersten Spielzeit an der Mosel immens verbessert. Dafür lohnt ein Blick in die Statistik: Während Joos in der vergangenen Saison durchschnittlich 4,9 Punkte erzielte und 4,6 Rebounds sicherte, sind es in der aktuellen Spielzeit 15,2 Punkte und 6,5 Rebounds.

Gegen Paderborn steuerte Joos 30 Punkte, 8 Rebounds und einen Assist bei. Bemerkenswert auch seine Nervenstärke von der Freiwurflinie: zehn von zwölf Versuche landen im Korb. „Der Coach hat mir vor der Saison gesagt, er will, dass ich mehr Verantwortung übernehme“, erzählt der Schwabe am Sonntag im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. „Das tue ich sehr gerne. Wenn es dann so gut läuft und wir als Team erfolgreich sind, dann ist es umso besser.“

Marco van den Berg, so betont der Mann mit der Trikotnummer 22, habe großen Anteil an seiner Entwicklung. „Er hat mit seiner Art Dinge aus mir herausgekitzelt, die andere Trainer so wahrscheinlich nicht erreicht hätten.“ Generell sei Trier die Station seiner Karriere, in der er sich bisher am wohlsten fühle. „Das hat natürlich viel mit dem Team zu tun, wir sind echte Kumpels – und mit Spielern wie Jermaine Bucknor und Simon Schmitz lernt man auch einfach extrem viel. Davon profitiere ich natürlich auch – es passt einfach hier.“

Auch von Coach van den Berg gibt’s nach dem Paderborn-Spiel viel Lob für Joos. „Das war wieder mal eine herausragende Leistung von ihm, Respekt! Seine Entwicklung ist absolut positiv.“

Fakt ist: Spielt der Gladiators-Center so weiter, dann wird der Sprung in die BBL für ihn nur noch eine Frage der Zeit sein. Triers Trainer sagt dazu: „Ich würde es ihm gönnen.“ Joos selbst betont: „Am tollsten wäre es natürlich, wenn wir den Aufstieg hier in Trier packen würden.“ Denn was gebe es Schöneres, als mit den „bekannten Gesichtern" in die BBL zu springen. Aber mal ganz ehrlich, hat denn schon der eine oder andere Club aus dem Oberhaus bei ihm angeklopft? „Ich weiß davon nichts“, betont Joos, „will davon momentan auch gar nichts wissen“.

Bleibt die Frage nach der Auswärtsschwäche: Sieben der vergangenen acht Spiele in fremden Hallen gingen in die Hose, am Sonntag geht’s zum Tabellenfünften Heidelberg. „Wir wollen das am Sonntag wirklich besser machen als zuletzt, das Spiel ist extrem wichtig, auch für den direkten Vergleich, wir müssen die Auswärtsschwäche endlich in den Griff bekommen“, betont Joos.