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Basketball
Gladiators unterliegen Heidelberg zu Hause

Es hat nicht gereicht zum Heimsieg für Rupert Hennen (mit Ball) und die Gladiators gegen Heidelberg.
Es hat nicht gereicht zum Heimsieg für Rupert Hennen (mit Ball) und die Gladiators gegen Heidelberg. FOTO: Sebastian J. Schwarz / sjs / Sebastian J. Schwarz
Trier. Diesmal hat es nicht gereicht: Die Römerstrom Gladiators Trier haben ihr Heimspiel am Samstagabend vor 2816 Zuschauern in der Arena gegen Heidelberg mit 59:67 (29:29) verloren. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Christian Held steht die Enttäuschung nach dem Spiel am Samstagabend ins Gesicht geschrieben. „Heidelberg hat absolut verdient gewonnen“, sagt der Trainer der Römerstrom Gladiators Trier. „Wir haben offensiv zu keinem Zeitpunkt unseren Rhythmus gefunden. Heidelberg hat sehr gut verteidigt – das hat uns das Spiel gekostet.“ 59:67 (29:29) heißt es am Ende aus Sicht seiner Römerstrom Gladiators Trier im Heimspiel gegen die Heidelberg Academics – es ist die zweite Heimniederlage der Saison. „Man kann in dieser Liga nur Spiele gewinnen, wenn man bei 100 Prozent ist – das waren wir heute nicht“, resümiert Held.

Von Beginn an kriegen die 2816 Zuschauer in der Arena Trier am Samstagabend keinen Basketball-Leckerbissen serviert: Mal steht ein Spieler mit einem Fuß im Aus, mal landet ein einfacher Wurf neben dem Korb – beiden Mannschaften fehlt der Schwung, jedes Team leistet sich allein in den ersten zehn Minuten je fünf Ballverluste. Immerhin: es ist eng und spannend. Mit einem knappen Trierer Rückstand geht’s in die zweiten zehn Minuten (15:16).

Auf Trierer Seite sind sowohl Simon Schmitz als auch Till Gloger an Bord. Beide waren vor der Partie angeschlagen.

Bis zur Pause wechselt die Führung häufig. Mal bringt der gut aufgelegte Rupert Hennen die Gladiatoren mit starkem Zug zum Korb in Front, dann legt Heidelbergs Bester, Philipp Heyden, vor. Nach einem Dreier von Lucien Schmikale und einem erfolgreich abgeschlossenem Fastbreak durch Kelvin Lewis (25:22) scheint Trier die Partie besser in den Griff zu bekommen – Academics-Trainer Branislav Ignjatovic nimmt die Auszeit. Doch die Gladiators schaffen es im Anschluss nicht, sich weiter abzusetzen. Der Tabellenzweite von der Mosel macht zu viele Fehler, leistet sich allein bis zur Pause elf Ballverluste und trifft schlecht. Da es Heidelberg nicht besser macht, geht’s mit einem gerechten Unentschieden in die Pause (29:29).

In Halbzeit zwei plätschert die Partie zunächst so vor sich hin. Kein Team setzt sich ab. Erst gut vier Minuten vor Viertelende geht’s ab, es wird so richtig hitzig. Einige Schiedsrichterentscheidungen gegen die Gladiatoren bringen die Halle zum Kochen. Spätestens nach einem gegen Jermaine Bucknor gepfiffenen Offensiv-Foul sitzt keiner mehr der knapp 3000 Zuschauer. Doch Heidelberg spielt es in dieser Phase cleverer als Trier, zieht ein wenig davon (37:45 aus Trierer Sicht). Das Held-Team kämpft, der Einsatz stimmt. Doch durch leichte Fehler bringen sich die Gladiatoren vorne immer wieder um den Lohn ihrer Arbeit. Mit einem Sechs-Punkte-Rückstand geht’s ins letzte Viertel (39:45).

Hier wird’s noch mal richtig packend: Trier reibt sich auf, kämpft aufopferungsvoll, will das Spiel unbedingt drehen und kommt durch seinen Stärksten, Till Gloger, sowie Kapitän Simon Schmitz wiederholt auf drei Punkte heran. Doch am Ende ist der Gast aus Baden-Württemberg in den entscheidenden Situationen besser. Die überzeugenden Heidelberger Big Men Dan Oppland und Phillip Heyden machen den Auswärtssieg perfekt. „Oppland und Heyden haben es in der zweiten Halbzeit wirklich sehr gut gemacht unterm Korb – so haben wir es am Ende verdient gewonnen“, findet Heidelbergs Trainer Branislav Ignjatovic.

Die Gladiators müssen bereits am Mittwoch, 7. November, wieder ran. Dann geht’s zum Tabellenvorletzten Karlsruhe. Das nächste Heimspiel steigt am 11. November gegen Tübingen.

Statisik

Punkte Trier: Lewis 6, Smit 0, Bucknor 8, R. Hennen 6, Schmikale 8, Dietz 4, Schmitz 4, Grün 4, Ilzhöfer 2, Buntic 1, Gloger 16, V. Hennen 0 - Beste Schützen HD: Ely 14, Heyden 12, Oppland 15 - Viertelstände: 15:16/29:29/39:45/59:67 - ZS: 2816